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Garbsen Kultursommer: So war die Jahr-100-Show mit Jörg Knör
Aus der Region Region Hannover Garbsen Kultursommer: So war die Jahr-100-Show mit Jörg Knör
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09:00 28.07.2019
Eine Chanel-Tüte reicht: Jörg Knör verwandelt sich in Modezar Karl Lagerfeld samt Katze Choupette. Quelle: Jutta Grätz
Garbsen-Mitte

Ob Modezar Karl Lagerfeld, Altkanzler Helmut Schmidt, Rocker Udo Lindenberg und sogar der Papst: Kabarettist Jörg Knör ist ein Chamäleon – und der Entertainer macht vor niemandem Halt. Mit seiner Jahr-100-Show hat er am Freitagabend sein Publikum in der IGS mit auf eine nostalgische Zeitreise genommen. Denn Knör feiert in diesem Jahr nicht nur seinen 60. Geburtstag: Seit 40 Jahren steht der Parodist, TV-Unterhalter und Musiker auf der Bühne. Drei Stunden lang karikierte, spielte, sang und zeichnete er sich im heißen Forum durch die Fernsehgeschichte und sein Leben - ganz persönliche Einblicke inklusive. Der Kulturverein Garbsen präsentierte den „König der Parodie“ beim Kultursommer der Region.

Es sind diese Weißt-du-noch-Momente: in denen Telefone noch moosgrün waren und eine Wählscheibe hatten. In denen Altkanzler Willy Brand mit einem Knopfdruck das Farbfernsehen startete und in denen in der „Reklame“ Tilly ihre Hände im Spülmittel badete. Knör kennt und kann sie alle. Und er verrät, während auf dem Bildschirm die Show „Am laufenden Band“ flimmert, dass Showmaster Rudi Carell sein Entdecker war.„Nach dieser Sendung war alles klar, Showmaster ist mein Beruf“, singt Knör. Wenn die Zuschauer die Augen schließen, scheint Carrell auf der Bühne zu stehen. Dort steht er – aber nur auf dem Papier: Knör malt noch schnell und mit nur ein paar Strichen ein Porträt des Niederländers.

Casting bei Biolek

Der Kabarettist erzählt zwischen Kindheit und Patchworkfamilie, zwischen Krisen, Fernsehpreisen und Modesünden, wie er sich meist frech durch sein Leben manöviert hat, und dass seine Achterbahnfahrt auch mal durch Täler führte. Er berichtet von seiner Begegnung mit Dr. Alfred Biolek beim ersten Casting – mit 15 in Köln. Und dass seine eigene Mutter damals Kopftuch trug, obwohl sie keinen Migrationshintergrund hatte.

Die Zuschauer treffen seine Idole wie Peter Alexander und Heinz Erhardt, Kollegen wie Harald Juhnke, Dieter Bohlen und Mario Barth, die Politiker Gerhard Schröder und Angela Merkel und natürlich Hans-Dietrich Genscher. Ganz eng sei er mit Vicco von Bülow alias Loriot gewesen und habe Hund Wim und Elefant Wendelin in der Sendung „Der große Preis“ seine Stimmen geliehen – Töröö. „Was für eine Begabung“, lobt Zuschauerin Christiane Stielau aus Havelse.

Meister der Parodie

Meisterhaft beherrscht er nicht nur die Stimmen, sondern auch die Mimik, Gestik und Körperhaltung. Nur wenige Requisiten reichen: Wenn er mit seiner Zigarette Qualmnullen in die Luft bläst wie Helmut Schmidt. Oder er sich mit einer Tüte des Modehauses Chanel und mit schön nasaler Stimme in Karl Lagerfeld verwandelt. „Sehr charmant und ein göttlicher Humor – und nicht unter der Gürtellinie“, findet Ilona Baranowski aus Altgarbsen. Und ein bisschen sentimental wird es bei George Michaels Lied „Jesus for a Child“, mit einem berührenden Saxofonsolo. Auf dem Bildschirm flimmern Schwarz-Weiß-Fotos: Kindheitserinnerungen mit dem Geschmack von Capri-Eis.

Als Knör im langen Mantel den Panikrocker Udo Lindenberg samt Song „Rock’ n Roll-Rollator“ gibt, kocht die Stimmung im ausverkauften Forum – ebenso bei der Rammstein-Heavy-Metal-Version von Howard Carpendales „Hello again“ als Zugabe. Das Publikum dankt mit lauten Pfiffen der Begeisterung und langem Applaus.

Von Jutta Grätz

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