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Gehrden Entschieden: Gehrden ruft nicht den Klimanotstand aus
Aus der Region Region Hannover Gehrden Entschieden: Gehrden ruft nicht den Klimanotstand aus
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18:59 02.09.2019
Vor dem Haus der Region haben kürzlich rund 60 Aktivisten gefordert, dass die Region den Klimanotstand ausruft. Das fordern auch die Grünen in Gehrden. Quelle: Archiv
Gehrden

Es bleibt dabei: Gehrden wird keine Klimanotstandskommune. Ein Antrag von Bündnis 90/Die Grünen ist im Ausschuss für Umwelt und Energie erneut abgelehnt worden. Eva Kiene-Stengel zeigte dafür wenig Verständnis. „Wir haben auch eine Verpflichtung gegenüber den nächsten Generationen“, sagte sie.

Die Grünen wollten durchsetzen, dass die Stadt Gehrden künftig alle zu treffenden politischen Beschlüsse explizit auf ihre klimarelevanten Auswirkungen hin prüft. „Unser Ziel ist es, bis 2050 klimaneutral zu werden“, erinnerte Kiene-Stengel. Ein Ziel, das Gehrden aus ihrer Sicht nicht erfüllen werde. Als sogenannte Klimanotstandskommune würde die Stadt sich verpflichten, alles in ihrer Macht stehende zu tun, um das Erreichen der Ziele des
Pariser Klimagipfels zu unterstützen. Die Stadt würde sich dazu bekennen, Treibhausgase einsparen zu wollen und dem Klimaschutz hohe Priorität einzuräumen. Künftige Entscheidungen müssten diesem Anspruch und Ziel „Global denken – lokal handeln“ verpflichtet sein. „Wir müssen auch im Kleinen handeln“, betonte Kiene-Stengel. Der Begriff Klimanotstandskommune sei symbolisch zu verstehen und solle keine juristische Grundlage für die Ableitung von Notstandsmaßnahmen sein, erläuterte Kiene-Stengel.

Der CDU-Fraktionsvorsitzende Thomas Spieker sprach sich dagegen aus. „Ich habe ein Problem mit Symbolpolitik“, sagte er. Vielmehr solle sachlich überlegt werden, was in Gehrden in Bezug auf den Klimaschutz sinnvoll und möglich sei.

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