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Gehrden Von Griechenland nach Gehrden: Klinikum Robert Koch hat neuen Pflegedirektor
Aus der Region Region Hannover Gehrden Von Griechenland nach Gehrden: Klinikum Robert Koch hat neuen Pflegedirektor
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18:00 27.08.2019
Georgios Dentsikas (Zweiter von rechts) wird vom Kaufmännischen Direktor Manfred Glasmeyer (von links), Personal-Geschäftsführer Michael Born und Chefarzt Martin Memming offiziell begrüßt. Quelle: Stephan Hartung
Gehrden

Im Dienst ist er schon seit dem 1. August, nun erfolgte die offizielle Begrüßung: Georgios Dentsikas wurde der Belegschaft der KRH Klinikums Robert Koch in Gehrden als neuer Pflegedirektor vorgestellt. „Bezüglich der Pflege stehen wir vor der größten Herausforderung der vergangenen Jahre. Aber beim Tatendrang von Ihnen mache ich mir da keine Gedanken“, sagte Michael Born, Geschäftsführer Personal beim KRH.

So gesehen hat sich das Krankenhaus in Gehrden den richtigen Mann ins Haus geholt. Denn Kostendruck, Fachkräftemangel und damit Personalnotstand sind in der Pflege aktuelle Themen und werden es auch bleiben. Dentsikas hat zuletzt im Nordwesten Griechenlands in Ioannina in einem Klinikumverbund gearbeitet, war dort als Pflegedirektor tätig und übernahm auch Führungsaufgaben in der Gesundheitsverwaltung. „Ich kenne mich also damit aus, was es bedeutet, mit wenig Geld zu arbeiten“, sagt der 48-Jährige und lacht. Dabei denkt er zurück an die Zeit der Wirtschaftskrise in Griechenland. Soweit ist es in Deutschland zwar nicht. Dennoch: Das Gesundheitssystem steht oft in der Kritik. „Man musste in Griechenland mit dem bestehenden Personal über die Runden kommen, konnte keine neuen Mitarbeiter einstellen.“

Fürs Studium nach Griechenland

Georgios Dentsikas ist Sohn griechischer Einwanderer, die in den Sechzigerjahren nach Deutschland kamen, und wurde in München geboren. Für sein Pflegestudium, damals in der Bundesrepublik noch nicht möglich, ging er nach Griechenland und blieb dort bis zuletzt. „Aber der Wunsch, wieder nach Deutschland zu kommen, war sehr groß – und jetzt bot sich die Gelegenheit.“

Der Kontakt zwischen dem griechischen Staatsbürger und dem Robert-Koch-Krankenhaus entstand vor einigen Jahren auf einer Fachmesse in Hannover. In Gesprächen mit Michael Born stellte man bei jeder Messe aufs Neue fest, dass man bezüglich Pflege, Personal und Entwicklung eine gleiche Basis vertrete, erinnert sich Dentsikas. „Und als ich dann von der Vakanz gehört habe, war für mich klar, dass ich meinen Lebens-Mittelpunkt wieder nach Deutschland verlegen möchte“, erzählt er.

Dentsikas fühlt sich wohl

Gut, die Region Hannover ist zwar jetzt nicht München. Das stört den neuen Direktor, der auf den nach nur einem Jahr ausgeschiedenenbisherigen Pflegedirektor Manuel Herburger folgt, überhaupt nicht – ganz im Gegenteil. „Ich habe schon viel in Hannover und der Umgebung gesehen. Die Region ist sehr schön und absolut lebenswert.“ Der Wohlfühlfaktor, das ist ihm wichtig zu betonen, gilt aber auch für das Krankenhaus in Gehrden. „Hier herrscht eine tolle Willkommenskultur, ich habe mich sofort gut aufgenommen gefühlt.“

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Von Stephan Hartung

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