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Garbsen Landwirt pflanzt bunte Blumen um die Felder herum
Aus der Region Region Hannover Garbsen Landwirt pflanzt bunte Blumen um die Felder herum
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10:04 08.07.2019
Auf der Blumenwiese direkt an der Burgstraße blüht es fast das ganze Jahr. Sie ist auch ein Paradies für Insekten. Quelle: Linda Tonn
Schloß Ricklingen

Es blüht direkt neben der Fahrbahn an der Burgstraße – in hellem und dunklem Rot, zartem Lila und kräftigen Gelb. „Und es summt und brummt auch ziemlich laut“, sagt Anne Grahn, die das Blumenfeld seit mehr als zehn Jahren bepflanzt. Wer hier anhält, kann sich aus einer großen Anzahl an Blumen einen frischen Strauß zusammenstellen. „Mittlerweile stoppen viele Autofahrer aber auch nur, um die vielem Schmetterlinge zu fotografieren.“

„Immer wieder fragen Leute, warum es am Feldrand blüht“: Landwirt Dirk Grahn und seine Frau Anne wollen mit Blühstreifen die Artenvielfalt fördern. Quelle: Linda Tonn

Die vielen Insekten, die sich in dem Grünstreifen direkt neben dem Feld tummeln, sind für das Ehepaar Grahn ein Beleg dafür, dass es sinnvoll ist, direkt neben den landwirtschaftlich genutzten Feldern immer auch einen Streifen für Blumen zu lassen – Blühstreifen werden diese bunten und für Insekten besonders nahrhaften Areale genannt. Seit Kurzem weist auch ein Schild darauf hin, dass an der Burgstraße ein „bienenfreundlicher Landwirt“ zu Hause ist. „Wir schnacken nicht, wir packen an“, steht auf den grünen Pappaufstellern, die Dirk Grahn an verschiedenen Stellen in seinen Feldern aufgestellt hat.

Blühstreifen bringen Lebensraum für Insekten

Die Schilder sind eine Initiative des Landvolks Niedersachsen. Sie sollen darauf hinweisen, wie wichtig der Lebensraum für Insekten und speziell für Bienen ist. Landwirte, die extra einen Blühstreifen mit bienenfreundlichen Pflanzen entlang ihrer Felder anlegen, werden ausgezeichnet. „Die Blühstreifen nutzen nicht nur den Insekten, sondern sind auch gut für Rebhühner, Fasane und Hasen“, sagt Landwirt Grahn. „Sie können sich zwischen den hohen Pflanzen verstecken.“

Das Anlegen umweltfreundlichen Streifen wird durch das niedersächsische Landwirtschaftsministerium gefördert. „Dafür müssen wir Auflagen erfüllen“, sagt Grahn. Die Streifen dürfen nur zwischen sechs und 30 Meter breit sein. Zudem muss die Aussaat der speziellen Samenmischung bis zum 15. April erfolgt sein. „Es gilt eine Winterruhe bis Mitte Februar“, sagt Grahn. „Erst dann dürfen wir die Areale wieder beackern.“

Auf der Blumenwiese direkt an der Burgstraße blüht es fast das ganze Jahr. Sie ist auch ein Paradies für Insekten. Quelle: Linda Tonn

22.000 Hektar Blühstreifen gibt es in Niedersachsen

„Die Blühflächen allein in Niedersachsen bringen es bei einer Breite von 200 Metern auf eine Länge von 1100 Kilometern“, sagt Albert Schulte to Brinke, Präsident des Landvolks Niedersachsen. Das seien 22.000 Hektar zugunsten der Artenvielfalt. Grahn hat sich verpflichtet, mindestens fünf Jahre in Folge die Blühstreifen um seine Felder herum auszusäen. „Ich bin nicht der einzige Landwirt in Schloß Ricklingen, der das macht.“ In großen Säcken kauft er die spezielle Blühmischung – das muss für die Förderung nachgewiesen werden.

„Ich säe etwa 15 Kilogramm pro Hektar aus“, sagt er. Vorgeschrieben seien mindestens 10 Kilogramm. „Immer wieder fragen die Leute, warum es bei uns am Feldrand blüht“, sagt Ehefrau Anne Grahn. Dann könne man antworten, dass es nicht nur schön, sondern auch gut für die Umwelt sei.

Von Linda Tonn

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