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Garbsen Betrieb am neuen Campus beginnt: Garbsen begrüßt erstmals 390 Erstsemester
Aus der Region Region Hannover Garbsen Betrieb am neuen Campus beginnt: Garbsen begrüßt erstmals 390 Erstsemester
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09:04 15.10.2019
"Ich hoffe, ihr haltet durch": 310 Erstsemester-Studenten im Maschinenbau und 80 Studenten im Fachbereich Produktion und Logistik erhielten Informationen über Inhalte und den Ablauf ihres Bachelor-Studiums. Quelle: Linda Tonn
Garbsen

Er müsse noch einen Moment warten, sagt Stephan Kabelac. „Die letzte Gruppe ist noch auf der Brücke, aber gleich da.“ Mit „Brücke“ meint der Professor an der Fakultät für Maschinenbau die Verbindung zwischen der Stadtbahnhaltestelle Schönebecker Allee und dem Campus Maschinenbau. Auf der befinden sich noch etwa 40 Erstsemester der Leibniz-Universität Hannover (LUH), die sich für eine Auftaktveranstaltung auf den Weg nach Garbsen gemacht haben. Am Morgen sind sie bereits im Welfenschloss begrüßt worden.

"Ganz anders als Sie es aus der Schulzeit kennen": In Vertretung von Dekan Jörg Wallaschek begrüßte Stephan Kabelac die neuen Studenten. Quelle: Linda Tonn

Betrieb in Garbsen beginnt

Schnell zeigte sich: Die Anfahrt von Hannover zum Campus „auf der grünen Wiese“ klappt schon einmal. Um etwa 13.40 Uhr ist der größere der beiden Hörsäle komplett besetzt – und mit einem „Willkommen an der LUH“ beginnt dann auch offiziell der Betrieb auf dem neuen Campus der Fakultät für Maschinenbau in Garbsen. Die Stadt habe sich lange auf diesen Tag vorbereitet, begrüßt Bürgermeister Christian Grahl die 310 Erstsemester im Fachbereich Maschinenbau und die 80 Erstsemester im Bereich Produktion und Logistik.

Etwa zehn Mal so viele Studenten, knapp 3800, zählt die Fakultät für Maschinenbau insgesamt. Je nach Semester werden sie ab sofort zwischen einem und fünf Tagen in der Woche den neun Hektar großen Campus an der Straße An der Universität bevölkern.

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Wie schon bei der offiziellen Eröffnung am 19. September gibt es auch an diesem Tag viel Lob für die Stadtverwaltung. „Dass die Straßen und Gebäude pünktlich fertig geworden sind, ist in erster Linie ein Verdienst der Garbsener Stadtverwaltung“, sagt Kabelac. Ja, die Studenten seien eine große Chance für die – im Vergleich zu Hannover – doch relativ kleine Stadt, so der Bürgermeister. „Aber eine kleine Stadt kann sich auf die neuen Studenten ganz anders konzentrieren, als eine große Stadt.“

Standorte besser verbinden

Und dennoch: „Ihnen ist es sicherlich erst einmal egal, ob Sie in Garbsen oder in Hannover sind“, sagt Grahl in Richtung der erwartungsvollen Gesichter. „Sie wollen studieren, und das ist auch gut so.“ Optimale Studienbedingungen würden die Studenten in der Stadt vorfinden. Die Stadtpolitik werde allerdings alles dafür tun, um die Mobilität zwischen den beiden Standorten zu verbessern, etwa mit einem Radschnellweg. Schon jetzt pendeln Busse zwischen dem Campus und der Stadtbahnhaltestelle.

„Es gäbe viel in Garbsen zu erleben“, wirbt der Bürgermeister. „Sie müssen auch nicht nur zum Studieren kommen.“ Dafür gibt es für jeden der Neuankömmlinge einen grauen Stoffbeutel mit Informationen über Garbsen und die Einladung zu einer Kneipentour.

"Auf diesem Campus herrschen optimale Studienbedingungen": Bürgermeister Christian Grahl richtete ein Grußwort an die Studierenden. Quelle: Linda Tonn

Im ersten Semester werden die Studenten nur an einem Tag in der Woche nach Garbsen kommen. Die Hauptvorlesungen besuchen sie in den größeren Hörsälen in der Nordstadt. „Schrittweise“ werden sie den Campus erobern, sagt Kabelac – den modernsten Maschinenbaucampus in Deutschland. Ab dem fünften Semester ist dann Garbsen der alleinige Aufenthaltsort für die Studenten. Dann könne man sich auch nach einer Bleibe in der Stadt umschauen, so Kabelac.

Umzug zieht sich noch hin

In den kommenden Wochen ziehen dann auch die einzelnen Institute mit ihren Mitarbeitern nach Garbsen. Ende April/Anfang Mai 2020 soll der Umzug abgeschlossen sein. Erst danach läuft der Forschungsbetrieb auf vollen Touren, dann wird studentisches Leben in der Stadt sichtbar.

Der Start in Garbsen ist für die 390 Erstsemester an diesem Tag in erster Linie vollgepackt mit Informationen: Im Schnelldurchlauf stellen sich Fachbereiche vor, es geht um Stundenpläne, Übungsgruppen, Klausuren und den Fachschaftsrat. Nach einer Stunde werden sie von Kabelac an die Tutoren aus der Fakultät übergeben, die sie in Kleingruppen über den Campus führen. „Ich hoffe, ihr haltet durch bis zum Studienende“, sagt er noch. Am späten Nachmittag geht es dann wieder zurück nach Hannover. Über die Brücke. Den Weg kennen sie ja schon.

Studentenwohnheim ist fast ausgelastet

Nicht nur auf dem Campus Maschinenbau zieht Leben ein, auch im neu gebauten Studentenwohnheim zeigen sich die ersten Lichter in den Zimmern. Die ersten 129 Studenten seien am vergangenen Freitag in das neue Wohnhaus in Garbsen eingezogen, sagt Michael Knüppel vom Studentenwerk Hannover. Das Studentenwerk ist Mieter in dem von Bauherr Markus Grimm gebauten Komplex. Rund 20 Quadratmeter messen die vollmöblierten Zimmer, die mit Bett, Tisch, kleinem Bad, Küchenzeile und Einbauschränken ausgestattet sind. Noch in dieser Woche werden laut dem Studentenwerk weitere 25 Mieter folgen. Die verbleibenden acht Zimmer würden zum 1. November vermietet. „Somit wird das Studentenwohnheim mit seinen 162 Wohnplätzen dann voll ausgelastet sein“, sagt Knüppel.

Für die rund 3800 Maschinenbaustudenten der Leibniz-Universität Hannover hat das Wintersemester 2019/20 begonnen. 390 „Erstis“ sind am Montag in Garbsen begrüßt worden.

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