Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Gehrden Ferienpass: Kinder lernen spielend die Solarenergie kennen
Aus der Region Region Hannover Gehrden Ferienpass: Kinder lernen spielend die Solarenergie kennen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:00 25.07.2019
Stromexperten: Die Kinder der Ferienpassaktion basteln eifrig einen Stromkreis aus Solarplatten und kleinen Motoren. Quelle: Dirk Wirausky
Gehrden

Julius war schon vergangenes Jahr dabei. „Und dieses Mal habe ich auch meinen kleinen Bruder mitgebracht“, sagt der Neunjährige. Überhaupt: Julius kennt sich mit Solarenergie bestens aus. „Strom ist mehr als das, was aus der Steckdose kommt“, sagt er. Er mache mit, weil er wissen wolle, was Energie eigentlich bedeutet. Und speziell, wie aus Sonne und Wind Energie gewonnen werden kann. Das interessiert auch den zwölfjährigen David. „Es macht Spaß, etwas über Solarenergie zu lernen“, sagt er. Marten weiß bereits, was Sonnenenergie bewirken kann. Der Siebenjährige hat zu Hause einen Roboter, der mit Solarenergie funktioniert.

Der Propeller dreht sich: Bennet (7) und Adrian (8) haben alles richtig gemacht. Quelle: Dirk Wirausky

„Energie-Forschertour: Von Sonnenfressern und Solarzellen“ heißt ein Angebot der Klimaschutzagentur, zu dem 15 Jungen und Mädchen im Rahmen des Sommerferienpasses in den Von-Reden-Park gekommen sind. Mit Lupe und Photovoltaik-Zelle, Ideen und Spiel erforschten die Kinder große und kleine Energiewunder. Begleitet wird das Projekt von der Naturonautin Lili alias Verena Stahnke.

Julius (9) und Bruder Johann (6) zeigen, wie sich ihr Ventilator dreht. Quelle: Dirk Wirausky

Zwei Stunden führt sie die Kinder spielerisch an die Solarenergie heran – in Theorie und Praxis. Nach der Frage „Was ist eigentlich Energie“ können die jungen Teilnehmer später aus Einzelteilchen und Kabeln einen solarbetriebenen Propeller zum Drehen bringen. Auch einfache Stromkreisläufe erstellen die Kinder. „Das ist überhaupt kein Problem“, meint der junge Forscher Carl.

Kinder lernen Energiequellen kennen

Kira Janotta, Klimaschutzmanagerin der Stadt Gehrden, beobachtet das spielerische Treiben mit Wohlwollen. Es könne gar nicht früh genug damit begonnen werden, Kinder über die erneuerbaren Energien aufzuklären, meint sie. „Es muss selbstverständlich sein, dass diese Energieformen genutzt werden können, um das Klima und die Umwelt zu schützen“, sagt Janotta. Und vielleicht könne das eine oder andere Kind ja sogar die Eltern davon überzeugen, Solarzellen auf das Dach zu bringen, meint Janotta augenzwinkernd.

Abschlussspiel: 15 Jungen und Mädchen haben bei der Aktion "Von Sonnenfressern und Solarzellen " mitgemacht. Quelle: Dirk Wirausky

So wie zahlreiche Hausbesitzer in Gehrden. 248 Anlagen gebe es im Stadtgebiet, sagt Janotta. Sie produzieren vier Megawatt im Jahr. „Das ist eine ordentliche Menge“, betont Janotta. Und die Stadt wolle weiter mit gutem Beispiel vorangehen. So sollen die Kitas am Nedderntor und Langes Feld mit Solaranlage ausgestattet werden.

Lesen Sie weiter:

– Ferienpass: Kinder bedrucken T-Shirts im Jugendpavillon

Ferienpass: Landfrauen kochen mit Kindern Drei-Gänge-Menü

Von Dirk Wirausky

Auf der Gehrdener Bezirkssportanlage ist auf dem Kunstrasenplatz auch das aktuell umstrittene Gummigranulat aufgebracht worden. Das könnte Konsequenzen haben.

24.07.2019

Digitale Strategien für das moderne Stadtleben wollte die Stadt Gehrden entwickeln. Und hat gehofft, in das Förderprogramm „Smart City“ des Bundes aufgenommen zu werden. Vergeblich.

24.07.2019

Große Feier für einen kleinen Jahrgang: In hohem Bogen sind die beiden künftigen Erstklässler Felicitas und Justus aus dem Kindergarten in Leveste geflogen. Doch sie fielen weich.

24.07.2019