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Garbsen Hespe-Container: Unternehmen wehrt sich
Aus der Region Region Hannover Garbsen Hespe-Container: Unternehmen wehrt sich
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00:19 07.10.2018
Das Unternehmen, das die Container für die Unterbringung geliefert hat, wehrt sich gegen Vorwürfe der Stadt Garbsen. Quelle: Gerko Naumann
Berenbostel

Der Streit um die Finanzierung der Wohncontainer für Flüchtlingsfamilien an der Straße Im Hespe geht in die nächste Runde. Jetzt meldet sich das Unternehmen zu Wort, das der Stadt die Container verkauft hat. Die Verwaltung hatte der Firma zuletzt vorgeworfen, diese nicht wie vertraglich besprochen schlüsselfertig geliefert zu haben. In der letzten Ratssitzung war vonseiten der Stadt und der CDU die Rede davon, dass die Stadt auf „einen Betrüger hereingefallen“ sei.

Diese Aussagen bezeichnet der Geschäftsführer, der seinen Namen nicht in der Zeitung lesen möchte, als „Frechheit, die wir nicht so stehen lassen können“. Das in Nordrhein-Westfalen ansässige Unternehmen habe bereits eine Unterlassungserklärung an die Stadt Garbsen geschickt. Der Verantwortliche bestätigt, dass die Firma der Stadt im Frühjahr 2015 68 Container für rund 3,15 Millionen Euro verkauft habe. Diese seien auch bezahlt worden – allerdings abzüglich der Summe, die für den ursprünglich „schlüsselfertigen“ Auf- und Ausbau vereinbart war. Die hatte die Stadt gar nicht erst bezahlt. „Hier haben wir natürlich keine Ansprüche mehr gegenüber der Stadt, weil diese Leistung schließlich von uns auch nicht mehr erbracht wurde“, sagt der Geschäftsführer. Da das Unternehmen diese Leistung nicht bezahlt bekommen habe, könne die Stadt im Gegenzug dafür auch kein Geld zurück verlangen.

Suche nach Standort dauert lange

Von Anfang an habe die Stadt das Aufstellen der Container nämlich mehrfach verschoben, erinnert sich der Geschäftsführer. Hintergrund ist, dass sich die Suche nach einem geeigneten Standort immer wieder verzögert hat. Priorität hatte eine Fläche in Frielingen, dagegen gab es jedoch heftigen Protest der Anwohner. Daraufhin hat die Stadt die Container vorübergehend auf einem Kasernengelände bei Wolfsburg einlagern lassen – und weiter nach einem geeigneten Standort gesucht. Lediglich fünf Container wurden bereits in Havelse aufgestellt. Darin sind zwei Gruppen des Horts der Grundschule untergebracht.

Die Fundamente für die übrigen Container für die Flüchtlingsfamilien am neuen Standort Im Hespe sind erst 2018 errichtet worden. Zu diesem Zeitpunkt hatte das Unternehmen den Vertrag mit der Stadt Garbsen aber längst gekündigt, nämlich bereits im August 2017, wie der Verantwortliche berichtet. Das sei unter anderem auf Druck seiner Lieferanten geschehen, die nicht länger warten wollten, erklärt der Geschäftsführer. „Leistungen, die damals im Vertrag standen, würden unter den heutigen Bedingungen am neuen Standort teilweise das Dreifache kosten“, betont der Geschäftsführer. Es hätte darüber hinaus gar keinen Sinn ergeben, Küchen einzubauen, bevor die Container vollständig aufgebaut und erschlossen wurden. Außerdem sei unklar, welche Schäden – etwa durch Schimmel – durch die zwei Winter lange Lagerung an den Containern entstanden sei.

„Nichts falsch gemacht“

Einer von der Stadt Garbsen angekündigten Zivilklage sieht das Unternehmen deshalb gelassen entgegen. „Wir haben nichts falsch gemacht, die Grundlage für den Vertrag ist durch die zeitliche Verzögerung längst weggebrochen“, betont der Geschäftsführer.

Von Gerko Naumann

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