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Garbsen Ärger mit der Post: Brief ist 14 Tage unterwegs – innerhalb von Berenbostel
Aus der Region Region Hannover Garbsen Ärger mit der Post: Brief ist 14 Tage unterwegs – innerhalb von Berenbostel
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12:59 10.07.2019
Inzwischen können sie über den Vorfall lachen: Für die Zustellung dieses Briefs von Bernhard Haucke (links) an Gunther Koch hat die Post zwei Wochen benötigt. Quelle: Gerko Naumann
Berenbostel

Offenbar gibt es auch in Berenbostel immer wieder Probleme mit der pünktlichen Zustellung der Post. Mehrere Anwohner haben sich deswegen mit Beschwerden beim neuen Ortsbürgermeister Gunther Koch gemeldet. Und der hat selbst einen kuriosen Fall erlebt: Ein Brief seines Bekannten Bernhard Haucke, der ebenfalls in Berenbostel wohnt, an Koch, war exakt zwei Wochen lang unterwegs. Haucke wunderte sich, dass er von Koch keine Rückmeldung erhielt. Der darauf folgende Dialog hat sich nach Angabe der Männer etwa so abgespielt:

Haucke: „Hast Du meinen Brief bekommen?“ Koch: „Welchen Brief?“ Haucke: „Den, den ich vor über einer Woche abgeschickt habe.“ Koch: „Nein, bei mir ist nichts angekommen.“

Info über Trauerfeier kommt zu spät an

Mittlerweile können Haucke und Koch gemeinsam über den kuriosen 14-Tage-Brief lachen. Sie wissen aber auch von anderen Vorfällen aus dem Stadtteil, die nicht so positiv ausgegangen sind. So hat etwa Kochs Bekannter Günter Bodenburg berichtet, dass er seit Längerem auf eine Handwerker-Rechnung wartet. „Die Frist für einen Preisnachlass läuft ab, da geht es dann um bares Geld“, sagt Koch. Noch schlimmer sei gewesen, dass derselbe Bekannte einen Trauerbrief zu spät erhalten hat – nämlich erst nach der Beerdigung.

Hotline ist keine Hilfe

Um diese und andere Fälle anzusprechen, hat sich Koch jüngst auf den Weg zu einem Verteilzentrum der Post in Garbsen gemacht. Dort habe er sich nach einem Verantwortlichen durchgefragt, sagt der Ortsbürgermeister. Der habe ihm aus Datenschutzgründen aber nicht wirklich helfen können oder wollen. „Er gab mir lediglich den Tipp, die Hotline der Deutschen Post anzurufen und mich dort zu beschweren“, sagt Koch. Das hat er auch getan. Aus seiner Sicht vergeblich. „Ich habe nicht den Eindruck, dass das etwas gebracht hat.“

Von ähnlichen Problemen mit der Post hatte jüngt Unabhängigen-Ratsherr Günther Petrak aus Horst berichtet. Dort kommen Briefe und Pakete schon seit Jahren nur sehr unregelmäßig an, sagte Petrak. Nach unserer Berichterstattung haben sich viele Leser aus mehreren Stadtteilen in Garbsen gemeldet, die ähnliches erlebt haben und Petrak zustimmen. So schreibt eine Anwohnerin aus Garbsen-Mitte: „Wenn wir Glück haben, kommt die Zustellerin an drei Tagen pro Woche, öfter aber nicht.“ Bei derart schlechten Dienstleistung sei die gerade eingeführte Portoerhöhung nicht gerechtfertigt.

Operation musste fast abgesagt werden

Ein Leser aus Neustadt hat den Fall erlebt, dass fast eine Operation abgesagt werden musste, da ihn das „unterschriftspflichtige Formular des Krankenhauses nicht erreichte“. Es ging „trotz rechtzeitigem Absenden durch das Krankenhaus“ erst nach zehn Tagen in einem Stapel anderer verspäteter Briefe bei ihm ein, berichtet der Mann.

Trotz der zuletzt negativen Erfahrung will zumindest Bernhard Haucke der Post auch weiterhin vertrauen. Und das liegt nicht etwa daran, dass der 81-Jährige nicht in der Lage ist, E-Mails zu verschicken. Im Gegenteil: „Als Familienforscher bekomme ich etwa 100 Mails in drei Tagen. Da kann es schnell passieren, dass man aus Versehen etwas löscht oder übersieht.“

Post: „Situation ist stabil“

Post-Sprecher Jens-Uwe Hogardt kann nicht mehr nachvollziehen, warum der Brief von Haucke an Koch zwei Wochen lang unterwegs war. Grundsätzlich sei es aber so, dass alle Briefe nach Garbsen Station im Briefzentrum in Pattensen machen. „Beim Sortieren dort kann ein Fehler eines Menschen oder einer Maschine passiert sein“, sagt Hogardt. Normalerweise hätte das Schreiben am nächsten Tag zugestellt werden müssen. Hogardt räumt ein, dass es etwa um Pfingsten herum Probleme mit der Zustellung der Post in Garbsen gegeben hat. „Mittlerweile ist die Situation wieder sehr stabil. Wir sehen keinen Grund, uns Sorgen zu machen.“

Von Gerko Naumann

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