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Gehrden Mehr Leben in der Innenstadt
Aus der Region Region Hannover Gehrden Mehr Leben in der Innenstadt
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00:21 01.06.2018
Lebendige Innenstadt: An Markttagen ist die Fußgängerzone bis zum Marktplatz voll. Quelle: Wirausky
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Gehrden

Die CDU möchte in Gehrden eine Standortgemeinschaft etablieren. Darin sollen neben Einzelhändlern, Vertretern der Verwaltung auch die Immobilienbesitzer, Projektentwickler und Investoren zusammengefasst werden. Ziel der Gründung einer Standortgemeinschaft unter Federführung des Bürgermeisters müssten aus Sicht des CDU-Fraktionsvorsitzenden Thomas Spieker sein, innovative Konzepte für lohnenswerte und bezahlbare Anmietung von Gewerbeflächen für interessierte Geschäftsleute zu finden. Spieker möchte, dass alle für die Umsetzung dieses Prozesses notwendigen Akteure an einen Tisch zusammenkommen.

Doch nicht nur das. Gehrdens Anziehungskraft bleibe langfristig nur dann gesichert, wenn auch die Innenstadt wieder belebt werde. „Wir brauchen auch einen besseren Branchenmix und nicht nur Wohnbebauung“, sagte Spieker im Ausschuss für Finanzen und öffentliche Einrichtungen. Vom Dammtor bis zum Steintor müsse die Stadtmitte als Einkaufsstandort belebt werden. Ein erster guter und wichtiger Schritt sei die Innendstadtsanierung gewesen. „Sie hat eine hervorragende Voraussetzung für eine zukunftsfeste Kommune geschaffen“, meinte Spieker. Die Innenstadt müsse zudem ein Mittelpunkt der Begegnung und des Verweilens für alle Generationen sein. Deshalb möchte die CDU bei der künftigen Planung des Marktplatzes einen Landschaftsplaner hinzuziehen. „Ziel muss es sein, die wenigen kostbaren Ressourcen an Lebensraum und Grünflächen vernünftig zu gestalten“, fordert Spieker. Ein weiteres zentrales Thema sei die Schaffung neuer Parkflächen für Autos und Fahrräder in unmittelbarer Nähe der Innenstadt.

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Gehrdens Innenstadt kurz nach 18 Uhr: Die Fußgängerzone ist nahezu ausgestorben. Quelle: Wirausky

Das Wohlwollen von politischer Seite hat die CDU. Henning Harter (SPD) hält den Vorschlag für unterstützungswert. Harter erinnerte unter anderem daran, dass die SPD schon seit Längerem fordert, den Bau eines Parkdecks zu prüfen. In diese Kerbe stieß auch Hilmar Rump (FDP). „Wir brauchen Parkraum, sonst wird es keine Belebung der Innenstadt geben“, sagte er. Und auch die Liberalen hätten vor mehr als zehn Jahren den Antrag auf Bau eines citynahen Parkdecks gestellt.

Etwas zurückhaltend blieb Dirk Tegtmeyer (Gruppe Grüne/Linke). Zwar wünsche sich seine Gruppe nicht mehr Autoverkehr in der Innenstadt, doch aufgrund der Probleme gerade an den Markttagen würden sich Linke und Grüne auch nicht gegen mehr Parkplätze sperren. Tegtmeyer begrüßte zwar grundsätzlich die Initiative der CDU, gleichwohl fehlen ihm Visionen und konkrete Vorschläge.

Von Dirk Wirausky