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Garbsen Brandschutz an Schulen: Feuerwehr ist überlastet
Aus der Region Region Hannover Garbsen Brandschutz an Schulen: Feuerwehr ist überlastet
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12:11 30.11.2018
Die Freiwilligen Feuerwehren aus Garbsen haben wegen des mangelnden Brandschutzes an den Schulen viel zusätzliche Arbeit. Quelle: Gerko Naumann
Garbsen

Feuerwehrautos auf dem Schulhof – dieses Szenario gehört in Garbsen fast schon zum Alltag. Der mangelnde Brandschutz an der IGS in Garbsen-Mitte, am Geschwister-Scholl-Gymnasium in Berenbostel und am Johannes-Kepler-Gymnasium im Stadtteil Auf der Horst hat dazu geführt, dass die Helfer regelmäßig zu Übungen an die Schulen fahren müssen. Das entsprechende Gutachten zum Zustand des Brandschutzes, vor allem an der der IGS Garbsen, „hat uns im Sommer 2017 förmlich überrollt“, erinnerte sich Garbsens Ortsbrandmeister Thomas Cremer bei einer Sitzung des Feuerschutzausschusses.

Seitdem sei die Belastung für die Ehrenamtlichen deutlich gestiegen. Denn vor allem die Übungen an der IGS stellten sie vor besondere Herausforderungen, berichtete Cremer. Ein Problem sei etwa, dass bei allen Fenstern an der Schule das untere Drittel nicht zu öffnen sei. Das mache im Brandfall vor allem die Rettung der Schüler und Lehrer aus dem zweiten Obergeschoss der IGS schwierig. „Wir haben zwar tragbare Leitern, in der Höhe können wir sie aber nicht mehr benutzen“, sagte Cremer. Deshalb müsse die Verwaltung dringend Vorkehrungen treffen, um Fluchttreppen anzubauen.

Eine Übung pro Quartal und Schule

Außerdem seien die Übungen eine große zeitliche Belastung für die Helfer, die alle freiwillig für die Feuerwehr tätig sind. Allein die Evakuierungen an den drei großen Schulen müssen alle drei Monate wiederholt werden. „Wir sind jeweils mit etwa 15 Leuten im Einsatz. Wir müssen die gesamte Übung protokollieren“, sagte Cremer. Zudem schulen die Feuerwehrleute Lehrer und Mitarbeiter. Um die Arbeit aufzuteilen und schneller retten zu können, teilen sich die Feuerwehren das IGS-Gelände auf. Das heißt: Im Notfall werden auch die Helfer aus Horst, Schloß Ricklingen und Meyenfeld alarmiert.

Sogenannte Brandschutzwachen verschaffen den Ehrenamtlichen zusätzliche Überstunden, sagte Cremer. Wenn an den Schulen Veranstaltungen mit mehr als 100 Besuchern ausgetragen werden, muss die Feuerwehr aufpassen. Dafür werden Helfer notfalls von ihrem Arbeitgeber freigestellt. Die Zeit zählt als Einsatz, berichtete der Ortsbrandmeister. Es werde allerdings immer schwieriger, Freiwillige zu finden.

Die Ausführungen Cremers brachten den ehemaligen Ortsbrandmeister Rüdiger Kauroff (SPD) zu der Frage, ob die Feuerwehren in Garbsen ihre Aufgaben überhaupt noch bewältigen können. Cremer antwortete diplomatisch. Die Helfer stießen aufgrund der ohnehin steigen Einsatzzahlen in allen Stadtteilen an ihre Grenzen – schon ohne den Campus Maschinenbau, der im Herbst 2019 den Betrieb aufnehmen soll. „Es ist eine hohe Belastung“, betonte Cremer. „Mehr möchte ich dazu nicht sagen.“

Mehr über die Einsätze der Feuerwehren in Garbsen lesen Sie HIER.

Von Gerko Naumann

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