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Gehrden Grüne wollen keine Schottergärten mehr im Stadtgebiet
Aus der Region Region Hannover Gehrden Grüne wollen keine Schottergärten mehr im Stadtgebiet
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13:38 30.08.2019
Geht es nach den Grünen, wird es solche Steingärten bald nicht mehr geben. Quelle: Archiv
Gehrden

Die Grünen haben erneut gefordert, dass in Gehrden das geltende Baurecht wirklich umgesetzt und eingehalten werden soll. Parallel dazu solle darüber informiert werden, bestehende Schottergärten abzureißen und Alternativen aufzuzeigen, um diese in pflegeleichte, aber sinnvolle ökologische Oasen umzugestalten. Die Stadt solle in ihrer Vorbildfunktion bestehende Schotterbeete im öffentlichen Raum in blühende Grünflächen umwandeln, heißt es in dem Antrag.

Grüne: Schottergärten schaden der Umwalt

Schottergärten gelten als pflegeleicht und werden darum immer beliebter. Sie schaden aber nach Ansicht der Grünen der Artenvielfalt und dem Klima. „Die nicht überbauten Flächen von privaten und gewerblichen Grundstücken bilden ein wichtiges Potenzial für die Artenvielfalt von Pflanzen und Tieren in der Stadt“, meinen die Grünen. Auf den Grundstücken könne sich dieses Potenzial durch standortgerechte Bäume, Sträucher, Blühpflanzen und Gräser entfalten und biete damit Insekten, Vögeln und Kleinsäugern einen Lebensraum. Zugleich leisteten diese Grünflächen einen positiven Beitrag zum Stadtklima und für ein gesundes und lebenswertes Umfeld für Menschen.

Dabei sind die Bestimmungen eindeutig. Laut niedersächsischer Bauordnung müssen nicht überbaute Flächen eines Baugrundstücks Grünflächen sein – ausgenommen sind beispielsweise Zufahrten oder Terrassen. Für die Umsetzung vor Ort sind die Städte und Gemeinden verantwortlich. Und genau dort ist das Problem. Für die Stadt Gehrden wäre eine Kontrolle, ob Hauseigentümer diese Vorgabe tatsächlich umsetzen, mit einem großen Personalaufwand verbunden.

Die Diskussion wird nicht nur am Burgberg geführt; auch in anderen Kommunen wird verstärkt gefordert, Stein- und Schottergärten zu verbieten. Immer mehr deutsche Städte wollen mit Verboten und neuen Bebauungsplänen das Grün zurück in ihre Nachbarschaften holen.

Soweit sind die Verantwortlichen in Gehrden noch nicht. Die Politiker einigten sich vielmehr auf einen Kompromiss. Mit dem nächsten Grundsteuerbescheid sollen die Grundstückseigentümer schriftlich über das Thema informiert werden. Gleichzeitig soll die Stadt Beispielflächen anlegen. Es sollen Alternativen aufgezeigt werden, wie Kiesbeete in pflegeleichte, aber sinnvolle ökologische Oasen umgestaltet werden können.

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