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Garbsen Zu viele Auflagen: JKG-Schüler sagen Abi-Streich ab
Aus der Region Region Hannover Garbsen Zu viele Auflagen: JKG-Schüler sagen Abi-Streich ab
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00:17 20.06.2019
„Das wäre kein Abi-Streich geworden, sondern ein Schulfest": Jahrgangssprecher Maximilian Borowy ist traurig, dass es die beliebte Tradition in diesem Jahr am Johannes-Kepler-Gymnasium ausfallen wird. Quelle: Gerko Naumann
Auf der Horst

Es wird in diesem Jahr keinen Abi-Streich am Johannes-Kepler-Gymnasium im Stadtteil Auf der Horst geben. Diese Entscheidung hat sich der Abiturjahrgang – übrigens der letzte, der den Abschluss nach zwölf Jahren macht – gut überlegt. Außerdem wurde sie demokratisch getroffen, sagt Maximilian Borowy. Er ist Schulsprecher des JKG und hat sich im Komitee für die Planung des Abi-Streichs engagiert. „Wir haben uns mit einer Zweidrittelmehrheit entschieden, dass wir dieses Jahr auf den Streich verzichten“, sagt der Abiturient.

Ideen sind nicht umsetzbar

Er selbst sei traurig, dass diese Tradition in seinem Jahrgang nicht fortgeführt wird. Die gesetzlichen Vorgaben seien in den vergangenen Jahren aber einfach zu streng geworden: „Das wäre nicht lustig geworden“, befürchtet Borowy. Viele Ideen der Abiturienten seien von vornherein nicht umsetzbar gewesen, weil vorige Jahrgänge sie schon hatten – und sie seitdem verboten sind.

Was er damit meint, macht der 18-Jährige an einem konkreten Beispiel deutlich: „Vor ein paar Jahren war es noch üblich, die Autos der Lehrer mit Klopapier einzuwickeln“, sagt Borowy. „Heute würden wir uns dafür eine Anzeige wegen Sachbeschädigung einhandeln – und den Vorwurf der Umweltverschmutzung.“

Geld fließt in den Abi-Ball

Den Verantwortlichen des JKG um den neuen Schulleiter Thomas Göhmann mache der Jahrgang ausdrücklich keinen Vorwurf, betont Borowy. Sie seien eben dafür zuständig, die Einhaltung der Gesetze zu beachten. Den Kompromissvorschlag, eine Party auf dem Schulhof für alle Jahrgänge auszurichten, lehnten die Abiturienten jedoch ab: „Das wäre kein Abi-Streich geworden, sondern ein Schulfest auf Kosten unseres Jahrgangs. Das Geld investieren wir lieber in den Abi-Ball“, sagt der 18-Jährige.

Schulleiter Göhmann bestätigt, dass der Jahrgang erst gar kein Konzept für einen Streich vorgelegt habe. Das sei mittlerweile aber Voraussetzung. „Wir haben die Aufsichtspflicht und müssen uns vor der Landesschulbehörde verantworten, falls etwas passiert.“ So sei etwa der Einsatz von Wasserpistolen verboten, seitdem ein Schüler ausgerutscht und verletzt worden ist.

Kreativität ist gefragt

Mit etwas Kreativität und Einsatz sei es auch heute noch möglich, einen Abi-Streich auf die Beine zu stellen, findet Göhmann. Vor einigen Jahren habe ein Jahrgang den Vorplatz des Gymnasiums etwa mit tonnenweise Sand spontan in einen Strand verwandelt. Das sei nur gegangen, weil die Schüler ihr Werk „hinterher wieder bis zum letzten Krümel weggeräumt“ haben.

An der IGS Garbsen wird es auch in diesem Jahr einen Streich der Abiturienten geben, kündigt Schulleiter Andreas Hadaschik an. Dafür gelten jedoch auch an der Schule in Garbsen-Mitte klare Regeln. „Eine Vorgabe ist, dass das Gelände nicht stark verschmutzt hinterlassen wird“, sagt Hadaschik. So wolle er vermeiden, dass das Putzpersonal unnötig zusätzliche Arbeit aufgebrummt bekommt. Außerdem lege er Wert darauf, dass ein „gewisses Niveau nicht unterschritten“ wird, betont Hadaschik.

Prinzip hat sich überlebt

Ein paar Spiele, bei denen sich „Lehrer zum Affen machen müssen“, wird es auch am Geschwister-Scholl-Gymnasium in Berenbostel wieder geben, kündigt Leiter Volker Herholt an. Das Prinzip eines Streiches zum Abschluss der Schullaufbahn hat sich aus seiner Sicht allerdings ein wenig überlebt. Das Verhältnis zwischen Schülern und Lehrern sei heute viel mehr auf Kooperation ausgelegt als früher. „Da braucht es keinen Tag mehr nach dem Motto: Denen zeigen wir es nochmal“, sagt Herholt.

Am Johannes-Kepler-Gymnasium wird es in diesem Jahr keinen Abi-Streich geben. Quelle: Gerko Naumann

Von Gerko Naumann

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