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Burgwedel K 119: Kreisel soll Raser ausbremsen
Aus der Region Region Hannover Burgwedel K 119: Kreisel soll Raser ausbremsen
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12:42 19.02.2018
Die Kreuzung K 119/Am Rahden/Thönser Trift soll durch einen Mini-Kreisel ersetzt werden. Quelle: Martin Lauber
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Wettmar

Ein Mini-Kreisel mit 19 Metern Durchmesser und überfahrbarem Mittelkreis soll Raser, die aus Kleinburgwedel ins Dorf brettern, künftig ausbremsen. Er soll die bestehende Kreuzung der K 119 mit den Straßen Thönser Trift und Am Rahden ersetzen. Wenn die Region Hannover Wettmars Ortsdurchfahrt ausbaut, wird der neue Kreisverkehr am westlichen Dorfrand eine der auffälligsten Veränderungen sein. Die CDU-Fraktion im Ortsrat findet den Kreisel „ziemlich überflüssig“ und ließ dies auch protokollieren. Ortsbürgermeister Erwin Fette (Grüne) zufolge wird er der Verkehrssicherheit dienen. Und Friedrich Wolff (Die Unabhängigen) hält ihn für „perfekt“. Das volle Meinungssektrum also. 

Kriegen Trecker die Kurve?

Wiebke Schepelmann war am Montagabend nicht das erste Mal im Ortsrat Wettmar, um die Planung zu erläutern und sich Änderungswünsche anzuhören. Nach Aussage der Straßenplanerin haben Mini-Kreisel das Zeug, das Tempo und den Verkehrslärm wirksam zu senken. Aber es wird sich mehr verändern als nur der Ortseingang. In der zweiten Hälfte sollen die Tiefbauer loslegen. 

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Die Fahrbahn der K 119 erhält eine neue Asphaltdecke, die Gehwege wird die Region neu pflastern lassen und dann in die Trägerschaft der Stadt übergeben. Extrem breite Einmündungen sollen verengt werden, um Radfahrer vor Autos zu schützen, die allzu flott einbiegen.  Am Kösterweg – vis-à-vis der Schulstraße – wird sogar auf den westlichen Straßenast ganz verzichtet. Mit der Einengung übertrieben wurde es aus CDU-Sicht an der Heierdrift-Einmündung. Am Computer simulierten die Planer mit sogenannten Schleppkurven, dass dort auch Treckergespannen die Kurve kriegen – auf Wunsch des Ortsrates wird jetzt noch mal nachgesteuert.

Schutzstreifen nur auf der Südseitegfg

Die augenfälligsten Veränderungen betreffen den Raverkehr.  Art und Weise des Ausbaus spiegeln die aktuellen Regelungen der Straßenverkehrsordnung (StVO) wider. Für innerörtliche Straßen mit einer Verkehrsfrequenz wie auf Wettmars Haupstraße bedeutet das: Radler – Kinder ausgenommen – gehörten auf die Straße, wo sie, so Schepelmann, sicherer seien als auf engen kombinierten Rad- und Fußwegen mit Grundstücksausfahrten alle paar Meter. Weil in Wettmar die Straßenbreite nur für einen Schutzstreifen auf der Südseite (Richtung Engensen) ausreicht, werden Radler in Gegenrichtung ohne jegliche Markierung auf der K 119 fahren müssen. Schepelmann deutete allerdings an, dass die Straßenverkehrsbehörde auf Verbotsschilder für den nördlichen Fußweg verzichten werde. Wer dort im Schritttempo radle und auf Fußgänger Rücksicht nehme, werde unbehelligt bleiben.

 

 

Von Martin Lauber