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Garbsen Der Rundweg im Stadtpark wird früher fertig als geplant
Aus der Region Region Hannover Garbsen Der Rundweg im Stadtpark wird früher fertig als geplant
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16:38 06.12.2019
Premiere: Zum ersten Mal laufen Spaziergänger im Stadtpark auf einem gepflasterten Weg. Quelle: Markus Holz
Garbsen-Mitte

Unternehmer Peter-Claus Rebohl aus Horst ist stolz auf seine Männer. Es hatte massive Kritik von Spaziergängern und Anliegern gehagelt, als die Gartenbauer Ende Sommer/Anfang Herbst nicht vorankamen. Jetzt sind alle Wege im Stadtpark wieder frei, die Bauzäune sind weg. Zum ersten Mal können Passanten auf dem gepflasterten Weg am Schwarzen See entlanglaufen. Ihr Pfützenslalom zwischen Kastendamm und Bolzplatz ist Geschichte.

Wegen der schlechten Zustände lassen die Stadt Garbsen und die Region Hannover in den kommenden Jahren das Wegenetz im Stadtpark neu bauen. Eine Reparatur lohnt nicht mehr. Der Zustand des Untergrundes ist zu schlecht. Hauptwege werden gepflastert, das Gemisch aus feinem Steingranulat und Sand verschwindet.

225 000 Euro stellen Stadt und Region für die ersten Bauabschnitte bereit. Die vollständige Sanierung des fünf Kilometer langen Wegenetzes könne bis zu 20 Jahre dauern, schrieb die Stadt 2017 in ihrem Konzept.

Hauptarbeit ist nicht zu sehen

Die Arbeiten an der Hauptverbindung zwischen Kastendamm und Bolzplatz hatten am 5. August begonnen. Wer heute die wenigen Hundert Meter fertigen Weges sieht, kann kaum glauben, dass ein Unternehmen dafür vier Monate braucht. Aber es war eben mehr zu tun, als nur Pflaster zu legen. Der gesamte Bereich rechts und links des Weges hat eine Drainage erhalten.

Die Wegseite zum Wasser ist mit tief eingesetzten Winkeln abgestützt, damit der Boden nicht wieder Richtung Seeufer abrutscht. Um dem Pflaster Stabilität zu geben, ist die sehr tonhaltige Erde tief ausgebaggert und wieder aufgefüllt worden. All das kann ein Spaziergänger heute nicht mehr sehen. „Die größte Arbeit steckt unter dem Weg“, sagte Rebohl-Mitarbeiter Maximilian Jindra am Donnerstag.

14 Tage früher fertig

Am Sommerende und Herbstanfang hat anhaltender Regen den Boden aufgeweicht. Die Firma konnte kein schweres Gerät mehr einsetzen. Darum drohte der Zeitplan, aus dem Ruder zu laufen.

Zwischenzeitlich hatten Firma und Stadt kurz vor Weihnachten mit der Öffnung der Wege kalkuliert. „Aber die Mitarbeiter haben Überstunden und Sonnabendschichten gemacht, damit es schneller geht. Jetzt sind wir 14 Tage früher fertig“, sagte Rebohl.

Die Stadt hat die Arbeiten am Donnerstag inspiziert und die Anlage ohne Beanstandungen abgenommen. Danach wurden die Bauzäune weggeräumt, Gerät und Material abgefahren. Im Frühjahr wird eine Wiese neu eingesät, auf der seit August das Baumaterial lagerte. „Aber wir sind jetzt hier fertig“, sagte Jindra, zog mit den Kollegen die Parkverbotsschilder an der Granatstraße aus den Halterungen, packte alles ein und verließ die Baustelle, die ihn vier Monate lang beschäftigt hat – die nächste wartet schon

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Von Markus Holz

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