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Gehrden Förderverein spendiert Klinikum Robert Koch neue OP-Technik
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10:54 14.08.2019
Der kaufmännische Direktor Manfred Glasmeyer (von links) und Holger Dorl von der Stabsstelle der kaufmännischen Direktion bedanken sich bei den Fördervereinsvertretern Helga Schmidale, Manfred Mücke und Klaus-Uwe Eckardt. Quelle: Ingo Rodriguez
Gehrden

Neue OP-Technik, ein Gerätewagen für Pflegekräfte und 20 neue Balkonstühle: Der Förderverein für das Klinikum Robert Koch Gehrden hat allein in diesem Jahr schon wieder rund 14.300 Euro investiert, um für das Personal und die Patienten mit der Anschaffung zusätzlicher Ausstattung und Geräten den Krankenhausalltag zu erleichtern. Der Fördervereinsvorsitzende Manfred Mücke legte jetzt im Klinikum eine Zwischenbilanz vor und präsentierte die jüngsten Neuanschaffungen.

Gerät baut bei Operationen im Bauchraum Druck auf

Besonders hob Mücke den Kauf eines sogenannter CO2-Insuflators im Wert von rund 4500 Euro hervor. Um zu erklären, wofür das Spezialgerät benötigt wird und warum sich die Mitarbeiter der Operationsteams den technischen Apparat gewünscht hatten, war auch der OP-Koordinator Eric Menzel zur offiziellen Übergabe gekommen. „Das Gerät wird bei minimalinvasiven Operationen im Bauchraum benötigt“, sagte Menzel. Es werde bei Eingriffen im Bereich der Schlüsselloch-Chirurgie eingesetzt, um bei einer Bauchspiegelung vor dem Einführen endoskopischer Instrumente den Bauchraum mit Druckluft aufzublähen.

Zwar seien im Klinikum bereits ähnliche Geräte im Einsatz. „Die neue Technik arbeitet aber mit warmen Gas“, sagte Menzel. Das komme dem Patienten beim Ausleiten der Narkose zugute. „Für den Operateur ist es hilfreich, dass die Video-Optik nicht mehr wegen der Temperaturunterschiede beschlägt“, sagte der OP-Koordinator. Außerdem ermögliche das neue Gerät, bei Eingriffen in der Bauchhöhle Blut ohne Druckverlust abzusaugen, weil die neue Generation der Insuflatoren automatisch warmes Gas in den Bauchraum nachblase. Der Vorteil: Weniger Wartezeit für den Operateur.

Das neue Gerät ermöglicht es, bei endoskopischen Eingriffen im Bauchraum den für die Operation notwendigen Druck im Körper aufzubauen. Quelle: Klinikum Gehrden

Ihren Dank sprachen dem Förderverein auch der kaufmännische Direktor des Klinikums, Manfred Glasmeyer, und Holger Dorl von der Stabsstelle der kaufmännischen Direktion aus. Sie berichteten von zwei weiteren Neuheiten: 20 neue Balkonstühle im Wert von rund 300 Euro sowie einen Transportwagen für das Material von Pflegekräften. „Der Kauf des Pflegewagens wurde durch die Spende einer dankbaren Patientin möglich, die nach einem Krankenhausaufenthalt bei uns die Urologie gebeten hatte, einen Wunsch zu äußern“, sagte Dorl. Rund 2200 Euro habe die Frau für die Neuanschaffung zur Verfügung gestellt. „Beim Kauf der Balkonstühle danken wir dem Förderverein für schnelle Umsetzung unsere Wunsches.“ Viele der älteren Stühle seien stellenweise marode und beschädigt gewesen. „In diesem heißen Sommer wäre es sehr problematisch gewesen, wenn nicht alle Patienten und Angehörige auf dem Balkon hätten sitzen können“, sagte Dorl.

Förderverein investiert seit 1999 rund 350.000 Euro

Für das Klinikum ist die Unterstützung des Fördervereins eine große Hilfe. „Es sind zum Teil wiederkehrende Neuanschaffungen aber auch Einzelkäufe, die im Klinikumsbudget nicht inbegriffen sind, aber Mitarbeitern, Patienten oder Angehörigen ihre Arbeit und den Aufenthalt erleichtern“, beschrieb der Vorsitzende Mücke noch einmal das Ziel. Für Investitionen stehen dem derzeit rund 300 Mitglieder zählendem Verein die Mitgliedsbeiträge und Spenden zur Verfügung. Die Liste der Anschaffungen ist lang: Finanziert wurden in den vergangenen Jahren bereits medizinische Geräte, Verschönerungsaktionen, Einrichtungsgegenstände und psychologische Seminare für Patienten bis hin zum Stillstuhl für junge Mütter. Laut Mücke ist die Gesamtfördersumme seit der Vereinsgründung 1999 auf etwa 350.000 Euro angestiegen.

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Von Ingo Rodriguez

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