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Garbsen Silvanusgemeinde: Was wird aus Krippenhaus und Fairem Laden?
Aus der Region Region Hannover Garbsen Silvanusgemeinde: Was wird aus Krippenhaus und Fairem Laden?
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00:16 21.03.2019
Zu groß und zu teuer: Silvanus muss das Kirchenzentrum auf dem Kronsberg verkaufen, um einen kleineren Neubau finanzieren zu können. Quelle: Jutta Grätz
Berenbostel/Stelingen

Die Silvanusgemeinde und der Stadtkirchenverband wollen das Kirchenzentrum auf dem Kronsberg und die beiden ehemaligen Pfarrhäuser verkaufen. Sie haben das Bieterverfahren für die Gebäude bis Ende Mai verlängert. Das haben Silvanus-Pastorin Gabriele Brand und Vertreter des Bauausschusses der Silvanusgemeinde mitgeteilt.

In den beiden Pfarrhäusern am Franzikusweg ist das Krippenhaus beheimatet, in einem auch der Faire Laden. Silvanus plant einen kleineren Neubau als Ersatz für Gemeindehaus und Kirchraum. Er soll zwischen dem heutigen Gemeindezentrum und den Internationalen Gärten entstehen.

Um den Neubau finanzieren zu können, muss die Gemeinde Grundstücke und Gebäude verkaufen. Interessenten können sich im Internet über die Objekte informieren und Gebote abgeben. „Es gab bereits einige Besichtigungen, und es gibt Interessenten“, sagte Pastorin Brand. Das Fenster für Interessenten bleibt in der Hoffnung auf weitere Angebote bis Ende Mai geöffnet. Der Betonbau aus dem Jahr 1975 ist mit 1200 Quadratmetern zu groß und zu teuer für die Gemeinde mit ihren 2800 Mitgliedern. Nach den Bestimmungen der Landeskirche stehen Silvanus nur etwa 270 Quadratmeter zu. „Die Zuweisungen der Landeskirche decken die Kosten nicht einmal ansatzweise“, sagt Brand.

Ortsrat sichert Unterstützung zu

Da feststeht, dass die Immobilien verkauft werden, sind die Zukunft des Krippenhauses und des Fairen Ladens derzeit unklar. Beides sind ökumenische Initiativen von Silvanus und der Kirchengemeinde St. Raphael. „Wir wollen die Projekte unbedingt erhalten“, betont Rüdiger Kniza vom Bauausschuss der Silvanusgemeinde. „Wir hoffen, dass jemand die Häuser kauft und nicht für den Eigenbedarf nutzt“, sagte Brand. Krippenhaus und Fairer Laden seien Projekte von großer Außenwirkung, betont der stellvertretende Ortsbürgermeister Dieter Roggenkamp und sichert die Unterstützung des Ortsrates für den Erhalt der Einrichtungen zu.

Im Krippenhaus stellt Sammlerin und Initiatorin Bärbel Smarsli, Gemeindereferentin von St. Raphael, seit 2013 mehr als 600 Weihnachtskrippen aus aller Welt aus – auf 190 Quadratmetern und das ganze Jahr über. Und der Faire Laden ist nicht nur sichtbares Zeichen für den Titel Garbsens als Fair-Trade-Stadt: Die Verwaltung bestellt dort regelmäßig fair gehandelte Produkte für ihre Präsente zu Jubiläen – von Geburtstagen bis zu goldenen Hochzeiten. Die Stadt positioniert sich aktuell nicht zur Zukunft der beiden Projekte. Sie habe sich aber gegenüber Smarsli bereit erklärt, nach hilfreichen Wegen zu suchen, sagte Garbsens Pressesprecher Benjamin Irvin. Man wolle zunächst das Bieterverfahren abwarten und die sich daraus ergebenden Perspektiven.

„Gebäude hat Potenzial für ein Stadtteilzentrum“

Der Ortsrat Berenbostel/Stelingen hatte sich das Zentrum angesehen. Einige Mitglieder waren überrascht von der Größe und den räumlichen Möglichkeiten. „Das Gebäude hat doch das Potenzial für ein Stadtteilzentrum –, und es steht mitten im Quartier“, sagte Dieter Roggenkamp. Er denkt dabei an das Sozialprojekt Neuland, an das Büro des Quartiersmanagements und die Kinder- und Jugendgruppen. Pastorin Brand kennt diese Gedanken seit 2015. „Wir sind zeitgleich mit unseren Neubauplänen vor mehr als drei Jahren auf die Stadt zugegangen“, sagte sie, „wir haben alle Möglichkeiten angesprochen.“

Die Verwaltung habe einen Umbau samt Sanierung später abgelehnt. „Nicht barrierefrei und energetisch veraltet“, lautete die Begründung. Zudem seien die Pläne für das neue Stadtteilzentrum an der Wilhelm-Reime-Straße damals bereits spruchreif gewesen, hieß es.

Zum Zeitplan für das Bauvorhaben Stadtteil- und Jugendzentrum Kronsberg, zu dem es einen städtebaulichen Wettbewerb geben soll, äußerte sich die Stadt derzeit nicht. Der östliche Teil einer Ladenzeile gegenüber des Hochhauses soll im Sommer für den Neubau abgerissen werden.

Verein Neue Horizonte betreut Internationale Gärten

Für die Internationalen Gärten neben dem Kirchenzentrum von Silvanus gibt es eine konkrete Hoffnung: Der Verein Neue Horizonte, bis vor Kurzem noch Träger eines – jetzt aufgelösten – Spielkreises bei Silvanus, ist bereit, das Projekt zu koordinieren. „Wir planen dafür eine Satzungsänderung noch im März, damit auch Integrationsprojekte gefördert werden können“, sagt Fritz Michler, Vorsitzender des Vereins.

Die Internationalen Gärten waren 2007 initiiert worden als Kooperation von Silvanus mit dem Diakonischen Werk und den Gemeinden Alt-Garbsen und Willehadi. Auf der Fläche gärtnern Menschen aus vielen Nationen. Bis heute gilt der Grundsatz, dass nicht mehr als zwei Familien pro Herkunftsland Parzellen bewirtschaften. Auch die Politik hatte sich mehrfach für einen Erhalt des Leuchtturmprojektes ausgesprochen. jgz

Zwei Konzerte zum 50-jährigen Bestehen

Die Silvanus-Gemeinde feiert 2019 mit zwölf Aktionen ihr 50-jähriges Bestehen. Am Sonntag, 24. März, sind die Sänger des Ensembles Eternal Flames zu Gast im Gemeindezentrum, Auf dem Kronsberg 32. Das Ensemble unter Leitung von Ted Atkins verbindet unterschiedliche Musikstile; es wurde 2002 gegründet. So gehören zum Repertoire des Chores außer Gospel- auch Popsongs sowie Melodien aus Musicals und Filmen. Beginn ist um 17 Uhr. Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten.

Musik und Spaß verspricht der Auftritt der drei Sänger Carlini, Dodo Leo und Martin am Freitag, 5. April. Die drei Vollblutmusiker spielen eigene Songs und Coverversionen aus dem Bereich Rock, Pop, Soul, Blues und Folk. Ihr Versprechen: „Verwegene Unterhaltung mit Saiteninstrumenten, Perkussion und Gesang.“ Der Konzertabend beginnt um 19 Uhr. jgz

Von Jutta Grätz

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