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Gehrden Illegale Zufahrten: Straßenmeisterei setzt Kleingärtner unter Zugzwang 
Aus der Region Region Hannover Gehrden Illegale Zufahrten: Straßenmeisterei setzt Kleingärtner unter Zugzwang 
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16:05 02.02.2018
Die derzeitigen Zuwegungen zu den Kleingärten an der L390 sind aus Sicht der Straßenbehörden illegal. Quelle: Marcel Sacha
Leveste

 Unter den Kleingärtnern, die ihre Parzellen an der Landesstraße 390 zwischen Leveste und Redderse besitzen, verbreitet sich die Sorge, dass sie ihre Gärten schon bald nicht mehr trockenen Fußes erreichen können. Die Landesbehörde für Straßenbau und die Straßenmeisterei in Wennigsen kommen zu dem Urteil, dass die Zufahrten von der L390, die die Kleingärtner in den vergangenen Jahren angelegt haben, illegal sind. Kürzlich erhielten sie ein Schreiben der Straßenmeisterei, dass die Wege Ende Februar entfernt werden, sollte bis dahin keine Alternative gefunden sein. Gemeinsam mit dem Ortsrat haben die Gartenfreunde sich darauf geeinigt, einen Bebauungsplan inklusive einer neuen und zentralen Erschließung zu erarbeiten und hierfür eine Fristverlängerung zu beantragen.

Die Fläche kurz vor dem Ortseingang Levestes wird seit langer Zeit als sogenanntes Grabeland im Sinne einer Kleingartenanlage genutzt. Zwischenzeitlich sind dort Gartenlauben, Abstellräume, Carports und Gartenhäuser erstellt worden. Laut Region Hannover als Bauaufsichtsbehörde befinden sich diese aufgrund ihrer Nähe zur Landesstraße teilweise in einer sogenannten anbaufreien Zone – zumal sie sich außerhalb der Ortsgrenzen befinden.

Ein Lösungsnansatz klang zunächst simpel und unkompliziert: Die Ortsdurchfahrtsgrenze könnte einfach dahingehend versetzt werden, dass sich die Kleingärten auf Levester Gebiet befinden. Laut dem zuständigen Fachbereichsleiter im Gehrdener Rathaus Wolfgang Middelberg reicht eine Kleingartenkolonie allerdings nicht aus, um eine Veränderung der Ortsgrenzen genehmigt zu bekommen. „Daher kommen Sie nicht um einen Bebauungsplan herum“, teilte Middelberg den Kleingärtnern in der Ortsratssitzung am Donnerstag mit. Der B-Plan dürfe zudem nur eine zentrale Zufahrt besitzen, machte der Fachbereichsleiter deutlich.

Diese könnte am Ende der Kleingartenanlage in Richtung Redderse entstehen. Die dortige Fläche ist jedoch Eigentum des Wasser- und Bodenverbandes und müsste dementsprechend veräußert werden – an die Kleingärtner oder auch die Stadt. In den kommenden Wochen sollen entsprechende Gespräche geführt werden. Middelberg machte den Parzellenbesitzern Hoffnung, dass die Straßenmeisterei einer Bewilligung der Fristverlängerung dadurch wahrscheinlich zustimmen werde – unabhängig von den Verhandlungsergebnissen über einen möglichen Grundstückserwerb. „Es zeigt nämlich, dass Sie tätig sind und aktiv nach einer Lösung suchen“, sagte er.

Von Marcel Sacha

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