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Garbsen Bürgerstiftung zeichnet zwei Schüler des JKG aus
Aus der Region Region Hannover Garbsen Bürgerstiftung zeichnet zwei Schüler des JKG aus
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12:53 30.01.2019
"Besonders herausragend": Simon Henniger (links) und Maximilian Borowy erhalten den Hans-Albert-Hesse-Preis der Bürgerstiftung Garbsen. Quelle: Linda Tonn
Auf der Horst

„Wenn wir Schüler für besonderes Engagement auszeichnen, zeichnen wir dann absolute Exoten aus?“ Mit dieser provokanten Frage hat Thomas Göhmann, Schulleiter am Johannes-Kepler-Gymnasium (JKG), am Dienstagabend die Preisverleihung des diesjährigen Hans-Albert-Hesse-Preises eröffnet. Zum dritten Mal ehrt die Bürgerstiftung Garbsen mit dem mit 300 Euro dotierten Preis das besondere Engagement von Garbsenern. In diesem Jahr fiel die Wahl auf die Abiturienten Maximilian Borowy und Simon Henniger. „Leistung zu erbringen ist das Eine, sie öffentlich bekannt zu machen das Andere“, sagte die stellvertretende Vorsitzende der Stiftung, Daniela Grunwald-Galler. Diese Aufgabe übernehme die Bürgerstiftung.

Nein, als Exoten wolle er die beiden Geehrten nicht bezeichnen, sagte Schulleiter Göhmann. Entgegen der allgemeinen Meinung lägen die Schüler heutzutage nicht auf der faulen Haut. Der Einsatz von Borowy und Henniger für die Gemeinschaft sei allerdings besonders herausragend. Auch der Namensgeber des Preises, Hans-Albert Hesse, sei eine Persönlichkeit, die immer sozial gedacht habe, erläuterte Wolfgang Galler, Vorsitzender des Stiftungsrats. Als stellvertretender Schulleiter habe er das JKG in seinen Anfängen begleitet, später wurde er Schulleiter am Geschwister-Scholl-Gymnasium (GSG) in Berenbostel. Er habe die Big Band Berenbostel ins Leben gerufen und beim TSV Havelse eine Tennissparte aufgebaut – dabei habe er immer die junge Generation im Blick gehabt.

Eigene Interessen hintenan stellen

Maximilian ist einer, der immer viele bei der Lösung von Problemen beteiligen will“, würdigte Lehrer Roland Jacobsen den Einsatz des 18-Jährigen. Ob als Schülervertreter, als Entwickler eines digitalen Vertretungsplans oder auf der Suche nach einem besseren Anbieter für das Essen in der Mensa habe er seine eigenen Interessen immer hintenan gestellt. 2016 stellte Borowy eine Weihnachtsfeier für bedürftige Kinder auf die Beine, in seinem Seminarfach hat er im bundesweiten Mentorenprogramm „Balu und Du“ einen Grundschüler begleitet. So viel Engagement habe er noch bei keinem Schüler erlebt, sagte Jacobsen.

Simon Hennigers Leidenschaften lassen sich nicht an einer Hand abzählen: In seiner Facharbeit schrieb er über die Energiewende, er hat mehrfach vordere Plätze beim Fremdsprachenwettbewerb in Englisch belegt, engagiert sich in der Schülervertretung und hat nebenbei mit Mitschüler Borowy ein Startup für digitale Vertretungspläne gegründet. „Das Erproben von Theorien in der Praxis fasziniert ihn“, sagte Laudatorin und Englischleihrerin Silke Seidel. Dabei vergesse Henniger es nie, auch die Mitschüler einzubinden – wie etwa bei dem von ihm initiierten Schülerdialog.

Mit ihrem Startup wollen die die beiden Schüler demnächst durchstarten und es auch an andere Schulen bringen – und ganz nebenbei im Frühjahr ihr Abitur bestehen.

Von Linda Tonn

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