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Garbsen CDU/FDP-Gruppe fordert Rücktritt von Stadtbaurat Hauke
Aus der Region Region Hannover Garbsen CDU/FDP-Gruppe fordert Rücktritt von Stadtbaurat Hauke
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10:52 15.05.2019
"In einem privatrechtlichen Arbeitsverhältnis hätte man vermutlich eine Probezeitkündigung geprüft": Die CDU/FDP-Gruppe im Rat der Stadt Garbsen ist nicht gut auf den Stadtbaurat Frank Hauke zu sprechen. Quelle: Gerko Naumann
Garbsen

Aus Sicht der CDU/FDP-Gruppe im Rat der Stadt Garbsen wäre ein Rücktritt des Stadtbaurats Frank Hauke „konsequent“. Er habe sich selbst in die Lage gebracht, dass derzeit in der Politik über seine Abwahl diskutiert werde, erklären der Fraktionsvorsitzende Heinrich Dannenbrink und Björn Giesler, Vorsitzender der CDU Garbsen, in einem Schreiben zu diesem Thema.

CDU/FDP: Hauke ignorierte Ratsbeschluss

Darin erinnern sie daran, dass der Rat vor Haukes Wiederwahl im Jahr 2017 mit großer Mehrheit beschlossen hatte, dass der künftige Bauderzernent auch für den Bereich Hochbau zuständig sein sollte. Gegen diese „Umorganisation habe Hauke keinerlei Bedenken geäußert“, teilt Dannenbrink mit. Erst kurz nach der Wiederwahl, die für acht Jahre gilt, habe Hauke diesen Schritt „massiv abgelehnt“, weil er eine Überlastung befürchtete – sodass der Rat von den Plänen Abstand genommen habe. Das sei nicht akzeptabel, findet die CDU/FDP-Gruppe: „In einem privatrechtlichen Arbeitsverhältnis hätte man vermutlich eine Probezeitkündigung geprüft.“

Das daraufhin völlig unterkühlte Verhältnis zwischen Bürgermeister Christian Grahl und Hauke habe daraufhin bei einer Sitzung des Bauauschusses im Februar seinen Tiefpunkt erlebt. Dort stritten sich die beiden Männer „öffentlich und lautstark“, schreibt Dannenbrink. Und weiter: „Seit dem Folgetag ist der Baudezernent krankgeschrieben.“

Rücktritt oder Abwahl?

Anders als die Grünen in Garbsen sieht die CDU/FDP-Gruppe offenbar keine Möglichkeit mehr, dass Hauke ins Rathaus zurückkehrt. „Deshalb sind wir gezwungen, alle Möglichkeiten zu prüfen“, heißt es. Dazu gehört neben dem freiwilligen Rücktritt auch die Abwahl, die den Steuerzahler nach Dannenbrinks Berechnung 420.000 Euro kosten würde. Das sei viel Geld, aber „besser als ein Bauamt ohne arbeitsbereiten Chef“.

Von Gerko Naumann

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