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Gehrden Karin Spichale wird neue Pastorin in Gehrden und Leveste.
Aus der Region Region Hannover Gehrden Karin Spichale wird neue Pastorin in Gehrden und Leveste.
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12:51 07.11.2019
Auf dem Weg in die Margarethenkirche: Karin Spichale freut sich auf die neue Zeit in Gehrden. Quelle: Heidi Rabenhorst
Gehrden/Leveste

Karin Spichale ist zum 1. Februar die neue Pastorin in Leveste und Gehrden. Die 48-Jährige ist Nachfolgerin von Pastor Dieter Rudolph, der zum 1. Oktober in den Kirchenkreis Gifhorn gewechselt ist. Der Aufgabenbereich der neuen Pastorin ist zweigeteilt: Er liegt zu 75 Prozent in Gehrden und zu 25 Prozent in Leveste.

Spichale ist seit 2003 Pastorin in Velber und Davenstedt. Die 48-Jähirge wechselt ihre Wirkungsstätte, weil sie in der Burgbergstadt eine volle Stelle bekleiden kann. Nun, da ihre Töchter mit 13 und acht Jahren schon groß seien, könne sie mehr Stunden arbeiten. „Ich fühle mich in Velber und Davenstedt immer noch wohl, und es hat wirklich nichts mit den Menschen dort zu tun, dass ich nach Gehrden gehe“, betont sie. Der Abschied werde ihr nicht leichtfallen, in jedem Abschied liege aber bekanntlich auch immer ein neuer Anfang. „Wenn nicht jetzt, wann dann“, sagt sie.

Der Aufstellungsgottesdienst in Leveste, bei dem sie herzlich begrüßt worden sei, habe sie in ihrem Entschluss bestätigt. „Es war schön, so eine große Offenheit und Freundlichkeit zu spüren“, erzählt sie. Für Gehrden habe sie sich auch entschieden, weil die Stadt so schön in der Natur eingebettet ist.

„Theologie ist meine Berufung“

Für Karin Spichale war eigentlich immer klar, dass sie Theologie studieren werde. „Ich spürte schon früh, dass das meine Berufung ist“, erzählt die gebürtige Bremerin. Aufgewachsen und zur Schule gegangen ist sie im ostfriesischen Ostrhauderfehn, wo sie im Kindergottesdienst, bei der Jungschar und im Jugendkreis mitgewirkt hat. Aufgewachsen ist sie einem christlich geprägten Elternhaus. „Unser Gemeindepastor ging bei uns zu Hause ein und aus, weil mein Vater den Gemeindebrief gestaltet hat und auch als Prädikat tätig war“, verrät sie.

Nach dem Theologiestudium in Heidelberg und Göttingen absolvierte sie in Bissendorf in der Wedemark ihr Vikariat. Im Jahr 2003 wurde sie als Pastorin in Davenstedt und Velber ordiniert. Das Arbeiten auf dem Dorf und im Stadtteil sei ihr vertraut. Sie freue sich besonders darauf, auch hier beides zu haben. „Ich möchte mit den Menschen schauen, was Kirche sein kann, wie Glaube gelebt werden kann“, sagt Spichale. Sie wolle in Gehrden nichts umkrempeln, aber trotzdem stehe ihr der Sinn danach, Neues zu wagen, ohne Altbewährtes aufzugeben.

Mit ihren beiden Töchtern zieht sie ins Pfarrhaus in der Alten Straße. Ob die 13-jährige Marie die Schule wechselt, stehe noch nicht fest. „Sie möchte gerne am Gymnasium in Limmer bleiben“, sagt Spichale. Die achtjährige Matthea wird jedoch mit Beginn des zweiten Schulhalbjahres die Gehrdener Grundschule besuchen. Alle drei sind schon sehr gespannt auf die neue Zeit in Gehrden und Leveste. „Von einem Dorf mit einem Supermarkt und einen Landgasthof zu ziehen, wird ein ganz neues Lebensgefühl sein. Aber wir freuen uns darauf und auch auf viele gute Begegnungen“, erzählt Spichale.

Pastorin ohne Berührungsängste

In ihrer Freizeit unternimmt sie gerne etwas mit ihren Kindern und Freunden, kocht, arbeitet im Garten, wo sie Gemüse anbaut, ist einfach kreativ mit dem Plotter oder liest und schaut Krimis. „Immer aber trägt mich ein großes Gottvertrauen, dass Gott einen guten Weg hat für einen jeden von uns“, sagt Spichale, die sich selbst als „Pastorin ohne Berührungsängste“ beschreibt. Diesen zu entdecken und diesem Gott immer neu und auch in herausfordernden Situationen zu vertrauen, das möchte sie mit den Gehrdenern und Levestern gemeinsam einüben und leben.

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