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Gehrden Sternsinger sammeln Spenden für Kinder aus Peru
Aus der Region Region Hannover Gehrden Sternsinger sammeln Spenden für Kinder aus Peru
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14:25 30.12.2018
Die Sternsinger werden nach dem Gottesdienst feierlich als Segensbringer und Spendensammler zu 120 Häusern in drei Kommunen entsandt. Quelle: Ingo Rodriguez
Gehrden

Kindliche Botschafter als Segensbringer und Hilfsinitiative: In der katholischen St.-Bonifatius-Kirche in Gehrden haben am Sonntag im Familiengottesdienst 28 Kinder im Alter von fünf bis 13 Jahren den Auftrag erhalten, 120 Häuser in Gehrden, Wennigsen und Barsinghausen zu besuchen, um dort singend einen Segen zu spenden und Geld für einen guten Zweck zu sammeln. Verkleidet als die Heiligen Drei Könige und Sternträger werden die Jungen und Mädchen aus den drei Kommunen jetzt bis zum 6. Januar Seniorenheime, Kindergärten, Kirchen aber auch Privathaushalte sowie das Neue Rathaus in Hannover und den Niedersächsischen Landtag besuchen. Dort werden sie mit gesegneter Kreide einen Segensspruch über die Türen schreiben, Lieder singen, Verse vortragen und um Spenden für behinderte Kinder in Peru sammeln.

Wir gehören zusammen – in Peru und weltweit“ – so lautet in diesem Jahr das Motto der traditionellen Sternsingeraktion. Die elfjährige Laura ist schon zum vierten Mal dabei: „Ich finde die Aktion interessant und helfe gerne anderen Kindern“, sagte das Mädchen nach dem feierlichen Gottesdienst. Ebenso wie sie hatten sich auch 27 weitere Kinder nach einem Aufruf der katholischen Kirchengemeinde bei verschiedenen Treffen auf ihre Aufgabe vorbereitet. „Wir haben die Kostüme aus unserem Fundus verteilt, uns über das Hilfsprojekt in Peru informiert und spielerisch Texte und Lieder eingeübt“, sagte Sonja Ross aus dem Leitungsteam der Sternsinger.

Pfarrer Christoph Paschek hatte zuvor im Familiengottesdienst noch einmal die Bedeutung der Aktion erläutert und Hintergründe genannt. „Licht gibt Orientierung und lenkt unser Schaffen wie ein Leuchtturm Schiffen den Weg weist. Deshalb üben Sterne auf uns bis heute Faszination aus und wir folgen ihnen, wie es einst die Heiligen Drei Könige aus dem Morgenland mit dem Stern bis nach Betlehem zur Krippe taten“, sagte Paschek. Ziel der Sternsingeraktion sei es, Licht und Segen in die Häuser zu bringen und benachteiligte Menschen am Segen mit Spendensammlungen teilhaben zu lassen. „Deshalb senden wir die Kinder als Boten des Friedens aus“, sagte Paschek.

Im Gottesdienst kamen auch die Kinder zu Wort und verdeutlichten mit Rollenspielen, Ansprachen, Gesang und Fürbitten die Absicht und die Aufgabe der Sternsinger. In den nächsten Tagen werden sie kostümiert in Kleingruppen und in Begleitung eines Erwachsenen zunächst in Gehrden und den Ortsteilen Hausbesuche machen und Segen spenden. Am 4. Januar steht dann ein Besuch beim Oberbürgermeisters der Landeshauptstadt Hannover, Stefan Schostok, auf dem Programm. Am gleichen Tag sind die Kinder auch im Landtag zu Gast. Die Aktion endet am 12. Januar um 17.30 Uhr in der Barsinghäuser St.-Barbara-Kirche mit einem Empfang der Sternsinger und einem sogenannten Rückkehrgottesdienst.

Langjährige Tradition gehört zum Kulturerbe

Das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ ist das Kinderhilfswerk der katholischen Kirche in Deutschland mit Sitz in Aachen. Seit 1959 organisiert es in Deutschland die Aktion Dreikönigssingen – seit 1961 zusammen mit dem Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). Seit 1998 trägt das Hilfswerk „Die Sternsinger“ im Namen. Jedes Jahr ziehen die Kinder von Haus zu Haus, um den Segen Christi zu bringen und für Kinder in Not zu sammeln. Sie bringen den Segensspruch „20*C+M+B+19“ an den Türen an. Umrahmt von der Jahreszahl 2019 steht die Abkürzung C+M+B für den lateinischen Satz „christus mansionem benedicat“ – Christus segne dieses Haus. Im Dezember 2015 würdigte die Unesco-Kommission die langjährige Tradition und nahm das Brauchtum des Sternsingens in das bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes auf.

Von Ingo Rodriguez

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