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Gehrden Trotz Brut- und Setzzeit: Wiesenfläche gemäht
Aus der Region Region Hannover Gehrden Trotz Brut- und Setzzeit: Wiesenfläche gemäht
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13:35 23.04.2019
Etwa drei Hektar groß ist eine städtische Wiesenfläche am Kniggenberg. Ein Hektar davon wird vom Naturschutzbund genutzt. Die Fläche ist nun gemäht worden - nicht alle Bürger haben Verständnis dafür. Quelle: Privat
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Gehrden/Lemmie

Kritik an der Stadt Gehrden: Bürger haben moniert, dass eine städtische Brachgelände zwischen Gehrden und Lemmie kürzlich zur Hälfte bodennah abgemäht worden sei. „Die Gräser sind dort normalerweise ein bis 1,50 Meter hoch“, berichtet eine Gehrdenerin. Auch Wildhecken seien gerodet wurden. Dabei würden in diesem unberührten Bereich seit Jahren Vögel brüten, zudem würden sich dort Rehe, Füchse und auch Wildschweine mit ihren Jungtiere aufhalten. „Es ist mir absolut unverständlich, wieso dort in der Brut-und Setzzeit gemäht wurde“, sagt die Bürgerin.

Naturschutzbund will Insektenweide anlegen

Fachdienstleiter Holger Spohr spricht von einem normalen und auch legalem Vorgang. Die Fläche dürfe trotz der Brut- und Setzzeit heruntergeschnitten werden, betont er. Die landwirtschaftliche Fläche am Kniggenberg gehört seit rund 15 Jahren der Stadt. Aktuell wird das Areal vom Naturschutzbund genutzt; unter anderem weiden dort hin und wieder die Ziegen aus dem Erlebnisgarten. Im Auftrag des Naturschutzbundes sei die „trockene und magere Fläche“ nun gemäht worden, teilt Spohr mit. Ziel der Naturschützer sei es laut Spohr, dort auf einem Hektar eine Insektenweide anzulegen, die auch Futter suchende Kleinvögel anlocken soll.

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Und Spohr versichert: Bevor die Fläche gemäht worden sei, sei sie auch untersucht worden. Der Landwirt, der die Wiese gemäht habe, habe bei seinem Kontrollgang lediglich einen Hasen aufgeschreckt; und auch Spohr selbst hat den Bereich überprüft. Hinweise auf brütenden Vögel oder Wildtiere habe er nicht gefunden. Für Bodenbrüter sei der Bereich sowieso nicht interessant. „Es muss sich niemand Sorgen machen, dass durch das Abmähen der Wiese Tiere zu Schaden gekommen sind“, meint Spohr.

Von Dirk Wirausky