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Garbsen Blues Company eröffnet den Heitlinger Herbst
Aus der Region Region Hannover Garbsen Blues Company eröffnet den Heitlinger Herbst
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00:15 26.09.2018
Spielen leidenschaftlichen Blues: Todor "Toscho" Todorovic (links) und Bassist Arnold Ogrodnik. Quelle: Jutta Grätz
Heitlingen

Das Amphitheater in Troja, eine Bar in Jerusalem und nun der Pferdestall in Heitlingen: Die Musiker der Band Blues Company sind Weltbürger in Sachen Blues und haben am Freitagabend mit einem fulminanten Konzert die 29. Saison der Kulturreihe Heitlinger Herbst eröffnet. Drei Stunden hat das Sextett um den charismatischen Bandleader Todor Todorovic, den alle nur „Toscho“ nennen, alle Kapitel seiner mehr als 40-jährigen Bandgeschichte aufgeklappt – authentisch, spielfreudig und auf höchstem musikalischen Niveau.

„Toscho, zeig uns, was der Blues ist“, feuert Organisator Günter Tegtmeyer Todorovic an. Er und sein Heitlinger-Herbst-Sozius Dieter Albrecht hatten einige Jahre lang versucht, die Band nach Heitlingen zu holen. Und ob als Quartett mit Toschos Partner Mike Titré an der Gitarre, mit Arnold Ogrodnik (Bass, Keyboard) und Drummer Florian Schaube oder mit geballter, fast orchestraler Kraft mit den Bläsern Uwe Nolopp (Trompete) und Robert Kretzschmar am Tenorsaxofon: Die Musiker leben den Blues und ziehen vom ersten Takt an alle Register ihres Könnens.

Von Populär bis politisch

Sie bringen den Pferdestall zum Tanzen mit dem mitreißenden „Get up and Boogie“, klingen melancholisch, fast trotzig in „Ain’t give it up“ und covern lässig die Hymne an die Solidarität aus der Woodstock-Ära „Let’s work together“, bei dem Titrés langes, elektrisierendes Harp-Spiel auf Todorovic markante Gitarrenläufe trifft. Politisch wird es mit den Eigenkompositionen „Guns“ als Kritik an der amerikanischen Waffenlobby und dem eindringlichen Antikriegs-Blues „Red Blood“ –entstanden Anfang der Neunzigerjahre in Toschos Heimat Jugoslawien. „Die Welt ist nicht friedlicher geworden seitdem“, sagt der Sänger. Und Todorovic zelebriert im heißen Pferdestall auch sein Lieblingslied „Brother where are you?“, bei dem seine raue Blues-Stimme reizvoll mit den druckvollen Bläsern kontrastiert und Mississippi-Südstaatenfeeling in Garbsens kleinstes Dorf bringt.

Nach fünf Zugaben, darunter das frenetisch gefeierte „Hidaway“ von Freddie King mit knackigen Jimi-Hendrix-Akzenten und Fleedwood Macs „Albatros“, entlässt die Blues Company die Gäste in die kühle Herbstnacht. „Diese Kulturreihe ist toll – ein Lebenswerk“, sagen Sybille Elsner und Steffen Heinze aus Stelingen, die seit Anfang der Neunzigerjahre zum Heitlinger Herbst gehen. Auch Bernhard Tönjes aus Seelze hat seit 2008 fast keinen Termin verpasst. „Die Bandbreite von Musik bis Kabarett ist super.“

Von Jutta Grätz

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