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Garbsen Stellplatzvorschrift soll gelockert werden
Aus der Region Region Hannover Garbsen Stellplatzvorschrift soll gelockert werden
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00:15 06.05.2017
Von Bernd Riedel
Auto oder Bus? Die Zahl der Stellplätze für Wohnbauten soll künftig auch von dieser Frage abhängen. Quelle: Bernd Riedel
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Garbsen

Auch die Möglichkeit der Ablösung durch Geld, wenn Parkplätze nicht nachgewiesen oder angelegt werden können, soll vereinfacht werden.

"Wir wollen weg von der starren Regelung, zwei Plätze nachweisen zu müssen", sagt Stadtbaurat Frank Hauke. Die neue Regelung werden stärker auf die einzelnen Ortsteile bezogen sein, außerdem führt sie eine wichtige Neuerung ein: Bei einer Wohnungsgröße bis zu 50 Quadratmetern soll ein Parkplatz ausreichen.

Bei Ein- und Zweifamilienhäusern gilt bisher: zwei Stellplätze pro Wohnung; bei einem Zweifamilienhaus mussten es sogar drei Parkplätze sein. Künftig sollen es nur noch ein oder zwei Plätze pro Wohneinheit sein, abhängig von der Lage zum Öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV), der Grundstücksgröße und dem Haustyp.

Bei Mehrfamilienhäusern müssen derzeit noch anderthalb Parkplätze pro Wohnung angelegt werden, künftig soll auch einer ausreichen, je nachdem wie nahe Stadtbahn-und Bushaltestellen sind. Bei Hotels und Pensionen wird die Vorschrift ebenfalls gelockert. Bisher mussten für je zwei Betten ein Parkplatz nachgewiesen werden, künftig nur noch ein Platz pro vier Betten.

Wichtig ist der Verwaltung die unterschiedliche Bewertung der Stadtteile. Dazu hat sie die Stadt in Zonen eingeteilt. Eine sehr gute Anbindung zum ÖPNV sieht die Verwaltung nur im Stadtteil Auf der Horst und Teilen von Havelse gegeben: weil die Stadtbahn dort verkehrt. Eine immerhin gute Anbindung attestiert sie Havelse, Altgarbsen, Garbsen-Mitte und Berenbostel – aufgrund der Busverbindungen. Alle übrigen Stadtteile werden als "dörflicher Bereich" deklariert, bei dem es eine rudimentäre bis ausbaufähige Anbindung durch Linienbusse gibt – was den erhöhten Einsatz von Autos nötig macht.

Der Ablösebetrag errechnet sich aus den Herstellungskosten (pauschal: 2500 Euro) plus Grundstückswert und soll 12500 Euro nicht übersteigen.

Die Politik ist sich noch nicht sicher, ob sie den Vorschlägen der Verwaltung so folgen will. In den Ortsräten ist das Thema nur weitergeleitet worden. Die Fraktionen meldeten weiteren Gesprächsbedarf an. Als nächstes Gremium beschäftigt sich der Ausschuss für Stadtentwicklung am Mittwoch, 17. Mai, 18 Uhr, im Rathaus.

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