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Gehrden 100-Sonnendächer-Programm soll Solaranlagen auf Gehrdens Häuser bringen
Aus der Region Region Hannover Gehrden 100-Sonnendächer-Programm soll Solaranlagen auf Gehrdens Häuser bringen
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14:00 29.08.2019
Hauseigentümer in Gehrden sollen durch das 100-Sonnendächer-Programm motiviert werden, Photovoltaik-Anlagen auf ihrer Häuser zu installieren. Quelle: Archiv
Gehrden

Eine Photovoltaik-Anlage auf jedem Dach der Stadt Gehrden, das ist das ambitionierte Ziel von Klimaschutzmanagerin Kira Janotta. Zusammen mit der Energiegenossenschaft Calenberger Land (ENER:GO) und der Klimaschutzagentur Hannover hat sie ein 100-Sonnendächer-Programm aufgelegt. Dabei bekommen Hausherren kostenlos Tipps zu Umsetzung, Finanzierung und Förderung.

Hintergrund des Projekts ist das sogenannte Energetische Stadtquartierskonzept Gehrden-Ost (ESQK), die Klimaschutzagentur Hannover erarbeitet hat. Im Ergebnisbericht wird dokumentiert, dass Klimaneutralität durch die Kombination von Effizienzmaßnahmen, Energieträgerwechsel und schnellem Ausbau der Photovoltaik erreichbar ist.

Teilnehmer bekommen eine Sonnenplakette

In einem Abschlussbericht sind 42 Punkte aufgeführt worden, wie der Klimaschutz in Gehrden zielgerichtet vorangetrieben werden kann. Für den „Ausbau der Photovoltaik“, einen zentralen Punkt, ergreift die Energiegenossenschaft ENER:GO in enger Abstimmung mit der Stadt und der Klimaschutzagentur nun die Initiative, um 100 Sonnendächer zu ermöglichen. Das Projekt soll ehrenamtlich begleitet werden; die Teilnahme wird mit einer Sonnenplatte des Künstlers Gerd-Peter Zaake belohnt. Die ENER:GO betreibt bereits eine Vielzahl stromerzeugender Anlagen auf Dachflächen, die überwiegend im Eigentum der Stadt Gehrden liegen.

Viele Dächer sind für Photovoltaik geeignet

Laut ESQK-Bericht hat Gehrden ein großes ungenutztes Potenzial an Dachflächen, das für Solaranlagen gut bis sehr gut geeignet ist. Die Stadt Gehrden und die ENER:GO möchten die Bürger nun ermuntern, ihre Häuser mit Photovoltaik-Anlagen nachzurüsten. „Dafür gibt es gute Argumente“, meint Klimaschutzmanagerin Janotta. Storm vom eigenen Dach sei nicht nur umweltfreundlich, sondern auch eine attraktive und geförderte Geldanlage mit hoher Rendite. Einzelne Familien in Gehrden nutzen Solarenergie bereits, um etwa das eigene E-Auto zu laden. Photovoltaik-Anlagen seien eine Investition mit Zukunft, betont Janotta.

Informationen im Bauwagen Zukunft

Um möglichst viele Bürger zum Mitmachen zu motivieren, soll ein Bauwagen als Informations- und Kommunikationsplattform fungieren: Der als Bürgerprojekt entstandene Bauwagen Zukunft weist mit seiner modernen Ausstattung mit Photovoltaik-Anlage, Stromspeicher und LED-Beleuchtung den Weg in eine nachhaltige und klimaneutrale Zukunft. Dort können sich alle Interessierten über das 100-Sonnendächer-Programm informieren und anmelden. Die Termine werden demnächst bekannt gegeben.

Alternativ können sich Interessenten jederzeit bei dem Geschäftsführer der ENER:GO per E-Mail an jansen.edmund@htp-tel.de anmelden. Informationen gibt es auch unter der Telefonnummer (01 72) 5 17 77 66 sowie nach einer E-Mail an janotta@gehrden.de.

Kein Geld für Sanierungsmanagement

Der Wunsch von Bündnis 90/Die Grünen, die Stelle im Sanierungsmanagement dafür einzusetzen, das energetische Stadtquartierskonzept Gehrden-Ost fortzusetzen, wird nicht erfüllt. Die Mehrheit der Politiker will aus finanziellen Gründen keine Stelle einrichten. Die Kosten dafür würden zu 65 Prozent gefördert, den Rest, etwa 175.000 Euro, müsste die Stadt für die nächsten fünf Jahre selbst aufbringen. „Dieses Kosten sind zu hoch“, sagte Holger Struß (SPD) in der Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Energie. Das sieht auch Thomas Spieker (CDU) so. „Das ist ein Geschäft der laufende Verwaltung“, sagte er. Will heißen: Klimaschutzmanagerin Kira Janotta soll das Programm künftig begleiten. Insgesamt wurden im Konzept 42 Maßnahmen für das Gebiet Gehrden-Ost vorgeschlagen. Ziel der energetischen Stadtsanierung ist, die Energieeffizienz von Gebäuden und der Infrastruktur im Quartier zu verbessern. dw

Von Dirk Wirausky

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