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Garbsen Garbsen sucht einen neuen Sozialdezernenten
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10:00 13.12.2017
Wer wird Nachfolger von Sozialdezernentin Iris Metge (hier mit Bürgermeister Christian Grahl und dem Ratsvorsitzenden Hartmut Büttner)? Quelle: Gerko Naumann
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Garbsen-Mitte

 Die Suche nach einem Nachfolger für die scheidende Garbsener Sozialdezernentin Iris Metge kann mit Verspätung beginnen. Der Rat der Stadt Garbsen hat sich mit großer Mehrheit für einen aktualisierten Ausschreibungstext ausgesprochen. Metges achtjährige Amtszeit endet am 31. März, sie geht dann in den Ruhestand.

Stelle umfasst drei Fachbereiche

Das Besondere an der Stelle des Sozialdezernenten in Garbsen ist, dass sie im Wesentlichen drei Fachbereiche umfasst. Zum einen sind das die Gebiete Kinder, Jugend, Sport und Kultur sowie Soziale Dienste und Senioren. Zum anderen verantwortet der Sozialdezernent aber auch die Bereiche Hochbau und Gebäudewirtschaft – darin geht es etwa um Neu- und Umbauten der Schulgebäude, Kindergärten und Schwimmbädern.

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Die Aufgaben Hochbau und Gebäudewirtschaft wollte Bürgermeister Christian Grahl ursprünglich in den Zuständigkeitsbereich von Stadtbaurat Frank Hauke übertragen. Dieser habe ihm und führenden Ratsmitgliedern jedoch „unmissverständlich deutlich gemacht, dass diese zusätzliche Aufgabe in seinem Dezernat nicht mit Erfolg wahrgenommen werden kann“, erklärte Grahl bei der Ratssitzung.

Architekten können sich bewerben

Deshalb habe er entschieden, die Stelle des Sozialdezernenten in der bisherigen Form auszuschreiben – eben inklusive Hochbau und Gebäudewirtschaft. Das heißt unter anderem, dass sich auch Bewerber „mit einem abgeschlossenen Studiengang Architektur“ auf die Stelle bewerben können, wie es in der Stellenausschreibung heißt.

    Kritik an genau diesem Passus äußerte der SPD-Ratsherr Jens Holger Göttner. „Damit wurde die Ausschreibung verschlimmbessert“, sagte Göttner. Es sei seiner Meinung nach nicht logisch, dass sich auf die Stelle des Schul- und Sozialdezernenten auch ein Architekt bewerben könne. Der Bereich Hochbau müsse wie geplant in den Zustandigkeitsbereich des Baudezernenten verlegt werden, forderte Göttner und kündigte an, gegen den neuen Ausschreibungstext zu stimmen. Das tat er dann auch – allerdings als einziger im Rat.

Lob für Metge

Der CDU-Fraktionsvorsitzende Heinrich Dannenbrink sah das Problem gelassener. Auch er findet, dass der Hochbau mittelfristig in die Verantwortung des Stadtbaurates gehört. Andererseits habe Metge die Stelle in den vergangenen Jahren sehr gut ausgefüllt und gezeigt: „Es geht.“

Von Gerko Naumann

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