Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Garbsen Weg ums Seniorenzentrum Garbsener Schweiz ist zu holprig
Aus der Region Region Hannover Garbsen Weg ums Seniorenzentrum Garbsener Schweiz ist zu holprig
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
Jetzt kostenlos Testen Zur Anmeldung
00:17 04.03.2019
Monika Twachtmann und Dietrich Meer betrachten den holprigen Weg rund um das DRK-Seniorenzentrum Garbsener Schweiz. Quelle: Anke Lütjens
Anzeige
Altgarbsen

Der Weg um das DRK-Seniorenzentrum Garbsener Schweiz am Kochslandweg ist uneben und grob mit großen Steinen geschottert. Seit vielen Jahren wünschen sich Bewohner der Einrichtung, die noch mobil sind, den naturnahen Weg für Spaziergänge nutzen zu können. Das sei jedoch mit Rollator oder Rollstuhl unmöglich, sagt Monika Twachtmann von der Pflegedienstleitung. „Außerdem haben die Senioren Angst zu fallen.“ Der Schotterweg ist öffentlich und gehört der Stadt.

Auch Heimleiter Dietrich Meer hält den Weg für gefährlich. Er fährt selbst öfter mit dem Fahrrad zur Arbeit und hat eigenen Angaben auf der Strecke zwischen Seniorenzentrum und den Sportplätzen des TuS Garbsen einige kritische Situationen erlebt. In Gang gekommen war die Diskussion um den Weg bei einem Angehörigenabend. Diesen hatte der erst seit vorigen Oktober tätige Heim- und Bereichsleiter ausgerichtet, um sich vorzustellen. Dabei stellte eine Angehörige, die ungenannt bleiben möchte, die Frage nach der Nutzbarkeit des Weges. Sie suchte auch den Kontakt zu Garbsens Ortsbürgermeister Franz Genegel (CDU) und zur Stadtverwaltung.

Anzeige

Ortsbürgermeister will Weg befestigen

Genegel hat sich inzwischen mit Heimleiter Meer getroffen. Gemeinsam haben sie die Idee entwickelt, einen Kostenvoranschlag von einer Gartenbaufirma einzuholen und herauszufinden, was eine wie auch immer geartete Befestigung des Weges kosten würde. „Ich fände es sehr gut, wenn der Weg befestigt wird“, sagt Genegel. Es gäbe unsinnigere Investitionen als diese. „Wenn die Kosten im Rahmen bleiben, dann werden wir einen Antrag für Orts- oder Stadtrat stellen“, so der Ortsbürgermeister. Der Weg ist öffentlich, daher sieht er um so mehr den Anlass, dort etwas zu tun.

Stadt ist vorerst gegen Ausbau

Das sieht die Stadt anders. „Wir haben die Gehwege rund um das Seniorenheim aktuell geprüft, sie sind verkehrssicher“, teilt Stadtsprecherin Christina Lange mit. Es handele sich um naturnahe Pfade, die sich in die angrenzende freie Landschaft einfügten. „Ein Ausbau würde einen erheblichen Eingriff in die Landschaft darstellen. Dafür müssten auch natur- und artenschutzrechtliche Belange geprüft werden“, so Lange weiter. Für die neue Versiegelung müssten vermutlich auch Ausgleichsflächen ausgewiesen werden.

Die Verwaltung könne das Vorhaben derzeit aber nicht abschließend beurteilen. Sie habe in den vergangenen Jahren die westliche Seite des Kochslandweges in Richtung Garbsener Schweiz umfangreich saniert. Dort bestehe die Möglichkeit, den Naturraum bis an den Waldrand auch mit Rollstuhl und Rollator zu erleben.

Von Anke Lütjens

Anzeige