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Burgwedel Probelauf im digitalen Klassenzimmer
Aus der Region Region Hannover Burgwedel Probelauf im digitalen Klassenzimmer
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00:16 07.05.2017
Einige Lehrer des Gymnasiums Großburgwedel sind am Donnerstag schon in die Funktionsweisen der Laptops und der anderen Geräte eingewiesen worden. Quelle: Carina Bahl
Großburgwedel

Die vergangenen zwei Jahre hat die Stadtverwaltung an allen Schulen den Ist-Stand ermittelt. Welche Technik ist im Einsatz? Welche Wünsche haben die Lehrer? Was würde das kosten? Diese Woche startet die Testphase in drei digital aufgerüsteten Klassenräumen in der IGS, im Gymnasium und in der Grundschule Kleinburgwedel. Das Ziel: Möglichst im Spätsommer sollen der Medienentwicklungsplan politisch beschlossen und alle Schulen in Folge mit dem gleichen IT-Standard ausgestattet werden.

„Was wir uns denken und Sie wirklich brauchen muss nicht dasselbe sein“, betont der IT-Fachmann der Firma Ricoh, der am Morgen acht Lehrer des Gymnasiums im Probe-Klassenraum einweist. „Wir brauchen Ihr Feedback, um die beste Lösung zu finden“, erklärt Steffen Plapper von der Stadtverwaltung. Schüler wie Lehrer sollen die Proberäume im Unterricht auf Herz und Nieren prüfen und am Ende berichten.

Und die digitale Spielwiese kann sich sehen lassen: Auf den Tischen liegen Laptops bereit, an der Wand prangt ein großer Flatscreen, der per Touchpad bedient werden kann. Wie kommt das handgeschriebene Arbeitsblatt auf den Bildschirm? Ganz einfach: per Kamera, die auf dem Lehrertisch installiert ist. „Es kann sofort losgehen. Folienstifte, Kopien, Ausdrucke, Overheadprojektoren braucht es nicht mehr“, weiß der Fachmann dafür zu werben. Jeder der drei Probe-Klassenräume hat unterschiedliche Soft- und Hardware zu bieten. In der Grundschule sind Laptops im Einsatz, die nicht leicht zu Bruch gehen und auch Spritzwasser standhalten – sollte doch einmal ein Getränk umfallen. In der IGS wird eine mobile Dokumentenkamera getestet, im Gymnasium eine fest installierte. Bei den kleinen Computern ist der Stadt vor allem eines wichtig: Der Akku muss einen ganzen Schultag halten, ohne zwischendurch aufgeladen zu werden.

Bei der Software ist Klassenraum-Management gefragt: Der Lehrer kann auf die Laptops der Schüler zugreifen, ihnen Nachrichten, sogar Klassenarbeiten zuschicken und per Klick wieder einsammeln. Hausaufgaben können auf die Tafel gebeamt werden. Wer Aufmerksamkeit einfordern will, kann alle Bildschirme dunkel stellen. Die Schüler können per WLAN im Internet recherchieren – auf welchen Seiten, das bestimmt der Lehrer.

Wie wichtig die Probephase für die Pädagogen und Techniker ist, zeigt sich prompt beim Praxistest: Am Lehrertisch wird eigentlich nur eine einzige Home­page freigegeben. „Aber auch Facebook funktioniert bei mir ganz super“, scherzt eine Lehrerin. Und Youtube auch – ihr Kollege lässt gleich einen Film abspielen. Gekicher in den Reihen, wo bald die Schüler sitzen werden. „Sehen Sie“, sagt der Experte und notiert sich gleich, wo es hakt. „Genau deshalb machen wir das.“

Von Carina Bahl

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