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Garbsen So geht es mit dem Badepark in Berenbostel weiter
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00:37 05.05.2018
So sieht es auf dem Gelände des Badeparks in Berenbostel aus. Quelle: Gerko Naumann
Berenbostel

 Es knirscht bei jedem Schritt unter den Schuhen. Der Fußboden im ehemaligen Umkleidebereich des Badeparks Berenbostel ist mit Scherben und Schutt übersät. Aus der Wand hängen lose Kabel heraus, daneben haben Randalierer in fast jedem Raum Parolen geschmiert. Die Atmosphäre erinnert an eine Geisterstadt. Etwas mehr Leben herrscht hingegen noch im Außenbereich des Ende Mai 2016 abgerissenen Hallenbades. Dort nehmen zumindest ein paar Graugänse ungestört ihr tägliches Bad.

Im Spätsommer oder Herbst dieses Jahres soll auch der Rest der Ruine an der Ludwigstraße abgerissen werden, kündigt Garbsens Stadtsprecher Benjamin Irvin an. Dann sind die Umkleiden und das Nichtschwimmerbecken fällig. Dafür soll der Rat der Stadt Garbsen bei seiner nächsten Sitzung am Montag, 18. Juni, 100.000 Euro bereitstellen.

Abriss wird günstiger als geplant

Die Arbeiten werden damit sogar etwas günstiger als bislang angenommen. 2016 hatte die Politik im Haushalt 500.000 Euro vorgesehen. Nun sollen es insgesamt lediglich rund 350.000 Euro werden. Grund ist das aus Sicht der Stadt „gute Ausschreibungsergebnis“, teilt die Verwaltung mit.

Baustart ist für Mai 2019 geplant

Was die Garbsener aber noch mehr interessieren dürfte, ist der Zeitplan für dem Wiederaufbau. Und an dem hat sich in den vergangenen Monaten nichts geändert, betont Irvin. Der Bauantrag soll im Juli eingereicht werden. Mit dem Baustart rechnen die Verantwortlichen für den Mai 2019. Dann soll der rund 19,2 Millionen Euro teure neue Badepark entstehen. Der ist schwerpunktmäßig als Familien- und Freizeitbad eingeplant.

Gleichzeitig wird, das hat der Rat in der Zwei-Bäder-Lösung beschlossen, auch das Hallenbad am Planetenring Auf der Horst erhalten. Die Kosten für die Sanierung belaufen sich voraussichtlich auf etwa 6 Millionen Euro. Der Arbeitstitel für diese Einrichtung lautet: Sport- und Funktionsbad.

Eröffnung im Juni 2021

Wenn alles wie geplant vorangeht, können im neuen Badepark im Sommer 2021 wieder Besucher ins Wasser springen. „Wir liegen damit genau im Zeitplan. Wenn nichts dazwischen kommt, freue ich mich schon jetzt auf die Eröffnung im Juni 2021“, sagt Garbsens Bürgermeister Christian Grahl. Spätestens bis die Bagger rollen, dürfen die Graugänse auf dem Gelände also noch ihre Ruhe genießen.

Badepark oder Zentralbad? Was bisher geschah

Mai 2013: Der Rat beschließt die komplette Erneuerung des Badeparks Berenbostel. Schwimmbad und Außenanlagen sollen für 13,5 Millionen Euro saniert werden. 

Januar 2015: Laut Stadt sind Abriss und Neubau des Badeparks unumgänglich: Bausubstanz, Technik und sanitäre Anlagen sind marode, durch Chlorideinwirkung im Betontragwerk nicht sanierungsfähige Schäden entstanden. Geschätzte Gesamtkosten:  17,5 Millionen Euro. Der Sanierungsstau beim Hallenbad am Planetenring beträgt fünf Millionen Euro. Die Stadt legt ein Konzept für ein Zentralbad in Garbsen-Mitte vor.

12. Oktober 2015:  Der Rat beschließt, ein Hallenbad mit sechs Wettkampfbahnen an der Europaallee zu bauen. Baukosten: 14,8 Millionen Euro. Die  Einsparung bei den jährlichen Betriebskosten beträgt eine Million Euro. Ende Mai 2016 beginnt der Abriss des Hallenbades in Berenbostel.

12. Dezember 2016: Eine Ratsmehrheit beschließt auf Antrag der SPD, dass Garbsen kein Zentralbad bekommt, sondern einen erneuerten Badepark. Die Abstimmung ist auf Antrag der SPD geheim. 

30. Januar 2017: Die Kommunalaufsicht ist der Auffassung, dass der Beschluss rechtswidrig zustande gekommen ist. Es sei über den Antrag der SPD, geheim abzustimmen, vom Rat kein Beschluss gefasst worden. Die Prüfung ins Rollen gebracht hatte Bürgermeister Christian Grahl. Der Rat muss erneut abstimmen. 

20. Februar 2017: Eine Ratsmehrheit votiert wieder für den SPD-Antrag, den Badepark zu bauen. Der Rat hatte die Architekten Venneberg, Zech und Partner auch beauftragt, die Kosten von 19,2 Millionen Euro zu senken. Ideen dazu präsentiert Planer Ulrich Zech am 17. Oktober 2017.

11. Dezember 2017: Die Ratsmitglieder sprechen sich – gegen die Stimmen der Grünen - für eine Zwei-Bäder-Lösung aus. Das bedeutet: Der Badepark wird wieder aufgebaut. Er soll mit fünf Bahnen als Familien- und Freizeitbad genutzt werden. Die Technik des Hallenbads  als künftiges Sport- und Funktionsbad soll später saniert werden. Voraussichtliche Kosten: etwa 6 Millionen Euro. jgz

Von Gerko Naumann

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