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Garbsen Wasserschaden und Risse unterm Dach: Priebe-Halle ist gesperrt
Aus der Region Region Hannover Garbsen Wasserschaden und Risse unterm Dach: Priebe-Halle ist gesperrt
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12:37 06.06.2019
Die Karl-Heinz-Priebe-Halle in Osterwald bleibt bis voraussichtlich Ende des Jahres gesperrt. Quelle: Gerko Naumann
Osterwald

„Das ist wirklich ärgerlich“, sagt Garbsens Sozialdezernentin Monika Probst. Sie meint damit die derzeitige Sperrung der Karl-Heinz-Priebe-Sporthalle am Bredingsfeld in Osterwald – und spricht sicher vielen Sportlern aus dem Stadtteil aus dem Herzen. Notwendig wurde die Maßnahme zunächst, weil Ende April ein Wasserschaden in einer der Umkleidekabinen der Halle entdeckt worden ist.

Der allein wäre kein allzu großes Problem gewesen, sagt Probst. Ein paar Fliesen wurden herausgenommen, eine Maschine zum Trocknen aufgestellt. „In vier bis sechs Wochen wäre alles behoben gewesen.“ Deutlich mehr Sorge macht der Stadtverwaltung in Garbsen allerdings die Dachkonstruktion der Halle. Die ist im Zuge der Arbeiten wegen des Wasserschadens von Experten unter die Lupe genommen – und dabei sind erhebliche Mängel an den tragenden Teilen entdeckt worden.

Risse in den tragenden Teilen

Die sogenannten Binder, das sind bis zu 15 Meter lange in Schichten übereinander geleimte Holzkonstruktionen, die das Dach stützen, weisen teils meterlange Risse auf. „Ein Statiker hat uns deutlich gemacht, dass die Tragfähigkeit der Dachkonstruktion nicht mehr sicher gewährleistet ist“, sagt Fachbereichsleiter Hans-Jürgen Menzel. Die bittere, aber unausweichliche Konsequenz lautet: Vermutlich bis Ende des Jahres muss die Priebe-Halle wegen der Reparaturarbeiten für jeglichen Trainings- und Punktspielbetrieb geschlossen bleiben.

Das stellt für den SV Wacker Osterwald – den mit 1200 Mitgliedern größten Sportverein in Garbsen – ein großes Problem dar, sagt der Vorsitzende Michael Koch. Der SV sei der einzige Verein, der die Halle nutzt. „Etwa die Hälfte unserer Sportler trainieren dort regelmäßig“, berichtet er. Betroffen seien unter anderem die Handballerinnen, Fußballer, Turner, Tischtennisspieler, die Zumba-Gruppe und Kampfsportler. Die müssen nun längere Fahrtwege in Kauf nehmen und auf die Mithilfe der Stadt und anderer Vereine hoffen, sagt Koch.

Wacker-Chef kritisiert Kommunikation

Der Wacker-Chef zweifelt nicht an, dass die Halle aus Sicherheitsgründen gesperrt werden musste. Kritik übt er jedoch an der Kommunikation der Stadt mit den Verantwortlichen des Vereins. „Die Verantwortlichen geben uns immer nur auf Nachfrage Auskunft. Das ist bedauerlich“, sagt Koch. Für den Verein hat der Wegfall der Hallenzeiten jetzt schon spürbare Auswirkungen. „Einige Mitglieder sind zumindest vorübergehend ausgetreten. Der finanzielle Schaden liegt jetzt schon im vierstelligen Bereich“, berichtet der Vorsitzende. Viele Sportler oder deren Eltern seien einfach nicht in der Lage, die teils langen Strecken zu den anderen Hallen zurückzulegen. Dabei ist Koch dankbar, dass sich die Stadt überhaupt um Ausweichmöglichkeiten kümmert. Er befürchtet, dass sich die Lage im Winter noch deutlich zuspitzen wird. „Wenn die Fußballer nicht mehr im Freien, sondern wieder in den Hallen trainieren, wird es richtig eng.“

Sanierung soll im Herbst beginnen

Die Stadt will alles dafür tun, die Hallenzeiten möglichst gerecht zu verteilen, kündigt Sozialdezernentin Probst an. „Es werden aber nicht immer die gewohnten Tage und Zeiten der Gruppen sein können“, sagt sie. Die Reparatur der Priebe-Halle soll – wenn alles wie geplant läuft – Ende des Jahres abgeschlossen sein. Da sie vermutlich eine „niedrige sechsstellige Summe“ (Menzel) kosten werden, muss die Verwaltung eine Ausschreibung vorbereiten. „Gerade im Sommer sind die Unternehmen, die die nötige Ausrüstung haben, aber erfahrungsgemäß ausgebucht“, sagt Probst. Deshalb geht sie davon aus, dass die Sanierung der Binder im Herbst beginnt. „Wir hoffen, dass dann alles schnell über die Bühne geht.“

Von Gerko Naumann

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