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Gehrden Schottergärten: Information statt Kontrolle
Aus der Region Region Hannover Gehrden Schottergärten: Information statt Kontrolle
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21:25 24.06.2019
Nicht gerade vorbildlich: Auch die Stadt setzt an verschiedenen Stellen auf vermeintliche pflegeleichte Kiesbeete. Quelle: Dirk Wirausky
Gehrden

Das Thema Schottergärten wird gerade an verschiedenen Orten und Stellen diskutiert. Es gibt zwar eine eindeutige Regelung, kontrolliert wird sie aber nicht. In Hannover beispielsweise wird erwogen, die niedersächsische Bauordnung entsprechend konsequent durchzusetzen. Und das Land hat das „Aktionsprogramm zur Förderung insektenfreundlicher Privatgärten in Deutschland“ initiiert. Damit sollen Gartenbesitzer über die Problematik von Schottergärten informiert werden.

„Das ist ein akuelles Thema“

So ähnlich wünschen es sich auch die Grünen in Gehrden. „Das ist ein aktuelles Thema“, sagte Thomas Wahner im Ausschuss für Bau- und Städteplanung. Die Stadt solle daher dafür werben, dass Hausbesitzer ihre Gesteinsgärten umgestalten, und notfalls gemäß der niedersächsischen Bauordnung auch durchsetzen. „Wir müssen als Gemeinde darauf achten. dass die bestehende Regelung auch umgesetzt wird“, betonte Wahner. Die Verwaltung soll beauftragt werden, die gesetzlichen Vorgaben der niedersächsischen Bauordnung umzusetzen und in die Bebauungspläne zu übernehmen.

Versiegelung verhindern

Diese Vorgaben beinhalten, dass nicht überbaute Flächen an Häusern Grünflächen sein sollen, und dass unbebaute Flächen begrünt werden müssen. Damit sollen sowohl eine hochgradige Versiegelung als auch Schotterflächen verhindert werden. Ein Stein- oder Schottergarten gelte als pflegeleicht, allerdings bietet er auch kaum Lebensraum für Bienen, Schmetterlinge oder andere Insekten, meinen die Grünen. „Wir müssen auch das Kleinklima im Auge behalten“, sagte Wahner.

Bürger sollen motiviert werden

Das wiederum sehen die anderen Parteien etwas anders. „Wir greifen stark in die Regulierung der Bürger ein“, meinte Klaus Dörffer (CDU). Er setze vielmehr auf Motivation. Das macht auch Henning Harter (SPD). „Die Freiwilligkeit muss im Vordergrund stehen“, sagte er. Auch wenn er grundsätzlich der Ansicht der Grünen folge. Für Heide Rath (CDU) ist es zudem kaum möglich, die Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben zu überprüfen.

Fachbereichsleiter Wolfgang Middelberg glaubt, dass die Schottergärten eine Modeerscheinung seien, weil sie auf den ersten Blick vermeintlich weniger Pflegearbeit erfordern. Das sei aber ein Trugschluss. „Wir haben inzwischen festgestellt, dass der Aufwand eher höher ist“, gestand Middelberg mit Blick auf städtische Kiesbeete. Gleichwohl sei es ein hoher Aufwand, alle Privatgärten zu kontrollieren.

Eigentümer sollen informiert werden

Es wurde ein Kompromiss gefunden: Mit dem nächsten Grundsteuerbescheid sollen die Grundstückseigentümer schriftlich über das Thema informiert werden. Gleichzeitig soll die Stadt Beispielflächen anlegen. Es sollen Alternativen aufgezeigt werden, wie Schottergärten in pflegeleichte, aber sinnvolle ökologische Oasen umgestaltet werden können. Die Stadt in ihrer Vorbildfunktion müsse bestehende Schotterbeete im öffentlichen Raum in blühende Grünflächen umwandeln, betonen die Grünen.

Von Dirk Wirausky

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