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Gehrden Nach 16 Jahren: Martin Memming verlässt das Klinikum
Aus der Region Region Hannover Gehrden Nach 16 Jahren: Martin Memming verlässt das Klinikum
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16:30 30.08.2019
Eine prägende Figur der vergangenen Jahrzehnte für das Klinikum Robert Koch, nun wird Dr. Martin Memming Ende Oktober Gehrden verlassen. Quelle: Klinikum Region Hannover
Gehrden

Vor 16 Jahren kam Dr. Martin Memming an das Gehrdener Krankenhaus, nun wird der Ärztliche Direktor das Klinikum zum 31. Oktober verlassen. Dies hat der 59-Jährige jetzt der Geschäftsführung des Klinikums Region Hannover (KRH) mitgeteilt.

Memming war 2003 nach Gehrden als Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Gefäßchirurgie gekommen, 2008 übernahm er zusätzlich die Funktion des Ärztlichen Direktors. Diese hatte er für mehrere Jahre auch für den Standort Springe und für fünf Jahre für das Klinikum Neustadt am Rübenberge inne.

Spezialisierung vorangetrieben

Unter seiner chefärztlichen Leitung erweiterte sich das Behandlungsspektrum und die Spezialisierung seiner Klinik stetig. Darüber hinaus etablierte er eine tragfähige Kultur der interdisziplinären Zusammenarbeit, die sich nicht zuletzt in den heute fest verankerten Strukturen der Organ- und Krebszentren widerspiegelt. Es gelang ihm, weitere Experten für das in der Fläche gelegene Haus zu begeistern und so die Spezialisierung des Klinikums Robert Koch voranzutreiben. Ein Höhepunkt seines Schaffens war zuletzt die Etablierung der robotisch-unterstützten Chirurgie.

„Guter Zeitpunkt, sich zurückzuziehen“

Nun sei ein guter Zeitpunkt, sich zurückzuziehen, erklärt der Mediziner. „Ich durfte in Gehrden viel gestalten und habe zusammen mit den Kolleginnen und Kollegen viel erreicht. Die Jahre der stetigen Doppel-, Drei- und Vierfachbelastung haben allerdings auch ihre Spuren hinterlassen“, gibt er zu. Daher habe er sich entschlossen, andere Themen und Aspekte seines Lebens in den Mittelpunkt zu stellen. „Außerdem muss ich feststellen, dass es mir nach über 30 Jahren chirurgischer Tätigkeit immer schwerer fällt, mich mit jeder Entwicklung anzufreunden“, sagt er.

Das KRH und Memming führen derzeit Gespräche, in welcher Form er auch in Zukunft, außerhalb seiner bisherigen Tätigkeit, seine Expertise im Unternehmen einbringen kann. „Das ist die gute Nachricht, dass wir den reichen Erfahrungsschatz von Dr. Memming weiter für das Klinikum Region Hannover nutzen können“, sagt Barbara Schulte, KRH-Geschäftsführerin für Finanzen und Infrastruktur.

Jochen Wedemeyer übernimmt

Die Position des Ärztlichen Direktors übernimmt Professor Dr. Jochen Wedemeyer, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin, zum 1. November.

Die Klinik für Allgemein- Viszeral- und Gefäßchirurgie wird künftig aus zwei Sektionen bestehen: Zum einen aus der Gefäßchirurgie und zum anderen aus der Viszeralchirurgie. Für die Gefäßchirurgie wird der bisherige Oberarzt Dr. Michael Maringka die chefärztliche Leitung übernehmen. Die Leitung der Viszeralchirurgie übernimmt der bisherige Oberarzt Dr. Heiko Aselmann. „Auch das gehört zu Memmings Fähigkeiten“, resümiert Dr. Matthias Bracht, KRH-Geschäftsführer Medizin. Er habe über den Tellerrand geschaut und Menschen ins Unternehmen geholt, die in der Lage seien, Führungsaufgaben zu übernehmen.

Dennoch: Memmings Weggang sei ein großer Verlust. Er sei eine echte Führungsfigur, die strategisch geschickt Menschen für Medizin und das Krankenhaus begeistern könne, meint Bracht. „Aber er hinterlässt ein Krankenhaus, das bestens aufgestellt ist“, betont Bracht.

Von Dirk Wirausky

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