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Gehrden Jugendliche terrorisieren Musikschüler
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20:21 09.09.2019
Im Bereich der Sporthalle und der Musikschule verursachen immer wieder Jugendliche Ärger. Eltern fordern die Stadt nun auf zu handeln. Quelle: Dirk Wirausky
Gehrden

Die Liste der Vorwürfe ist lang: Jugendliche und Kinder beleidigten vor der Musikschule Eltern und würden sie mit Dosen bewerfen, sie schmissen Bälle an Fensterscheiben und Außenwände der Musikunterrichtsräume, sie hinterließen zerbrochene Glasflaschen und schmissen Böller in die Vorräume der Sporthalle, aus den Umkleidekabinen werde Kleidung gestohlen, die Räume würden unter Wasser gesetzt, darüber hinaus würden Wände angekokelt und beschmiert. So beschrieb Wiebke Langlott, deren Kind in die Calenberger Musikschule geht und die gleichzeitig Übungsleiterin beim SV Gehrden ist, die Situation an der Lange Feldstraße.

Die Musikschule weist Eltern und Schüler darauf hin, dass die Außentür der Sporthalle fünf Minuten nach Unterrichtsbeginn abgeschlossen wird. Quelle: Dirk Wirausky

Die Heranwachsenden, die ihre Freizeit im Jugendpavillon verbringen, störten bewusst und massiv. Einige Jugendliche und sogar Kinder seien zudem gewaltbereit. „Der Vandalismus in diesem Bereich nimmt zu“, sagt Langlott. Es sei so schlimm, dass die Kinder Angst hätten, zum Musikunterricht zu gehen. „Die Zustände vor und in der Halle sind in den Nachmittagsstunden nicht mehr tragbar.“

Betroffen seien etwa 200 Kinder der Musikschule, die in dem sogenannten Spiegelraum im Eingangsbereich der Sporthalle unterrichtet werden. Nun hat eine Elterninitiative dem Ersten Stadtrat André Erpenbach eine Liste mit 148 Unterschriften übergeben. Die Forderung: Die Stadt soll Abhilfe schaffen. „Die Raumsituation ist gerade für die Musikschüler ungünstig“, sagte Langlott. Es müssten Alternativen gesucht werden. Außerdem schlug sie vor, einen Streetworker einzusetzen, der mit den randalierenden Jugendlichen ins Gespräch kommt. „Die Stadt muss Angebote für sie schaffen“, meint die Mutter. Es müsse doch im Interesse der Stadt und der Politik liegen, dass die Kinder angstfrei zum Sport und zur Musik gehen könnten.

Auch der SV Gehrden fordert Lösungen für die Situation an der Sporthalle. „Wir wissen nicht, wie wir uns verhalten sollen“, sagt Andrea Hoefener von der Geschäftsstelle. Sogar die Polizei sei schon alarmiert worden. „Doch als die Beamten eingetroffen sind, waren die Jugendlichen weg“, sagte sie.

Laut Musikschulleiter Alfons Schleinschock gibt es seit etwa drei Jahren immer wieder Ärger mit Jugendlichen, die sich an der Musikschule und der Sporthalle aufhalten. „Nicht regelmäßig, aber zuletzt wieder häufiger“, sagt er.

Stadt sucht nach Lösungen

Erpenbach versprach zu handeln. So werde geprüft, ob der Musikunterricht in das Matthias-Claudius-Gymnasium verlegt werden könne. Erste Gespräche habe es bereits gegeben. Laut Ralf Geide, Leiter des städtischen Fachbereichs Bildung und Soziales, hat sich die Musikschule dazu bislang allerdings nicht geäußert. Ferner gibt es seitens der Stadt die Überlegung, der Musikschule ungenutzte städtische Räume in der Nikolaus-Otto-Straße zur Verfügung zu stellen.

Damit nicht jeder in der Sporthalle an der Lange Feldstraße aus- und eingehen könne, solle ein automatisiertes Schließsystem eingebaut werden. „Wir prüfen das“, sagte Erpenbach.

Darüber hinaus sollen den Jugendlichen mehr und bessere Freizeitangebote gemacht werden. „Es gibt sogar schon konkrete Vorstellungen“, kündigte Erpenbach an. Diese seien aber noch nicht spruchreif.

Und: Die Stadt will den Außendienst und damit die Kontrollen verstärken. Vorgesehen sei eine sogenannte Ordnungspartnerschaft mit der Polizei. „Auf jeden Fall werden wir unangekündigte Kontrollen durchführen“, sagte Erpenbach.

Von Dirk Wirausky

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