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Burgwedel Thönses Urzelle soll neu gebaut werden
Aus der Region Region Hannover Burgwedel Thönses Urzelle soll neu gebaut werden
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00:16 21.05.2017
Von Martin Lauber
Das alte Hofensemble in Thönse wird abgerissen und durch 13 neue Wohneinheiten ersetzt. Quelle: Martin Lauber
Thönse

Er soll abgerissen und das Grundstück neu bebaut werden. Für zwei neue Fünf-Familien-Häuser, ein Doppel- sowie ein Einfamilienhaus hat die Firma Hannover Haus eine Bauvoranfrage eingereicht. „Unser Wunsch ist, im Herbst mit den Arbeiten zu beginnen. Aber das ist abhängig von der Genehmigung“, sagt Geschäftsführer Andreas Hecht. Der Bauvoranfrage vorangegangen waren intensive Gespräche mit Nachbarn und Ortsrat, die Burgwedels Bauamtsleiter Oliver Götze moderierte. Vor dem Hintergrund knappen Wohnraums begrüße er grundsätzlich, dass auf der zentralen Fläche 13 barrierefreie Wohneinheiten statt nur Einfamilienhäuser entstehen, sagt Götze.

Aber: Es habe Gesprächsbedarf im Detail gegeben – über die Zahl der Stellplätze, die ursprünglich geplanten Traufhöhen von 6,50 Meter sowie über die Anordnung der Mehrfamilienhäuser. In allen Punkten hat Hannover Haus sich bewegt. Seine Firma führe immer Vorabgespräche mit den Anliegern, „damit sie auch wissen, was auf sie zukommt“, sagt Hecht. Es sei gelungen, die Planung ohne nachteilige Auswirkungen anzupassen. „Das ist ein Prozess.“

Unterm Strich haben die Planer nun die Lage der Mehrfamilienhäuser gedreht, die Traufhöhen um einen Meter gesenkt – auch mit der Folge, dass die Dachneigungen steiler und damit dorftypischer werden. Und mit 39 Parkplätzen – davon einige im vorderen Bereich für das Küchenstudio Rosenowski – wurde auch deutlich mehr als das gesetzliche Muss an Stellplätzen auf dem Grundstück untergebracht. So werde der Parkdruck auf den Strubuschweg nicht noch weiter erhöht, sagt Götze. Dafür, dass die Bebauung sich dem Ortsbild anpasst, sorgt eine örtliche Bauvorschrift: Für das Mauerwerk der neuen Häuser ist Klinker, für die Dächer sind rote Ziegel vorgeschrieben. „Wir bauen gern auch modern“, sagt Hecht, „aber in dieser Lage wäre das einfach verkehrt.“

Für Ortsbürgermeister Heinz Theo Rockahr ist die Sache denn auch klar: „Mit den altersgerechten Wohnungen wird das eine Bereicherung für unser Dorf.“ Als Anlieger war der Landwirt und CDU-Ratsherr Christian Büchtmann an den Gesprächen ebenfalls beteiligt. Er hat Hannover Haus angeboten, die neuen Wohngebäude mit Fernwärme von seiner Biogasanlage zu versorgen. Natürlich sei es schmerzlich, dass die historische Hofstelle Nummer 1 verschwinde, sagt Büchtmann. „Wenn man die Gebäude vor 20 Jahren restauriert hätte ..., aber in diesem Zustand ist das ein Schandfleck.“

Schon seit mehr als vier Jahrzehnten gibt es keinen landwirtschaftlichen Betrieb mehr auf Thönses ältester Hofstelle. Die Gebäude sind seit den Siebzigerjahren verpachtet. Wechselnde Landwirte nutzten die von der Langen Reihe aus sichtbare Scheune, in deren Dach ein großes Loch klafft, als Lager. Auch Pferde wurden in den Nebengebäuden eingestellt. Aus dem zwei Jahrhunderte älteren Fachwerk-Wohnhaus auf der Rückseite zogen die letzten Mieter vor mehr als zehn Jahren aus. Es ist mittlerweile überwuchert und verfallen.

Dass diese frühere Hausnummer 1 das älteste Haus im Dorf ist, steht für den früheren Ortsbürgermeister Hans-Jürgen Lahmann, der sich mit der Höfegeschichte beschäftigt hat, fest. Die ersten Bewohner seien aus dem Heisterholz dorthin umgesiedelt, nachdem ihr Anwesen im oder nach dem Dreißigjährigen Krieg abgebrannt war.

Nach dem Busunfall vor dem Burgwedel Schulzentrum sucht die Regiobus die drei verletzten Jugendlichen: "Wir würden gern mit ihnen Kontakt aufnehmen, um Informationen zum Unfall zu erhalten und um ihnen unsere Hilfe anbieten zu können", sagt Unternehmenssprecher Tolga Otkun.

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