Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Garbsen So modern wird das Studentenwohnheim am Campus
Aus der Region Region Hannover Garbsen So modern wird das Studentenwohnheim am Campus
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:36 22.03.2018
So soll das Wohnheim aussehen. Quelle: Visualisierung: Matthias Harms
Garbsen-Mitte

 Am Campus Maschinenbau in Garbsen nimmt ein weiteres Gebäudes langsam Formen an – zumindest auf dem Papier. Auf der Fläche an der Walter-Koch-Straße soll ein Studentenwohnheim mit 162 Einzelappartments entstehen. Der Unternehmer und Landwirt Markus Grimm aus Havelse, dessen Familie das Bauland gehört, investiert 12 Millionen Euro in die Studentenwohnungen. Bis zum Start des Wintersemesters 2019/20 sollen die neuen Bewohner einziehen können. Am Montag hat das hannoversche Architektenbüro Römeth BDA. Wagener Architekten den Entwurf für den vierstöckigen kastenförmigen Bau vorgestellt.

Um einen rechteckigen Innenhof gruppieren sich an den vier Seiten Trakte mit komplett möblierten Wohnungen. Die Miniappartments haben eine Größe von 22 bie 28 Quadratmetern. Ausgestattet sind sie mit einem eigenen Badezimmer mit Dusche, einer Teeküche, einem Wohnraum mit Schreibtisch, Stauraum und einem Bett. „Sechs der Wohnungen sind rollstuhlgerecht, 42 barrierefrei“, sagt Architekt Andreas Römeth. Zu jeder Wohnung gehört ein überdachter Fahrradstellplatz. Zudem stehen den Bewohnern Waschmaschinen und Trockner zur Verfügung.

So sehen die Zimmer im Studentenwohnheim aus. Quelle: Römeth BDA . Wagener Architekten

Fenster können nicht geöffnet werdem

Parkplätze für Autos kalkulieren die Architekten in kleinerer Anzahl ein. „Der Trend geht dazu, dass immer mehr junge Menschen gar kein eigenes Auto mehr besitzen“, so Römeth. Der Entwurf sehe zunächst nur 51 Stellplätze vor. Um 21 weitere Parkplätze könne man ihn noch erweitern. So ganz mitten auf der grünen Wiese steht das neue Wohnheim nicht. Das rund 8000 Quadratmeter große Areal grenzt im Osten an den künftigen Campus, nördlich liegt das Gewerbegebiet an der Osteriede. 

Wegen des Lärms könne man an diesen zwei Seiten des Wohnheims die Fenstern nicht öffnen, erklärt Römeth. Dafür sorge eine Lüftungsanlage dafür, dass die Zimmer immer mit frischem Sauerstoff versorgt würden. Wenn die Temperaturen wärmer werden, können die Studenten den begrünten Innenhof und die großzügige Außengelände nutzen. Im Gebäude soll es einen größeren Aufenthaltsraum geben. Auch ein Beachvolleyballfeld findet im Plan der Architekten Platz. 

Nicht mehr als 400 Euro pro Monat

Bevor er sich für den Entwurf der Architekten von Römeth BDA. Wagener entschieden habe, habe er sehr unterschiedliche Ideen für das künftige Wohnheim gesehen, sagt Investor Grimm. Sein Ziel ist es, die Warmmieten nicht über 400 Euro pro Monat ansteigen zu lassen. Das sehen auch die Vorgaben der Region Hannover vor, die den Neubau mit 2,7 Millionen Euro fördert: „Dieses Konzept bietet günstige Wohnungen, die komplett ausgestattet sind“, sagt Grimm. Man habe auch darüber nachgedacht, Wohngruppen und Einzelappartments zu mischen, um Wohnungen in verschiedenen Preisklassen anbieten zu können, sagt Grimm. Letztlich seien die Baukosten aber gleich geblieben. 

„Ich bin mir sicher, dass wir so das beste Angebot schaffen können“, sagt der Unternehmer aus Havelse, der in diesem Sommer mit dem Bau des Wohnheims beginnen will. Bis zum Start des Wintersemesters 2019/20 sollen die Wohnungen fertig sein. Die Planung sei eine große Herausforderung gewesen, sagt Grimm. Dennoch sei er froh, als Garbsener etwas zu dem langgeplanten Projekt Maschinenbaucampus beitragen zu können.

Bürgermeister Christian Grahl. Quelle: Gerko Naumann

Nachgefragt bei: Bürgermeister Christian Grahl

Mit wie vielen Studenten, die nach Garbsen ziehen, rechnen Sie derzeit?

Das ist schwer einzuschätzen, weil die Zahlen von Semester zu Semester variieren. Momentan gehen wir nach Schätzungen der Universität von 4000 Studenten und 800 Mitarbeitern auf dem Campus aus, Dreiviertel der Studenten kommen aus der Region Hannover. Zu Beginn werden vielleicht einige Hundert davon ihren Wohnort nach Garbsen verlegen. Da sind die 162 Plätze im neuen Wohnheim schon ein guter Start.

Und wo können die jungen Leute darüber hinaus in der Stadt unterkommen?

Wir haben in Garbsen einige große Unternehmen, die Wohnungen in der Preisklasse anbieten. Wie in jeder Uni-Stadt wird es Privatleute geben, die Zimmer an Studenten vermieten. Darüber hinaus entstehen mittel- und langfristig Wohnungen in der geplanten Neuen Mitte am Rathausplatz und im Baugebiet Berenbostel-Ost.

Wie kann die Stadt dazu beitragen, dass sich die „Neubürger“ auch in ihrer Freizeit wohlfühlen?

So etwas wie eine Kneipenszene entwickelt sich natürlich erst, wenn die Menschen da sind. Wir wollen aber auch für die Dinge werben, die es bereits gibt. Ich denke da zum Beispiel an das Kino und die zahlreichen Restaurants und Bars. Mit dem Schwarzen See liegt ein kleines Naherholungsgebiet ganz in der Nähe des Campus.

Interview: Gerko Naumann

   

Von Linda Tonn

Der Garbsener  Pastoralbezirk wird erweitert: Ab Sommer ist St.-Raphael auch für die Katholiken in Seelze und Letter zuständig. Gläubige aus beiden Städten sind am Sonntagabend erstmals gemeinsam den Kreuzweg gegangen.

22.03.2018

„Phönix“ heißt der Bilderzyklus, den Maler Björn Hauschild in der Willehadi-Kirche zeigt. Sein Bild „Auferstehung“ ähnelt seinem Werk, das beim Kirchenbrand 2013 zerstört wurde. Es symbolisiert Abschied und Neubeginn.

21.03.2018

Wilfried Aick bleibt Vorsitzender der SPD-Abteilung Altgarbsen/Garbsen-Mitte. Die Mitglieder bestätigten ihn ebenso wie seinen Stellvertreter Manfred Klüppel einstimmig im Amt.

18.03.2018