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Gehrden Adventskonzerte sind besinnlich und märchenhaft
Aus der Region Region Hannover Gehrden Adventskonzerte sind besinnlich und märchenhaft
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00:16 25.12.2018
In der Bonifatiuskirche stimmen die Chöre unter der Leitung von Silvia Wintergalen das Publikum besinnlich auf Weihnachten ein. Quelle: Ingo Rodriguez
Gehrden

Traditionell und klassisch – oder lieber mitreißend und mit viel Tempo: In Gehrden haben sich am Freitagabend in der katholischen und in der evangelischen Kirche fast 300 Konzertbesucher bei Auftritten mit völlig unterschiedlichen Stilrichtungen auf die bevorstehenden Festtage eingestimmt.

In der Bonifatiuskirche stimmen die Chöre unter der Leitung von Silvia Wintergalen das Publikum besinnlich auf Weihnachten ein. Quelle: Ingo Rodriguez

Mehr als 200 Besucher hatten sich beim Weihnachtskonzert in der bis auf den allerletzten Platz voll besetzten katholischen Bonifatiuskirche für eine besinnliche und harmonische Atmosphäre entschieden. Dort erlebte das Publikum Darbietungen von gleich vier verschiedenen Chören und Gesangsgruppen. Die Ensembles unter der Leitung der Kantorin Silvia Wintergalen treten schon seit etwa 15 Jahren jeweils am Freitag vor dem vierten Advent gemeinsam auf, um ihre Zuhörer in weihnachtliche Stimmung zu versetzen. In diesem Jahr waren es insgesamt 45 Chormitglieder im Alter von 5 bis 80 Jahren und zahlreiche Instrumentalisten, die für eine klassische Einstimmung sorgten. Schon beim Einmarsch im Kerzenschein ließen die Sänger aus dem Pop-Jugendchor „Poco Vivace“, dem ökumenischen Kirchenchor „Sing(g)fonettia“, dem Kinderchor „Mezzo-Kids“ und dem Ensemble „Die Revitas“ keine Zweifel aufkommen: Es soll harmonisch werden. „Wir werden besinnliche Momente erleben“, hatte auch Pfarrer Christoph Paschek angekündigt.

In der Bonifatiuskirche stimmen die Chöre unter der Leitung von Silvia Wintergalen das Publikum besinnlich auf Weihnachten ein. Quelle: Ingo Rodriguez

Dass die Sänger und Musiker mit der Programmleiterin Wintergalen dafür die passenden Stücke ausgewählt hatten, zeigte sich schnell. Viele der Besucher saßen mit geschlossenen Augen auf den Kirchenbänken und lauschten andächtig dem Chorgesang. Auf dem Programm standen amerikanische und deutsche Weihnachtslieder, begleitet von Streichern, Blechbläsern, Flöten und Klavier – klassische Werke, aber auch traditionelle Stücke zum Mitsingen. Dazu rief Wintergalen das Publikum auch mehrfach auf. Und als nach etwa einer Stunde alle Sänger und Musiker für ein gemeinsames Finale gesorgt hatten, gab es minutenlangen Applaus – und deshalb auch eine spontane Zugabe.

In der Margarethenkirche erlebt das Publikum beim Benefizkonzert der Band Fairytale erst eine märchenhafte musikalische Lesung. Anschließend sorgen Sängerin Laura Isabel Biastoch und Violinistin Berit Coenders mit ihren Darbietungen für schwungvoll mittanzende Besucher. Quelle: Ingo Rodriguez

Eine Extraschicht mit mehreren Zugaben mussten wenig später in der evangelischen Margarethenkirche auch die Musiker der Band Fairytale aus Hannover einlegen. Sie bescherten rund 75 Besuchern ein Adventskonzert der besonderen Art. Die bundesweit bekannte Gruppe um ihren Gründer, Gitarristen und Komponisten Oliver Oppermann ist ihren Fans in der Irish-Folk-Szene vor allem wegen umjubelter Auftritte vor großem Publikum bekannt.

Doch die Profimusiker können auch anders. Für ihren Auftritt in Gehrdern hatten sie sich eine Überraschung einfallen lassen. Immerhin war es ein Benefizkonzert zugunsten der Abenteuerfreizeiten der Kirchengemeinden in Gehrden und Wennigsen. Das Gastspiel in Gehrden hatten die Band und die Kirchengemeinde über gemeinsame persönliche Kontakte eingefädelt. Deshalb starteten die Musiker märchenhaft – mit einem sogenannten Storykonzert: Textabschnitt für Textabschnitt wurde ein Weihnachtsmärchen musikalisch inszeniert – spektakuläre Lichteffekte, Tanzeinlagen und Dampf aus zwei Nebelmaschinen inbegriffen. Und als der Hauptakteur des Märchens einer Elfenschar begegnete, klatschte das Publikum bei der musikalischen Umsetzung begeistert im Takt.

Im zweiten Teil des Konzerts gab es dann nur noch Fairytale, wie sie Fans von ihren Auftritten kennen: temporeich, schwungvoll –handgemachter Mystic Folk mit einem Hauch von Pop. Dass es das Publikum nach den Zugaben beim Schlussapplaus nicht mehr auf den Kirchenbänken hielt, war ein verdienter Lohn – auch für die rund 800 Euro, die die Band an Ticket-Erlösen für die Kirche erspielt hatte.

Von Ingo Rodriguez

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