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Garbsen Der Moor-Erlebnispfad in Resse ist fertig
Aus der Region Region Hannover Garbsen Der Moor-Erlebnispfad in Resse ist fertig
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00:15 25.05.2019
Der Moor-Erlebnispfad Resse ist fertig: Die Landschaftsliegen. Quelle: Marcel Hollenbach
Neustadt/Resse

Das Otternhagener Moor zwischen Reese, Otternhagen und Scharrel gehört zu den wertvollsten Mooren Niedersachsens. Jetzt lässt sich dieser besondere Lebensraum über einen mehr als 350 Meter langen Holzsteg erkunden auf dem neuen Moorerlebnispfad Resse. Er wurde am 17. Mai eröffnet. Bauherrin ist die Region Hannover.

Pflanzen- und Tierwelt fast hautnah

Der Resser Moorerlebnispfad ermöglicht informative, aber auch erlebnisreiche Begegnungen mit der Pflanzen- und Tierwelt der Moore. Auf Tafeln am Wegesrand und über QR-Codes, die auf eine Internetseite mit auch hörbaren Informationen weiterleiten, wird die hoch spezialisierte Fauna und Flora eines Hochmoores vorgestellt, seine Entstehung, die Nutzung durch den Menschen sowie die Bedeutung der Moore für den Klimaschutz. „Mit dem Moor-Erlebnispfad ist eine Wissensvermittlung gelungen, die nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern verständlich, einprägsam und auch spielerisch daher kommt“, sagt Irene Dahlmann vom Niedersächsischen Umweltministerium.

Torfstiche sind ein Fenster in die Vergangenheit

Der Moorkomplex, über den der Pfad führt, weist neben Waldbereichen auch sogenannte Torfstiche auf. Dort hat die Resser Bevölkerung – genauso wie die Scharreler und die Otternhägener – noch im 20. Jahrhundert mit der Hand Brennstoff für ihre Feuerstellen ausgebuddelt. In den so entstandenen Kuhlen sammelt sich nicht nur Wasser; es entsteht unendlich langsam neues Moor aus abgestorbenen Pflanzenteilen.

Der Moorerlebnispfad Resse ist fertig: Die Station Torfstich. Quelle: Claus Kirsch

Die solide Holzkonstruktion ruht auf Stahlstempeln. Spürbar bleibt das Moor dennoch: Hüpfklötze, Hängebrücke und eine Matschkuhle erlauben Abstecher vom Hauptweg – mitunter kann es daher wackelig werden.

Die Wegeführung ist so konzipiert, dass möglichst viele Menschen aller Altersgruppen das Moor erleben können. Bedürfnisse von gehbehinderten Menschen, Älteren, Sehbehinderten oder Personen, die nur über geringe Deutschkenntnisse verfügen, wurden beim Hauptpfad berücksichtigt. Nördlich des Holzsteges geht es über einen Holzhackschnitzelweg weiter. Er führt zum Beispiel an die noch gut erkennbare Trasse für eine nie gebaute Autobahn nördlich von Osterwald – die „Strecke 24“.

Neuer Pfad erweitert das Info-Angebot

Der Moorerlebnispfad ergänzt benachbarte oder verbindende Angebote wie das Moor-Informationszentrum Resse (MoorIZ), die Aussichtstürme im benachbarten Bissendorfer Moor, die Radroute „Von Moor zu Moor“ und die Dauerstellung zum Thema Moor im Naturparkhaus Mardorf.

Rund 500.000 Euro hat das Projekt gekostet. Vom Land kamen rund 325.000 Euro. 50.000 Euro steuerte die Bingo-Umweltstiftung bei. Die Region Hannover leistete einen Anteil in Höhe von 125.000 Euro.

Der Einstieg ins Moorgelände befindet sich an der Osterbergstraße in Resse am Sportgelände, Parkplätze stehen am Resseo zur Verfügung.

Von Markus Holz

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