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Gehrden Fußballer aus den Ortsteilen bündeln ihre Kräfte
Aus der Region Region Hannover Gehrden Fußballer aus den Ortsteilen bündeln ihre Kräfte
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11:35 28.02.2019
Sportliche Partnerschaft: Carsten Vorbrodt (von links), Bernhard Schader, Thomas Ruppel und Achim Köller präsentieren das Logo der JSG Gehrden-Nord. Quelle: Dirk Wirausky
Everloh/Ditterke/Northen/Lenthe

Die SG Everloh/Ditterke und der SV Northen-Lenthe machen im Jugendfußballer künftig gemeinsame Sache. Sie haben sich entschlossen, ab der nächsten Saison unter dem Namen Jugendspielgemeinschaft (JSG) Gehrden-Nord am Ball zu sein. „Es ist eine Zusammenarbeit der Vernunft und sie macht perspektivisch Sinn“, sagt SG-Jugendleiter Achim Köller. Ab sofort sollen Synergien genutzt werden. Gleichzeitig solle durch diese Fusion der Jugendfußball in Gehrden erhalten und nachhaltig gefördert werden. „Wir bündeln die Kräfte und das hilft beiden Vereinen“, glaubt Thomas Ruppel, Fußball-Spartenleiter der SG.

120 Kinder und Jugendliche in der neuen JSG

Rund 120 Jungen und Mädchen treten in Zukunft für die JSG Gehrden-Nord an. Köller hofft, dass die Gründung der JSG auch eine Initialzündung ist und interessierte Kinder motiviert, durch die verbesserten Strukturen in einen Verein einzutreten. Voraussichtlich wird die JSG zur neuen Spielzeit zwei A-Jugendmannschaften melden, dazu jeweils eine B- und C-Juniorenmannschaft. Ferner gibt es zwei E-Jugendteams und eine Mädchenmannschaft. Apropos: Die JSG wird die einzige Trainings- und Spielmöglichkeit für Mädchen in Gehrden anbieten. „Wir wollen in Zukunft Nachwuchs für den Frauenfußball fördern“, betont Köller. Das werde auch als ein gesellschaftlicher Auftrag verstanden.

Carsten Vorbrodt, Jugendleiter der SV Northen-Lenthe, betont aber auch, dass die Gründung einer JSG nicht gegen irgendjemand gerichtet sei. „Wir wollen Kinder für Fußball begeistern“, sagt er. Der Spaß mit dem Ball stehe im Vordergrund – und das verbunden mit modernen und abwechslungsreichen Trainingsmethoden.

Signal an die Stadt Gehrden

Doch der Zusammenschluss ist auch ein Signal an die Stadt Gehrden und deren politischen Vertreter. Wunsch sei der Bau eines zweiten Kunstrasenplatzes, betonen Ruppel und Bernhard Schader, Vorsitzender der SV Northen-Lenthe. Aus ihrer Sicht fehle zurzeit der politische Wille, die Infrastruktur der Sportvereine zu verbessern. Köller wird deutlich: „Die Stadt betreibt ein schlechtes Sportstättenmanagement.“

Keine neue Regelung für Nutzung des Kunstrasens

Mehr Spiel- und Trainingsmöglichkeiten auf dem Kunstrasenplatz der Bezirkssportanlage wünschen sich die SG Everloh/Ditterke und der SV Northen-Lenthe. Die derzeitige Lösung sei unbefriedigend sagen Vereinsvertreter beider Vereine. Vor allem die Tatsache, dass dem SV Gehrden das Nutzungsrecht des Platzes und damit die Vergabe von Spielzeiten obliege, obwohl die Stadt den Bau des Kunstrasen bezahlt habe, wird seit Langem kritisiert. Und eine Änderung scheint nicht in Sicht. Auf Anfrage von Dirk Tegtmeyer (Gruppe Grüne/Linke) im Ausschuss für Sport, Kultur und Soziales, ob die Nutzung des Kunstrasenplatzes für die Fußballer aus den Ortsteilen inzwischen geregelt sei, gab es keine Antwort. Der Erste Stadtrat André Erpenbach versprach aber, dass das Thema im Arbeitskreis Sportentwicklungsplanung behandelt werden solle. Dort entwickeln Vertreter der Verwaltung und der Ratsfraktionen zurzeit Strategien, wie künftig und dauerhaft ein Sportstättenkonzept aussehen könnte; darüber hinaus werden konkrete Schlüsselprojekte wie der Neubau einer Halle betrachtet. dw

Ob die enge Kooperation im Nachwuchsbereich möglicherweise die Vorstufe zur Fusion beider Vereine im Herrenbereich ist, wollten Ruppel und Schader nicht grundsätzlich ausschließen. „Es gibt kein Denkverbot“, sagt Schader. Vorerst sollen jedoch Erfahrungen in der gemeinsamen Jugendarbeit gesammelt werden. „Wir wollen schauen, wie die Partnerschaft funktioniert“, sagt Köller. Das sieht Vorbrodt genauso. „Wir machen erst diesen Schritt und dann können wir vielleicht über einen zweiten Schritt nachdenken.“

Von Dirk Wirausky

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