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Garbsen Arbeitskreis will Bau der Radwege in Frielingen vorantreiben
Aus der Region Region Hannover Garbsen Arbeitskreis will Bau der Radwege in Frielingen vorantreiben
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13:27 15.08.2019
"Das ist hier lebensgefährlich": Heinz-Fred Schenk (von links), Wolfgang Ebert, beide vom Arbeitskreis Dorfentwicklung, und Ortsbürgermeister Peter Hahne. Quelle: Linda Tonn
Frielingen

Kurz hinter dem Ortsschild von Frielingen in Richtung Bordenau treten die Autofahrer aufs Gaspedal. „Auf der K 339 gilt Tempo 100“, sagt Wolfgang Ebert vom Arbeitskreis Dorfentwicklung. „Als Radfahrer auf der Straße zu fahren ist lebensgefährlich.“ Doch genau das müssen die Radfahrer tun. Denn obwohl seit den Neunzigerjahren darüber beraten wird, gibt es immer noch keinen Radweg zwischen Frielingen und Bordenau. Auch entlang der K 315 in Richtung Otternhagen haben Radfahrer keine eigene Spur.

Wege sind uneben und nicht beleuchtet

Man könne über die Felder nach Bordenau fahren, sagt Ebert. „Aber die Wege sind uneben und nicht beleuchtet, gerade in der dunkleren Jahreszeit fühlt man sich dort nicht sicher.“ Es habe schon einmal so ausgesehen, als stünde man kurz vor dem Bau der Radwege, erinnert sich Heinz-Fred Schenk vom Arbeitskreis Dorfentwicklung. Aus nicht nachvollziehbaren Gründen sei das Projekt wieder eingestellt worden.

Zuständig für die Radwege entlang der Kreisstraßen ist die Region Hannover. Eigenen Angaben zufolge will sie das Radfahren in der Region schneller, bequemer und sicherer machen und dafür das Verkehrsnetz auch zwischen den Kommunen und Ortsteilen ausbauen. Dafür wurde ein sogenanntes Vorrangnetz erstellt, darunter sind auch 286 Kilometer Radweg entlang von Kreisstraßen.

Radweg soll 2024 gebaut werden

„Der Radweg entlang der K 315 von Frielingen nach Otternhagen ist im Bauprogramm der Region Hannover für 2023/2024 eingeplant“, sagt Regionssprecher Klaus Abelmann. Die Planung beginne in diesem Jahr. Für die Strecke nach Bordenau stehe der Start noch nicht fest, sagt Abelmann. „Der Radweg ist aber im Vorrangnetz für den Alltagsradverkehr enthalten, deshalb ist ein Planungsbeginn in den kommenden fünf Jahren sehr wahrscheinlich.“ Allerdings könne es immer zu Verzögerungen kommen, weil Fördergelder gar nicht oder zu spät bewilligt würden.

Den Frielingern reicht das nicht aus. „Das ist zu spät dafür, dass wir schon seit zwanzig Jahren hoffen, dass es losgeht“, sagt Schenk. Gerade in Zeiten des Klimaschutzes würden viele Menschen auf das Rad umsteigen, doch dafür bräuchte man die passenden Wege – und zwar schnell. Am Beispiel der Verbindungen zwischen den Garbsener Stadtteilen Stelingen und Heitlingen sowie zwischen Horst und Schloß Ricklingen sehe man, dass diese Wege genutzt würden, sagt Ortsbürgermeister Peter Hahne. Die Stadt Garbsen hatte den Weg zwischen Stelingen und Heitlingen 2015 selbst bauen lassen, weil die Region in absehbarer Zeit nicht bauen wollte.

„Daran sieht man auch, dass solche Lösungen möglich sind“, sagt Hahne. Der Ortsrat Horst unterstütze das Engagement der Frielinger zu 100 Prozent. Man brauche allerdings die Hilfe der Region Hannover, so Ebert. „Uns ist es wichtig, dass wir nicht in Vergessenheit geraten.“ Das haben die Mitglieder des Arbeitskreises auch sichtbar gemacht: An den Ortsausgängen Richtung Bordenau und Otternhagen stehen seit Kurzem – angekettet an einen Baum – alte Fahrräder. „Pro Radweg“ ist darauf zu lesen.

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Von Linda Tonn

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