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Gehrden Grüne fordern: Kastanien und Plantane am Markt retten
Aus der Region Region Hannover Gehrden Grüne fordern: Kastanien und Plantane am Markt retten
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20:00 15.08.2019
Der Grünen Ratsherr Heinz Strassmann (rechts) begutachtet mit Hartmut Weimar von der Bürgerinitiative Wir sind Gehrden die Bäume am Markt. Quelle: Mario Moers
Gehrden

Sie prägen den Marktplatz wie die Kirche und das Fachwerk – die beiden alten Kastanienbäume und die Plantane vor dem Hotel Ratskeller. Im Zuge der geplanten Umgestaltung des Markts ist dieser Anblick allerdings gefährdet. Die Stadt plant, die ortsprägenden Bäume durch Neupflanzungen zu ersetzen. Ausschlaggebend für diese Entscheidung sei der schlechte Gesundheitszustand der Bäume, sagt die Projektleiterin der Innenstadtsanierung, Christina Unselt. Gutachten im Auftrag der Stadt bescheinigen den zwei Kastanien, so Unselt, eine maximale weitere Lebenserwartung von zehn Jahren – bei der Plantane sind es 30 Jahre.

Grüne fordern Gutachten

Grünen-Ratsherr Heinz Strassmann reicht die Einschätzung der Stadt nicht aus, das Todesurteil für die Bäume zu begründen. „Wir fordern ein fachliches Gutachten über den Zustand und geeignete Maßnahmen, um sie zu erhalten“, sagt Strassmann. Die Bäume sind seiner Ansicht nach bedeutsam für das historische Stadtbild. Außerdem erfüllen sie biologische und klimaverbessernde Funktionen. Sollte das geforderte Gutachten die bisherige Einschätzung der Stadt bestätigen, wollen die Grünen die Beseitigung akzeptieren „Wenn es wirklich so ist wie angenommen, dann müssen sie leider weg“, so Strassmann. Seine Fraktion setzt sich aktuell außerdem für den Erhalt von Bäumen in der Hüttenstraße und der Kirchstraße ein. „Ältere Bäume sind aus Umweltgründen zu erhalten“, so Strassmann.

Mikriger Nachwuchs: Zu niedrige Neupflanzungen – wie hier auf der Marktstraße – lehnt Hartmut Weimar von der Bürgerinitiative Wir sind Gehrden für den Marktplatz ab. Quelle: Mario Moers

„Wir werden keine Winzlinge pflanzen“

Als Markplatz-Expertin kann Unselt nachvollziehen, wie schwer es vielen Bürgern fällt, sich von den alten Bäumen zu verabschieden. Man habe es sich auch in der Verwaltung nicht leicht gemacht, alle Optionen geprüft. „Am Ende sind wir aber in der Verantwortung, sinnvoll mit den Steuergeldern umzugehen“, so Unselt. Die kurze Lebenserwartung der bakteriell- und schädlingsbefallenen Kastanien mache Neupflanzungen unumgänglich. Vier bis fünf neue Bäume sollen die drei alten ersetzen. Fördergelder von Bund und Land verschaffen der Stadt dabei finanziellen Spielraum. „Wir werden keine Winzlinge pflanzen“, kündigt Unselt an.

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Von Mario Moers

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