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Burgwedel Übung: Stadtfeuerwehr rettet Menschen bei Feuer und Unfall
Aus der Region Region Hannover Burgwedel Übung: Stadtfeuerwehr rettet Menschen bei Feuer und Unfall
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14:51 30.06.2019
Auch bei dieser Übung zählt jede Minute: Feuerwehrleute befreien Verletzte aus einem Unfallauto. Quelle: Jürgen Zimmer
Burgwedel

Rauchentwicklung in einer Kindertagesstätte, ein Unfall mit eingeklemmten Personen, eine Schlauchparade – und jede Menge Musik: Beim Stadtfeuerwehrtag am Sonnabend auf dem Alten Markt in Großburgwedel zeigten die ehrenamtlichen Einsatzkräfte, wie vielfältig ihr Können ist – und wie gut sie ihr Handwerk verstehen.

Feuerwehr Kleinburgwedel rettet Kinder aus Kita

„Massive Rauchentwicklung im Treppenhaus der Kita Großburgwedel“: Dieser Alarm ging an die Freiwillige Feuerwehr Kleinburgwedel. Das Szenario dieser Übung sah zudem vor, dass sich zwei Kinder an einem Fenster im ersten Stock bemerkbar machten. Die Brandbekämpfer drangen unter Atemschutzgeräten in das Haus ein, um die Kinder aus dem Obergeschoss zu retten – während andere Einsatzkräfte eine Steckleiter anlegten. Allein die Atemschutzausrüstung wiegt 18 Kilogramm, die Schutzkleidung nochmal zehn Kilogramm und die mitgeführten Gerätschaften wie Axt, Brechstange und anderes erhöhen das Gewicht nochmals. Aber alles ging gut. Routiniert und ohne Hektik beendeten die Frauen und Männer ihre Übung: Feuer gelöscht und das wichtigste – Kinder gerettet. Gruppenleiter Hendrik Arndt war hochzufrieden mit seinen Kameraden. „Solche Übungen sind Standard. Da muss jeder Handgriff sitzen und jeder wissen was zu tun ist“, erklärte er und fügte hinzu, dass die Außentemperaturen von 33 Grad die Belastung noch erhöht hätten.

Jugendfeuerwehr zeigt eine Löschübung

Eine Löschübung nach bundeseinheitlichen Richtlinien demonstrierten die Mitglieder der Stadtjugendfeuerwehr den Zuschauern. Über eine Stecke von 40 Metern verlegten die Zehn- bis 16-Jährigen die Schläuche und überwanden dabei auch Hindernisse. Seit den Osterferien hatten die Jungen und Mädchen hart trainiert, sodass sie nach maximal sechs Minuten das Kommando „Wasser Marsch“ geben konnten. „Vor Publikum ist das ist eine besondere Herausforderung für die Kinder“, sagte Stadtjugendfeuerwehrwart Tim Rathmann und spendete seinen Schützlingen reichlich Lob. Rund 100 Kinder und Jugendliche werden in den Jugendfeuerwehren der Ortschaften Engensen, Fuhrberg, Großburgwedel, Thönse und Wettmar ausgebildet.

Nach dem Motto „Früh übt sich“ wird ihnen das feuerwehrtechnische Einmaleins beigebracht, damit sie mit Vollendung des 16. Lebensjahrs dann zu den Aktiven aufsteigen können. So lautet jedenfalls die Hoffnung der Ausbilder, denn: „Leider haben viele in dem Alter dann andere Interessen oder schulische Belastungen, die sie davon abhalten“, sagte Rathmann. Die 13-jährige Valeria aus Wettmar begeistert sich noch für das Ehrenamt. Es mache ihr Spaß in der Gemeinschaft so viele Sachen zu lernen und die Aussicht, irgendwann jemanden helfen zu können, beflügele sie zusätzlich, sagte sie.

Besucher bestaunen Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeuge

Die nächste Übung war eine sehr realistische Darstellung eine Autounfalls, etwas, womit die Burgwedeler Feuerwehr auch aufgrund der nahen Autobahn A 7 nicht selten konfrontiert wird. Auch hier zeigten die Feuerwehrleute ihren guten Ausbildungsstand. Reges Interesse fanden die Einsatzfahrzeuge und Gerätschaften. Besonders die zwei neuen Anschaffungen aus Fuhrberg und Wettmar mit dem sperrigen Namen Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeuge wurden bestaunt. Die Allrounder sind auf dem neuesten Stand der Technik. Gruppenleiter Uwe Räther aus Wettmar lobte vor den Besuchern die gute Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung und würdigte, dass diese bereit und bemüht sei, die Feuerwehren gut auszustatten. „Auch wenn nicht jeder Wunsch sofort erfüllt werden kann“, sagte er.

Die Zeit zwischen den Darbietungen nutzte der Musikzug, um die Zuschauer zu unterhalten – die sich dann an der Schnitzelparade der Feldküche stärken konnten.

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Von Jürgen Zimmer

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