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Garbsen Stadt Garbsen fördert soziales Projekt Clownswohnung
Aus der Region Region Hannover Garbsen Stadt Garbsen fördert soziales Projekt Clownswohnung
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18:00 02.04.2019
Clown Fidolo macht seine Späße mit Kindern in der hannoverschen Clownswohnung am Osterfelddamm. Quelle: Philipp von Ditfurth (Archiv)
Auf der Horst

 Die Wände leuchten schon in sonnigem Gelb, bunte Teppichfliesen sind auch schon verlegt – noch gleichen die Räume an der Skorpiongasse 33 aber einer Baustelle. Ende April wird dort ein ungewöhnlicher Bewohner einziehen: Clown Fussel. Die Räumlichkeiten, in denen bis vor drei Jahren noch das Team der Jugendhilfestation der Region arbeitete, werden aktuell zu einer sogenannten Clownswohnung umgebaut. Die offizielle Eröffnung und gleichzeitig der Tag der offenen Tür sind für Freitag, 26. April, geplant. Die genaue Uhrzeit wird noch bekannt gegeben. Ab dann steht einmal wöchentlich und an 50 Tagen im Jahr die Haustür offen für Kinder aus dem Stadtteil.

Träger der Clownswohnung ist die Caritas, die auch die benachbarte Suchtberatungsstelle betreut. Die Stadt Garbsen fördert das kulturpädagogische Projekt, das sich an Jungen und Mädchen im Alter von sechs bis zehn Jahren richtet, für zunächst drei Jahre. Das hat am Montagabend der Rat beschlossen. Die Stadt finanziert die Miete sowie die Nebenkosten für die Dreizimmerwohnung. Die Kosten für die Umgestaltung zahlen private Spender.

Projekt soll Grenzen überwinden

Das Konzept der Clownswohnung ist folgendes: Ein Clown und seine Helfer animieren die jungen Besucher, sich kreativ auszuleben. Im Programm stehen Theaterspielen, Jonglieren, Späße und Artistik – eben wie ein Zirkusclown – genauso wie Waffeln backen und Lieder singen. Das Projekt ist so konzipiert, dass jeweils an den Vormittagen Kinder aus Garbsener Kitas und Schulen Clown Fussel in seiner Wohnung besuchen. Nachmittags sollen die Räume ein Treffpunkt für Familien und Initiativen aus dem Stadtteil werden.

„Die Clownswohnung ist eine offenes Angebot, jeder kann kommen und mitmachen“, schreibt Garbsens Sozialdezernentin Monika Probst. „Das Projekt soll Raum schaffen für interkulturelle Begegnung und soll helfen, soziale Grenzen zu überwinden.“ Und zwar für Alt und Jung, denn auch für die Eltern biete die Clownswohnung eine Möglichkeit, miteinander in Kontakt zu kommen.

Hinter dem Projekt Clownswohnung steckt Clown Fidolo, mit bürgerlichem Namen Horst Schneider, den viele Garbsener unter anderem vom Kinderfest zum Start der Sommerferien auf dem Hérouville-St.-Clair-Platz kennen. Er und seine Frau Anne haben das Konzept vor mehr als zwölf Jahren entwickelt. So bietet beispielsweise im hannoverschen Stadtteil Roderbruch eine Clownswohnung in einer Flüchtlingsunterkunft einen internationalen Treffpunkt für die Bewohner des Quartiers.

Von Jutta Grätz

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