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Garbsen Stadt soll einen Manager für den Klimaschutz bekommen
Aus der Region Region Hannover Garbsen Stadt soll einen Manager für den Klimaschutz bekommen
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00:22 04.04.2019
Der Klimaschutzmanager soll auch Konzepte etwa für den Bereich der Mobilität entwickeln. Quelle: dpa
Garbsen-Mitte

Der Klimaschutz ist ein drängendes Thema – das wissen nicht nur die vielen tausend Schüler, die Freitag für Freitag auf die Straße gehen, um für Nachhaltigkeit und Umweltschutz zu demonstrieren. Die Stadt Garbsen will ihr Engagement in diesem Gebiet ausbauen und einen sogenannten Klimaschutzmanager einsetzen. „Wir sollten die Stadt in diesem Bereich gut aufstellen“, sagte Bürgermeister Christian Grahl. Der Klimaschutz bleibe eine Herausforderung, heißt es in einer Vorlage, über die der Rat der Stadt abstimmen soll. Die Ziele zum Einsparen von Kohlenstoffdioxid (CO2) seien regionsweit verfehlt werden, außerdem nähmen die Verbräuche von Energie jährlich zu. Der Klimaschutzmanager soll diesen Entwicklungen mit einem Konzept und klaren Zielen entgegensteuern.

Bund fördert die Stelle

„Die Stadt Garbsen setzt sich schon seit vielen Jahren für das Thema Klimaschutz ein“, sagte Grahl. „Wir haben schon die eine oder andere Maßnahme ergriffen.“ Seit ist Garbsen 1992 Mitglied in einem Klimabündnis und hat durch eigene Förderprogramme energetische Sanierungen unterstützt. Die Straßenbeleuchtung sei auf energiesparende LED-Technik umgestellt worden, so Grahl, zudem seien die jährlichen Umwelttage und weitere Aktionen wie das Stadtradeln wichtige Bausteine für ein klimafreundliches Garbsen. Seit Beginn des Jahres 2019 bezuschusst das Bundesumweltministerium die Kommunen, wenn sie einen Klimaschutzmanager einsetzen wollen. Über zwei Jahre lang werden 65 Prozent der Kosten vom Bund übernommen – und müssen nicht zurückgezahlt werden. Zudem gibt es Geld für Klimaschutzkonzepte etwa im Bereich der Mobilität. Für weitere drei Jahre würden 40 Prozent der Personalkosten übernommen.

Ob Garbsen tatsächlich einen Klimaschutzmanager bekommt, wird erst in der zweiten Jahreshälfte entschieden. „Der Ratsbeschluss steht unter Vorbehalt der Förderung durch das Bundesumweltministerium“, heißt es in der Vorlage. Erst wenn diese Förderung genehmigt ist, kann die Stelle ausgeschrieben werden. Bis ein geeigneter Bewerber ausgewählt ist, wird weitere Zeit vergehen. Kommunen wie Seelze und Wunstorf haben bereits einen Klimaschutzmanager.

Ersetzt der Klimaschutzmanager den Umweltbeauftragten?

Eine ähnliche Position – die des Umweltbeauftragten – gibt es schon bei der Stadt Garbsen. Allerdings ist diese Stelle derzeit unbesetzt. Die beauftragte Mitarbeiterin Christina Haupt fällt Angaben der Stadt zufolge aus gesundheitlichen Gründen bis zum Jahresende aus. „Ist es in Zukunft auch so geplant, dass es nur noch einen Umweltbeauftragten gibt, wenn der Bund bezahlt“, wollte Karsten Vogel (SPD) wissen. Auch die Fraktion der Grünen im Rat befürchtet, das die Stelle künftig wegfalle. „Umweltschutz taucht nicht mehr als Aufgabe im Organisationsplan auf, wie es bislang der Fall war“, monierte der Fraktionsvorsitzende Darius Pilarski. Es sei erschreckend, dass nicht nur die Umweltbeauftragte verschwinde, sondern dass auch der Themenbereich Umweltschutz aus der Zuständigkeit des Bürgermeisters in ein anderes Dezernat verschoben werde.

„Die Stelle der Umweltbeauftragten soll in jedem Fall wiederbesetzt werden“, sagte Grahl. Ein öffentliches Bewerbungsverfahren laufe derzeit. Seit März 2019 sei die Aufgabe „Umwelt“ dem Fachbereich 42 (Bauberatung, Verkehr und Stadtgrün) zugeordnet. So würden alle umweltrelewanten Themen in einem Dezernat bearbeitet.

Von Linda Tonn

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