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Gehrden Kleingärtner kritisieren gefährliche Verkehrssituation am Stadtweg
Aus der Region Region Hannover Gehrden Kleingärtner kritisieren gefährliche Verkehrssituation am Stadtweg
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11:11 07.06.2019
Ein neuer Fußweg wird zwar im Zusammenhang mit dem Bau eines Kreisels am Stadtweg angelegt, doch er reicht nicht bis zum Eingang der Kleingartenkolonie Schüttewiese. Quelle: Dirk Wirausky
Gehrden

Unübersichtlich, gefährlich und planlos – Bernd Hoyer vom Kleingartenverein nimmt kein Blatt vor den Mund, wenn er die aktuelle Verkehrssituation an der Kolonie Schüttewiese am Stadtweg betrachtet. Im Kreuzungsbereich am Nedderntor wird zurzeit ein Kreisel, der den Verkehr leichter und schneller zur neuen Lidl-Filiale leiten soll, eingerichtet; eine Ampel regelt den Verkehr einspurig an der Baustelle vorbei. „Es ist ein richtiges Abenteuer, um von unserem Haupteingang über den Stadtweg in die Gartenstraße zu kommen“, schimpft er. Das seien unhaltbare Zustände, die bereits zu gefährlichen Situationen geführt hätten. Die Ampel regele nur den Autoverkehr. Es sei dagegen ein Wagnis, den Stadtweg zu überqueren – speziell für ältere Menschen.

Der neue Kreisel, der wegen der neuen Lidl-Filiale an der Kreuzung am Nedderntor angelegt wird, nimmt Konturen ein. Quelle: Dirk Wirausky

Stadt bittet um Geduld

Die Stadt zeigt durchaus Verständnis. „Die Situation während der Bauzeit ist sicher unangenehm, lässt sich aber nicht ohne großen Aufwand verändern“, sagt Frank Born, Sprecher der Stadt. Die Arbeiten seien voraussichtlich Mitte Juli beendet. „Insofern können wir nur um Geduld bitten“, sagt er. Während der Bauphase müssen die Fußgänger einen Umweg machen. Eine ausgewiesene Strecke führt sie von der Ronnenberger Straße über den Parkplatz bei Netto zur Schulstraße und dort über die Fußgängerampel in die Innenstadt. Nach Fertigstellung des Kreisels sei die Situation für die Kleingärtner so, dass für die Fußgänger im Bereich des Kreisels Überwege angelegt seien, erläutert Born.

Doch Hoyer moniert nicht nur die Verkehrslage aufgrund der Bauarbeiten am Kreisel. Grundsätzlich vermisse er, dass die Belange der Kleingärtner berücksichtigt würden. „Wir vom Kleingartenverein sind davon ausgegangen, dass ein neuer Fußweg bis zur Gartenstraße angelegt wird, was dann auch unseren Besuchern und Kleingartenmitgliedern das Überqueren der stark befahrenen Straße erheblich erleichtern würde“, sagt Hoyer. Zwar wird gerade ein neuer Fußweg am Stadtweg gebaut. Dieser endet jedoch kurz vor der Kleingartenkolonie auf dem Seitenstreifen in Höhe der St.-Bonifatius-Kirche. Dies sei aber eine Privatsache von Lidl, der Ausbau von Seitenstreifen und Fußwegen sei deshalb auf die Grundstücksfläche des Verbrauchermarktes beschränkt, klärt Born auf.

Der Bau der neuen Lidl-Filiale an der Ronnenberger Straße schreitet voran. Für den Neubau musste der Kleingartenverein Fläche abtreten. Quelle: Dirk Wirausky

Problem mehrfach diskutiert

Kleingärtner hätten laut Hoyer darüber hinaus in der Vergangenheit schon versucht, in Höhe des Haupteingangs der Kolonie Schüttewiese m Stadtweg einen Fußgängerübergang zu bekommen. „Das wurde aber abgelehnt“, meint Hoyer. Das Problem sei bereits mehrfach diskutiert worden, sagt Born. Vonseiten der Region wurde bisher aber ein gesicherter Überweg abgelehnt, weil die verkehrsrechtlichen Voraussetzungen dazu nicht vorlagen. Letztlich sei es Wunsch und Planung der Stadt, in Zusammenarbeit mit der Region Hannover einen durchgehenden Fuß- und Radweg entlang des Stadtweges zu schaffen. „Hierzu sind aber noch einige Planungen und Absprachen sowie die Frage der Finanzierung offen“, erklärt Born. Insbesondere die Situation am nördlichen Kreisel müsse wegen der beabsichtigten Ansiedlung eines Bäckereicafés noch abgewartet werden.

Von Dirk Wirausky

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