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Gehrden Gartenarbeit lockt Hannoveraner aufs Land
Aus der Region Region Hannover Gehrden Gartenarbeit lockt Hannoveraner aufs Land
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00:29 11.05.2018
Dietmar und Monika Ladewig pflanzen seit drei Jahren in ihrem Mietgarten Gemüse an. Quelle: Marcel Sacha
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Everloh

 „Die meiste Zeit des Tages sitze ich im Büro“, berichtet Jil Krebs. In ihrer Freizeit will sie daher möglichst viel Zeit in der Natur verbringen. Seit vier Jahren fährt die Hannoveranerin hierfür zwischen Mai und Oktober mehrmals pro Woche extra bis nach Everloh. Dort haben Jil und ihre Mutter Barbara Krebs ein rund 45 Quadratmeter großes Gemüsebeet angemietet. Zum neunten Mal bieten die Landwirte Tanja und Heiko Reverey in Kooperation mit der Firma Meine Ernte auf ihrem Hof ab sofort wieder die Möglichkeit an, in knapp 40 Gemüsebeeten Kohl, Zucchini, Kürbisse und viele weitere natürliche Nahrungsmittel anzubauen – und zwar völlig pestizidfrei.

Barbara Krebs und ihre Tochter Jil setzen bewusst auf pestizidfreie Nahrungsmittel. Quelle: Marcel Sacha

Dieser Aspekt hat auch Familie Krebs besonders angesprochen. „Wir legen sehr viel Wert auf gesunde und nachhaltige Ernährung“, sagt Barbara Krebs, während sie die Erde auf ihrem Teilstück etwas lockert, um die Gurkensamen zu pflanzen. Zu Hause in Hannover haben die beiden Frauen nicht die Möglichkeit, im eigenen Garten zu arbeiten. „Wir haben zwar einen gemeinschaftlich genutzten Garten, aber etwas anbauen können wir dort nicht“, sagt Jil Krebs. Beide wünschen sich mehr solcher solche Angebote, wie sie bei Revereys zu finden sind – insbesondere auch in der Großstadt. Doch selbst im landwirtschaftlich geprägten Calenberger Land ist dies ansonsten nur auf dem Kürbishof von Jens Gastorf in Ditterke möglich. 

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Auch Marilyn Krause und Florian Wilken sind am Montag zur Saisoneröffnung aus der Landehauptstadt nach Everloh angereist, um ihr Beet das erste Mal zu betreten. Für sie ist die nun anstehende Gartenarbeit echtes Neuland. „Als Stadtmenschen kommen wir damit so gut wie gar nicht in Berührung“, sagt Krause. Ihr Beweggrund, einen Gemüsegarten anzumieten, sei daher gewesen, „einfach mal rauszukommen und anzupacken“.

Die Beete in Everloh locken Jahr für Jahr viele „Städter“ aufs Land. Quelle: Marcel Sacha

Vielleicht können ihnen in den kommenden Wochen ja Monika und Dietmar Ladewig einige nützliche Tipps geben. Das Ehepaar aus Garbsen ist bereits seit drei Jahren dabei. Ähnlich wie Krause und Wilken hätten sie sich damals einfach spontan dazu entschlossen, es einfach mal auszuprobieren, berichtet Dietmar Ladewig. Was sie bis heute bei der Stange hält? „Der Spaß und die Experimentierfreude“, sagt Monika Ladewig. Denn früher hätte sie nach eigenen Angaben bestimmte Gemüsesorten gar nicht erst probiert. Jetzt, wo sie auch Mangold oder Pastinaken in ihrem Mietgarten pflanze, kämen im Gegensatz zu früher auch ausgefallenere Nahrungsmittel nach erfolgreicher Ernte auf den Teller, sagt sie. „Meine Kollegen freut es auch“, berichtet ihr Mann, der sein Gemüse auch regelmäßig auf der Arbeit verteilt.

Von Marcel Sacha

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