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Garbsen Hier finden Garbsener noch einen Ausbildungsplatz
Aus der Region Region Hannover Garbsen Hier finden Garbsener noch einen Ausbildungsplatz
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00:20 04.06.2018
Auch in der Gastronomie sind noch viele Stellen unbesetzt. Quelle: dpa
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Garbsen

Für das kommende Ausbildungsjahr, das am 1. August beginnt, sind noch 100 Stellen in Garbsen unbesetzt. Bei einer Lastminute-Ausbildungsbörse am Montag, 11. Juni, will die Jugendberufsagentur Garbsen Jugendlichen die offenen Stellen präsentieren und sie über ihre Möglichkeiten informieren. „75 Ausbildungsberufe werden dort vorgestellt“, sagt Eduard Insinger, Teamleiter des gemeinsamen Arbeitgeberservice.

Berufsberater hilft

Die unterschiedlichsten Unternehmen suchten noch Auszubildende: Es seien unter anderem noch Stellen als Mediengestalter, Sport- und Fitnesskaufmann, medizinischer Fachangestellte, Kaufleute für e-Commerce, in der Gastronomie und im Rohrleitungsbau frei, sagt Insinger. Die freien Stellen würden täglich aktualisiert. Zur Ausbildungsbörse von 14 bis 17 Uhr in der Jugendberufsagentur, Rathausplatz 8, können die Jugendliche ihre Bewerbungsmappen mitbringen. „Es wird auch ein Berufsberater vor Ort sein, der Hinweise gibt und Fragen beantwortet“, sagt Hartmut Berg, der Leiter der Jugendberufsagentur. Durch die Veranstaltung sollen die Betriebe im besten Fall nochmal einen „Schub“ an Bewerbern bekommen, wie er sagt. „Bewerben müssen sich die Jugendlichen aber selbst.“

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Immer weniger Bewerber

Dass noch im Juni so viele Stellen unbesetzt sind, zeichne sich mittlerweile als Trend ab, sagt Insinger. Viele Jugendliche hätten gute Chancen auf dem Ausbildungsmarkt, würden sich dann aber doch für die Schule entscheiden. Nur knapp 20 Prozent aller Realschüler würden sich für eine Ausbildung entscheiden. „Vielleicht liegt es auch an dem unübersichtlichen Angebot an Ausbildungsstellen“, vermutet Berg. Die Schule sei für viele eine „sichere Bank.“ Es passiere aber immer häufiger, dass die Jugendlichen dann die Lust am Unterricht verlören und sich ein Jahr später mit vielen Fehlzeiten und schlechten Noten auf Ausbildungsstellen bewerben würden. „Wir ermutigen auch Jugendliche, die schon einen Platz an der Schule haben zur Lastminute-Ausbildungsbörse zu kommen“, sagt Berg. Sie hätten dort die Möglichkeit, noch einmal darüber nachzudenken, ob eine duale Ausbildung nicht doch der bessere Weg ist.

Von Linda Tonn