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Gehrden Klimanotstand? Nicht in Gehrden
Aus der Region Region Hannover Gehrden Klimanotstand? Nicht in Gehrden
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11:59 21.06.2019
Vor dem Haus der Region haben kürzlich rund 60 Aktivisten gefordert, dass die Region den Klimanotstand ausruft. Das fordern auch Grüne und Linke in Gehrden – ohne Erfolg. Quelle: Christian Behrens
Gehrden

In einer Klimanotstandskommune möchte Peter Lübcke (CDU) nicht wohnen. Nein, dieser Begriff gefalle ihm überhaupt nicht. Er sei nicht passend, sagte der Christdemokrat bei Blick auf einen Antrag der Ratsgruppe Grüne/Linke. Die nämlich wünschen sich, dass künftig alle zu treffenden politischen Beschlüsse explizit auf ihre klimarelevanten Auswirkungen hin geprüft werden. Gehrden soll sich verpflichten, alles in ihrer Macht zu tun, um das Erreichen der Ziele des Pariser Klimagipfels zu unterstützen. Die Kommune solle sich dazu bekennen, Treibhausgase einzusparen und dem Klimaschutz hohe Priorität einzuräumen. „Künftige Entscheidungen müssten diesem Anspruch und Ziel ,global denken – lokal handeln’ verpflichtet sein“, heißt es in dem Antrag.Städte wie Kiel, Konstanz oder gar Los Angeles hätten sich bereits zur Klimanotstandskommune ernannt, erläuterte der Grüne Thomas Wahner im Ausschuss für Bau- und Städteplanung. Diesen Beispielen solle Gehrden folgen.

Politiker sehen keinen Handlungsbedarf

Überzeugen konnte er damit den Rest der Politiker nicht. Lutz Fengler (FDP) ist der Antrag zu plakativ. Lübcke verwies auf das Klimaschutzaktionsprogramm der Stadt. „Wir haben schon vieles getan und erreicht“, sagte er. Und für Henning Harter (SPD) ist Gehrden in der Region in Sachen Klimaschutz ein Vorbild. „Wir sind eine klimafreundliche Stadt“, sagte er. Auch Klaus Dörffer (CDU) sieht keinen Handlungsbedarf.

Argumente, die die Grünen fast zur Weißglut brachten. Es sei an der Zeit, dieses Feigenblattgehabe abzulegen und der Realität ins Auge zu schauen, schimpfte Wahner. „Wir müssen die Klimaschutzthematik endlich ernst nehmen“, forderte er. Dem stimmte die Bündnisgrüne Eva Kiene-Stengel zu. „Wir müssen mehr tun als bisher“, betonte sie. Der Titel „Klimanotstandskommune“ habe dabei einen eher symbolischen Wert. In den Kreis der Klimanotstandskommunen wird Gehrden dennoch nicht eintreten – der Antrag wurde abgelehnt.

Von Dirk Wirausky

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