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Burgwedel Geschäftsleute: Baustelle gefährdet Existenzen
Aus der Region Region Hannover Burgwedel Geschäftsleute: Baustelle gefährdet Existenzen
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17:02 08.11.2018
Das rote Kreuz soll weg: Schilderwald an der Abzweigung Richtung Wettmar in Kleinburgwedel. Quelle: Thomas Oberdorfer
Wettmar

„Wenn hier nicht ganz schnell etwas passiert, dann schließen in Wettmar bald die ersten Geschäfte“, sagt Birgid Waßmann. Und weiter: „Hier werden ganze Existenzen den Bach runter gehen.“ Angst machen der Inhaberin von Bigis Blumen-Eck die Bauarbeiten an der Ortsdurchfahrt. Seit dem 15. Oktober wird gebaut, und seit dem Zeitpunkt leiden sie und andere Geschäftsinhaber unter massiven Umsatzeinbrüchen. Das Problem: Viele Menschen aus den umliegenden Dörfern wissen nicht, dass die Wettmarer Geschäfte auch weiterhin mit dem Auto angefahren werden können. Sie bleiben weg, machen auf der Umleitungsstrecke einen großen Bogen um den Ort.

Und das merken die Geschäftsleute in ihren Kassen. „Gleich am ersten Tag der Sperrung ist der Umsatz um über 30 Prozent eingebrochen“, sagt Antje Caruso. Ihre Birken Apotheke residiert nur wenige Meter entfernt von Bigis Blumen-Eck im kleinen Wettmarer Geschäftszentrum. Wirklich verbessert hat sich die Situation für Caruso bislang nicht: Umsatz und Kundenzahlen liegen in ihrer Apotheke weiterhin rund 20 Prozent unter dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Dabei seien gerade die Herbst- und Wintermonate besonders wichtig für die Jahresbilanz, sagt sie. „Es ist Erkältungszeit. Die Menschen brauchen Medizin, und wir stopfen mit den zusätzlichen Einnahmen die Löcher, die der Sommer in der Kasse hinterlassen hat. Zumindest war das in den vergangenen Jahren so. Jetzt geht das nicht mehr“, erklärt die Apothekerin.

Besonders ärgern sich Caruso und ihre Nachbarn über die von der Region Hannover veranlassten Ausschilderungen an den Zufahrtsstraßen zum Ort. Dicke rote Balken durchkreuzen den Schriftzug Wettmar. Da helfen dann auch nicht die nach ersten Protesten aufgestellten Zusatzschilder „Zufahrt zu den Geschäften frei“. „Die haben nichts geändert, die Kunden bleiben weiterhin weg“, klagt Caruso.

Schreckt die Kunden ab: Am Ortseingang von Wettmar fehlt der Hinweis auf die geöffneten Geschäfte. Quelle: Thomas Oberdorfer

Inzwischen hat sie in Reihen der Burgwedeler Politik Unterstützer gefunden. „Die Kreuze müssen weg. Und wir brauchen Schilder an allen Wettmarer Ortseingängen, die zeigen, wie man zu den Geschäften im Ortszentrum kommt“, fordert CDU-Chef Rainer Fredermann, der selber in Wettmar wohnt. Er hat sich bei der Region für Änderungen eingesetzt, wie auch Burgwedels Bürgermeister Axel Düker (SPD).

Und das augenscheinlich erfolgreich. Mittlerweile hat die Region Hannover reagiert und an zwei Schildern in Thönse die roten Kreuze entfernen lassen. Wer allerdings von Kleinburgwedel aus nach Wettmar fährt, der steht nach wie vor gleich hinter dem Ortseingang vor quer auf der Fahrbahn aufgestellten Baken. Zwar gibt es unter dem Verbotsschild noch den Hinweis, dass die Zufahrt bis zur Baustelle frei sei. Aber dass die Geschäfte weit vor dieser Baustelle liegen, dass erfahren die Autofahrer nicht, und manche drehen wieder um.

Und genau das regt Wettmars stellvertretenden Bürgermeister Michael Kranz auf. „Es kann doch nicht sein, dass durch die Baustellenschilder der Eindruck erweckt wird, dass Wettmar nicht mehr erreichbar ist“, sagt er und ergänzt: „Genau das Gegenteil ist der Fall: Lediglich wenige Meter der Hauptstraße sind gesperrt, und die können leicht umfahren werden.“

Von Thomas Oberdorfer

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