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Garbsen Grüne wollen eine Tiny-House-Siedlung für Garbsen-Mitte
Aus der Region Region Hannover Garbsen Grüne wollen eine Tiny-House-Siedlung für Garbsen-Mitte
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11:41 16.08.2019
Mobile Häuschen bald auch in Garbsen? In einem Tiny House leben die Bewohner auf wenigen Quadratmetern. Quelle: privat
Garbsen-Mitte

Garbsen braucht bezahlbaren Wohnraum, und zwar schnell. Möglich wäre das laut den Garbsener Grünen mit einer sogenannten Tiny-House-Siedlung – das sind wenige Quadratmeter große mobile Wohnhütten. Die Partei fordert die Stadtverwaltung auf zu prüfen, ob auf dem Gelände des neuen Campus Maschinenbau eine solche Siedlung geschaffen werden könnte. Die Planungskosten sollen im Haushalt 2020 bereitgestellt werden.

„Der Wohnraum in Garbsen ist knapp – insbesondere der bezahlbare Wohnraum“, sagt der Fraktionsvorsitzende Darius Pilarski. Gleichzeitig gäbe es Flächen in der Stadt, die für eine langfristige Wohnbebauung ungeeignet seien. Eine Siedlung von mobilen Wohnhäusern könnte diese Lücke schließen. „Man muss dem Problem mit innovativen Lösungen begegnen und dem nachhaltigen und energieeffizienten Wohnen Raum geben.“

Siedlung auf der Campusfläche

Für den Bau der ersten Siedlung schlagen die Grünen die sogenannte Vorhaltefläche Universität vor. Das ist das bislang unbebaute Areal westlich des neuen Campus und südlich des neuen Studentenwohnheims. „Die Vorhaltefläche ist perspektivisch für universitäre Zwecke vorgesehen“, so Pilarski. Ob diese in zehn Jahren, 20 Jahren oder überhaupt nicht benötigt werde, könne aus heutiger Sicht nicht beantwortet werden. Mit der Tiny-House-Siedlung könnte die Fläche zwischengenutzt werden. Ergänzend müssten weitere Flächen für solch eine Siedlung gesucht werden, so die Grünen.

Die Idee, in minimalistisch eingerichteten Mobilheimen zu leben, kommt aus den USA. Das sogenannte Tiny Home Movement propagiert dort das Leben in den kleinen, oft eigenhändig zusammengebauten Häusern. Die winzigen Häuschen mit oft nur rund 20 Quadratmetern Wohnfläche sind auch in Deutschland zunehmend gefragt – und das nicht nur für den Campingurlaub oder als Gartenhaus. Angesichts steigender Mieten und Immobilienpreise, Wohnungsnot und knappem Bauland werden diese XS-Behausungen laut der Bauwirtschaft und dem Deutschen Städte- und Gemeindebund auch für viele als Wohnraum immer interessanter.

Erfahrungen aus Hannover nutzen

In Hannover soll sogar die größte Tiny-House-Siedlung Europas entstehen. Die Stadt hat den Initiatoren jetzt ein 50.000 Quadratmeter großes Baugebiet am Nordrand des Kronsberg-Quartiers angeboten. Bis zum Jahresende 2019 haben sie das Exklusivrecht zur Planung auf dem Areal. Sie wollen dort für rund 210 Menschen klimaneutralen Wohnraum mit hohen Ökostandards schaffen.

„Gerne würden wir die Erfahrungen aus Hannover nutzen, um das Projekt auch in Garbsen in die richtige Bahn lenken zu können“, sagt Pilarski. Je nach Ausstattung liegen die Kosten für ein Tiny House bei 20.000 bis 80.000 Euro. „Unseres Erachtens sollte es möglich sein, das in Garbsen-Mitte bereits im Jahr 2021 die ersten Tiny-Houses stehen“, so die Grünen.

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Von Linda Tonn

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