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Garbsen Planetencenter: Management plant Parksystem
Aus der Region Region Hannover Garbsen Planetencenter: Management plant Parksystem
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16:23 28.02.2019
Um die Mittagszeit wird es eng auf dem Parkplatz des Planetencenters. Quelle: Sebastian Stein
Auf der Horst

Wer wochentags um die Mittagszeit einen der 600 Parkplätze am Planetencenter im Stadtteil Auf der Horst sucht, kann dafür durchaus mehr als eine viertel Stunde einplanen. Dutzende Autos schlängeln sich durch die engen Parkreihen und lauern auf ausparkende Fahrzeuge. Seit September vergangenen Jahres sind sukzessive Ärzte, Physiotherapeuten sowie Orthopäden in ein neues Gebäude an der Ecke der Straßen Auf der Horst und Planetenring gezogen. Die Parksituation habe sich dadurch deutlich verschärft, meinen Ortsbürgermeister Franz Genegel und Centerkunden.

Parkkonzept nicht ausgereift?

„Das ist ganz böse hier – zu jeder Uhrzeit“, meint Christian Fischer aus Havelse, während er am Donnerstag die Einkäufe im Kofferraum verstaut. Das Parkkonzept sei schlicht nicht ausgereift, sagt der 75-Jährige, der regelmäßig mit seiner Frau ins Planetencenter kommt. Die beiden sind gut zu Fuß unterwegs, doch vielen älteren Menschen geht es anders. Wenige Meter weiter hat der Fahrer eines privaten Beförderungsunternehmens für behinderte Menschen ausnahmsweise Glück gehabt und einen großen Parkplatz direkt vor der Arztpraxis ergattert. „Sonst hätte ich Probleme beim Ausladen“, sagt er. Zum Ärztehaus gehört zwar auch eine Tiefgarage, die jedoch auch von den Mitarbeitern genutzt oder deren Plätze vermietet werden können.

Gute Anbindung an Bus und Bahn

Ortsbürgermeister Franz Genegel schreibt an die Stadtverwaltung: Es entsteht der Eindruck, dass man sich vor dem Bau der neuen Gebäude keine Gedanken darüber gemacht habe, wo Angestellte und Patienten parken können. Die Stadt hingegen ist der Auffassung, bei der Planung der Gebäude seien nach geltendem Recht genug Stellplätze nachgewiesen und letztlich auch gebaut worden. Dafür gibt es in der Niedersächsischen Bauordnung eine Richtlinie. Demnach sei die Anzahl allerdings nur für den durchschnittlichen Bedarf gedacht – in Spitzenstunden könne es deshalb zu Engpässen kommen, heißt in der Antwort an Genegel, verbunden mit dem Hinweis: Der Standort sei auch sehr gut an den öffentlichen Nahverkehr angebunden.

Eine Mitarbeiterin aus dem Ärztehaus sieht die Situation etwas entspannter: Ein Parkplatz würde sich immer finden, wenn auch nicht direkt vor dem Haus. „Das ist Meckern auf hohem Niveau“, sagt sie. Ältere mit Gehbehinderungen seien oft die Leidtragenden, aber an vielen anderen Standorten sehe es nicht besser aus.

Demnächst drei Stunden parken mit Parkscheibe

Dem Centermanagement und dem Investor Rahlfs Immobilien Neustadt ist das Problem bewusst. Sie wollen in etwa drei Monaten ein intelligentes Parksystem einführen. „Wir sind in klärenden Gesprächen“, sagt Centermanager Stefan Sahr. Das könne am Ende so aussehen: Auf allen 600 Plätzen gilt freies Parken für drei Stunden. Nachweis ist die Parkscheibe. Ein Wachdienst kontrolliert. „Damit wollen wir die Pendler erreichen, die ihr Auto hier den ganzen Tag stehen lassen“, sagt Sahr. Der kleine P+R-Parkplatz an der Stadtbahn sei ab morgens zu 100 Prozent belegt. Wer als Pendler sein Auto vor die Geschäfte und Praxen stelle, verschärfe die Situation. Es sei Sache der Stadt und der Region, für Ausweichflächen entlang der Stadtbahn zu sorgen.

Mitarbeiter und Patienten, die absehbar länger parken müssen, erhalten einen digitalen Parkausweis. „Ein Patient zum Beispiel wird zum Empfang seiner Praxis gehen können, sein Nummernschild nennen und von dort aus freigeschaltet werden. Der Mitarbeiter des Parkplatzdienstes erkennt das sofort, wenn er das Nummernschild einscannt“, erklärt Sahr. Alle anderen ohne Berechtigung erhalten nach einer Einführungsphase Tickets. „Dann werden wir auch besser kontrollieren können, wo Mitarbeiter parken und ob sie ihren Kunden den Parkplatz vor dem Haus wegnehmen“, sagt Sahr. Ähnlich wie die Stadt verweist auch er auf Busse und Bahn vor der Haustür. „Am Ende muss das Konzept für alle erträglich sein. Wir wollen einen besseren Service bieten, aber wir können nicht mehr Parkplätze schaffen,“ sagt Sahr.

Von Sebastian Stein und Markus Holz

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